Ursprünglich war SWP 35 als Live-Podcast zu einem ganz anderen Thema geplant, aber unplanbare Ereignisse zwangen uns zur Flexibilität: Die Veröffentlichung der XBOX One X, Microsofts Antwort auf Sonys Playstation 4 Pro, fand am 7. November statt und sorgte bei dem einen oder anderen SWP-Staffmitglied für große Augen und Schnappatmung. Man möchte an dieser Stelle keine Namen nenen, aber mindestens zwei dieser nicht näher benannten Personen befinden sich in SWP 35 im Personalaufgebot. Grund genug also, sich des Themas ausführlich anzunehmen.

 

Ein Biest von Konsole?

Doch es tun sich viele Fragen auf. Microsoft, die das Gerät im Vorfeld schon als Biest und Maschine bezeichneten, nur um fast im selben Atemzug darauf hinzuweisen, dass die Konsole vielleicht doch keine so große Käuferschicht finden könnte (Marketing kann MS einfach! — nicht), ist nicht gerade dafür bekannt, ein glückliches Händchen im Hardware-Bereich zu haben. Wer ist die Zielgruppe des Geräts? Wie stark ist die neue Konsole wirklich und was sagt der Preis-/Leistungsindex bei einem Preis von immerhin satten 500 Euro? Laufen die alten Spiele out of the box bereits besser und schneller? Wie sieht der 4K-Support aus? Was gibt es Neues von der Exklusivtitelfront (Spoiler: Nichts). Und vor allem: Wie steht Microsofts Flagschiff im Vergleich zu direkten Konkurrenten PS4 Pro und dem bisherigen Leistungsträger PC da?

 

Geballte Podcast-Kompetenz am Start

All’ diese Fragen gehen wir in Spielwiese Podcast #35 ausgiebig und akribisch nach, brechen dabei unser selbstauferlegte 2 Stunden-Regel Ausnahmweise mal nicht (und klopfen uns dabei ganz stolz auf die Schulter). Für die Kompetenz im Cast sorgt unser Hardware-Guru Dennis (aka Dod), den Fanboy-Part enthusiastischen Teil übernimmt wie gewohnt unser Ralf (aka Darkvamp), angenehm diplomatisch steigt Flo mit in den Ring und den Hateteil skeptischen Part übernimmt Gastgeber Alex (aka Sothi), in dem er dezent, aber kontinuierlich darauf hinweist, dass man für kurze Ladezeiten, hochauflösendes Gaming und Qualitätseinstellungen in der Grafiksettings nicht auf die Xbox One X hätte warten müssen.

Unterm Strich verlief die Episode aber schon sehr harmonisch, getreu nach dem Motto: Hart in der Sache, fair im Umgang. Kurz vor Schluss unternehmen wir übrigens noch einen kleinen Ausflug in den VR-Bereich — das hat man nun davon, wenn man Dennis in den Podcast einlädt.

Quellen / Links:

Wenn der Name Piranha Bytes fällt, schweifen die Gedanken unweigerlich zu Gothic, dem vielleicht erfolgreichsten und beliebsten RPG aus deutschen Landen, ab. Und auch wenn die Bochumer (jetzt in Essen) Entwickler mit dem inoffiziellen Nachfolger Risen nie ganz dessen Beliebtheitsgrad erreichten, gab es um die Entwicklung von ELEX schon im Vorfeld unheimlich viel Hype und Kaffeesatzleserei: Wie würde wohl ein Gothic in einem Science Fiction-Szenario aussehen? Und warum nennt Piranha das Ganze eigentlich Science Fantasy? Wie fügt sich der Jetpack in die Open World und würde der Held endlich einen Namen bekommen (Spoiler: JA!)?

 

Deutschland = Piranha Bytes-Land?

Nicht umsonst durfte man im Vorfeld in Deutschlands größtem Spielemagazin Gamestar exklusive Previews und den dazugehörigen Test bewundern. Das legt den Schluss nahe, dass die Deutschen Gothic-Fanboys sind und es vielleicht doch so etwas wie den oft zitierten Piranha Bytes-Bonus gibt? Dieser und noch viele anderer Fragen gehen Benni (Vampiro) und Patrick (Major Panno) in Spielwiese Podcast #34 auf den Grund.

In rund 3 Stunden und 50 Minuten sezieren die Beiden jedes noch so kleine Detail: Von Gothic über Risen, hin zur ELEX-Vorgeschichte, über dessen Spielmechanik und Technik bis hin zu einem übergreifenden Wertungsspiegel (der den zuvor erwähnten Bonus vielleicht auflöst?) und einem vom restlichen Podcast separierten Spoilerteil wird kein Versuch unterlassen, das Spiel von jeder Seite unter die Lupe zu nehmen.

Um bei einer derartigen Länge die Übersicht zu behalten, haben sich die beiden Podcaster ein System einfallen lassen: SWP 34 ist insgesamt fünf größere Kapitel unterteilt und präsentiert sich bis auf den speziell gekennzeichnten fünften Bereich nahezu spoilerfrei. Wer sich zu den einzelnen Punkten entlanghangeln möchte, möge sich an unter aufgeführter Timeline orientieren.

 

Premieren

Ganz nebenbei feiern wir mit der 34. Folge auch noch zwei Premieren: Zum einen feiern wir mit Patrick / Major Panno einen weiteren Podcaster-Zugang (und hoffen auf weitere Auftritte!). Zum anderen ist das schier Unmögliche passiert: Zum ersten Mal in der langjährigen Geschichte des SWP ist der gute Alex / Sothi kein Mitglied des Casts.

Keine Angst: Es liegt nicht daran, dass der mit den Millionen-Einnahmen des Spielwiese Podcasts zur Ruhe gesetzt hat (obwohl er es zweifellos könnte!). Nein, die Erklärung ist simpler: ALEX hat ELEX (nicht schlecht, oder?!) nicht gespielt und wollte mit seinen unqualifizierten Bemerkungen dem Experten nicht im Wege stehen 😉

 

Quellen / Links:

TIMELINE:

00:00:29 Neu im SWP: Patrick / Major Panno (Vorstellung)
00:01:52 Elex-Spielzeit: Wer ist wie weit gekommen?
00:06:25 Kategorie 1: Piranha Bytes, Gothic, Risen
00:46:03 Kategorie 2: Vorgeschichte, Lore, Spielwelt
00:52:25 Wir schweifen ab: Skillsystem / Moralsystem
01:27:36 Kategorie: 3 Technik, Steuerung, Kampfsystem, Questdesign
02:38:13 Kategorie 4: Wertungsspiegel
03:00:10 Kategorie 5: Spoilerteil (Questbeispiele)
03:44:30 MEGA-SPOILER [!!!]

Der Spielwiese Podcast erscheint im zweiwöchigen Rhythmus – auch wenn zweiwöchig bei uns ein arg dehnbarer Begriff ist. Geschwafelt wird selbstredend und hauptsächlich über spielebezogene Dinge, dabei stets mit einem Grundthema vor Augen. Dass wir davon fast immer abschweifen, gehört zum (ungeplanten) Konzept dieser Sendung.

Echtzeitstrategiespiele – Die Erben des Wüstenplaneten

Es gibt Genres, die hatten ihre Zeit. Unheimlich populär bei Release mit einigen guten Jahren danach, unheimlich unattraktiv, als der Hype vorbei ging.

Ein Genre, dem dieses Etikett vielleicht auf besonders tragische Weise anheftet, ist die klassische Echtzeitstrategie. Also das, was ehemals mit dem altehrwürdigen westwoodschen Dune 2 begründet wurde. Dieser Prototyp, der szenariotechnisch auf Frank Herberts “Der Wüstenplanet” fußte, bot bereits alle Komponenten, die spätere und kommerziell erfolgreichere Titel wie Command&Conquer, Warcraft oder Age of Empires so populär machten.

Diese Spiele waren Megaseller, begründeten ganze Franchises, sind Teil der Popkultur. Und waren Steigbügel für den Einstieg in völlig artfremde Genres, wie das höchst erfolgreiche World of Warcraft seit über einem Jahrzehnt mehr als eindrucksvoll beweist.

 

Das Siechtum der Echtzeitstrategie

Und doch: Mitte der 2000er siechte die Echtzeitstrategie langsam dem Ende entgegen. Aller großer Namen und eSport-Popularität zum Trotz haftete dem klassischen RTS über Nacht der Mief längst vergangener Zeiten an.

Zwar versuchte sich das Genre neu zu erfinden, versuchte vermeintlich nervig wirkende Kernkomponenten wie den Basenbau zu reduzieren, suchte sein Heil in Action-Adventure-artigem Missionsdesign oder in der Fokussierung auf Heldeneinheiten. Doch letztlich mündeten all diese Bemühungen in dem, was heutzutage die dominierende Echtzeistrategie ist: MOBAs.

 

A New Hope

Warum also versuchen drei ältere Herren (Flo, Benni, Alex) in diesem Podcast ein Pferd zu reiten, das bereits tot ist? Nun, es keimt etwas Hoffnung auf: Jüngst wurde mit Starcraft Remastered ein nett aufgebohrtes Remake zu einem der populärsten Echtzeitstrategiespiele überhaupt auf den Markt gebracht, was Microsoft scheinbar zu Anlass nahm, seiner nicht minder bekannten Age of Empires-Reihe ebenfalls eine Frischzellenkur zu verpassen. Doch es kommt noch besser: Während 2017 mit Dawn of War 3 ein großer Relic-Titel fortgeführt wurde, glüht in den Herzen aller RTS-Fans der Name Age of Empires 4 in gleißendem Licht. Man möge mir verzeihen, wenn ich sage: Darauf freue ich mich wirklich wie Sau.

 

Das Beste vom Besten

Grund genug für uns, ein für allemal festzulegen, welche Titel denn nun wirklich zu den besten Echtzeitstrategiespielen aller Zeiten gehören. Aus diesem Grund haben wir den Konflikt nicht gescheut und per Brainstorming eine höchst subjektive objektive Bestenliste zusammengestellt.

Hart erkämpft, präsentieren wir euch in diesem Podcast, der sinnigerweise Die besten Echtzeitstrategiespiele heißt, unsere RTS-Top Ten. Die Mischung ist bunt: Von Fantasy, über Historie, hin zu Science Fiction und berühmten Franchises ist alles dabei, was das Genre geboten hat.

Wir wünschen euch viel Spaß beim Hören und hoffen natürlich auf rege Beteiligung im Kommentarbereich, falls ihr die Bestenliste etwas anders sortiert hättet 😉

 

Gewinnspiel

Zur Feier des Tages verlosen wir 1x Planetary Annihilation (Steam-Key), den inoffiziellen Nachfolger zu unserem 5. Platz. Mitmachen kann jeder, der bis inklusive 14.09.17 unter diesem Artikel oder unter das dazugehörige YouTube-Video einen Kommentar verfasst.

Viel Glück!

Quellen / Links:

TIMELINE:

00:01:58 Tribut an Dune 2
00:06:13 RTS-Konventionen
00:09:21 Platz 10: [Stronghold]
00:34:38 Platz 09: [Sins of a Solar Empire]
00:48:33 Platz 08: [Homeworld] Lesbarkeit Verbesserungsbedarf
01:07:11 Platz 07: [Company of Heroes]
01:33:36 Platz 06: [Dawn of War]
01:59:02 Platz 05: [Supreme Commander]
02:14:33 Gewinnspiel
02:17:47 Platz 04: [Command&Conquer]
02:42:13 Platz 03: [Age of Empires]
03:16:28 Platz 02: [Warcraft 2]
03:37:26 Platz 01: [Starcraft]

Der Spielwiese Podcast erscheint im zweiwöchigen Rhythmus – auch wenn zweiwöchig bei uns ein arg dehnbarer Begriff ist. Geschwafelt wird selbstredend und hauptsächlich über spielebezogene Dinge, dabei stets mit einem Grundthema vor Augen. Dass wir davon fast immer abschweifen, gehört zum (ungeplanten) Konzept dieser Sendung.

Es ist wieder angerichtet: Gemischtes Gameüse VI

Wir hatten was zu besprechen: Flo und Alex bringen in der sechsten Gameüse-Episode jede Menge Themen auf’s Tablett — etwa Flo’s Eindrücke von der Quake Champions Beta (inklusive seiner Ode an das große Overwatch), seinem Shovel Knight-Ausflug via Nintendo Switch oder die Erkenntnisse, dass Spiele wie Cities: Skyline auch auf Konsole sehr gut umgesetzt sein können.

Außerdem erklärt er, warum Zelda: Breath of the Wild zwar ein gutes, aber kein Jahrhundertspiel ist, wie es ein Großteil der gängigen Reviews propagieren.

Alex hingegen thematisierte abermals seine Erfahrungen mit dem 4x-Knaller Endless Space 2, das mittlerweile aus dem Early Access entkommen ist und ihn mal zur Verzweiflung und mal zum Entzücken gebracht hat. Außerdem bringt er mit Dead Cells quasi ein Gegenentwurf zu Shovel Knight in Stellung — das optisch deutlich schönere Gegenstück, möchte man an dieser Stelle unterschwellig hinzufügen.

Völlig im Einklang sind die beiden übrigens auch bei Mario Kart 8 Deluxe: Während Alex’ noch von der Switch-Version schwärmt, löst Flo bereits den Bestellvorgang aus. Im darauffolgenden Online-Match (nicht mehr Bestandteil dieser Podcasts 😉 ) musste sich einer der beiden dann deutlich geschlagen geben — wir verraten aber an dieser Stelle nicht, wer das war.

 

Alles neu macht der Juni

Ein kleine Neuerung findet in der letzten halben Stunde des Podcasts: Dort berichten wir nämlich über (aktuelle) Serien, die wir uns grade zu Gemüte führen: Flo ist derzeit hellauf von Shameless begeistert, während Alex über die Qualitäten von Silicon Valley referiert — nur um dann klar zu stellen: Das war gar nicht die Serie, über ich eigentlich reden wollte. Welche er dann tatsächlich kritisch in die Mangel genommen hat, das müsst ihr durch Reinhören selbst herausfinden (oder einfach in die Tags spitzen).

QUELLEN/LINKS:

TIMELINE:

00:00:13 Einleitung und Vorstellung
00:02:16 Zelda: Breath Of The Wild (Switch)
00:25:00 Endless Space 2 (PC)
00:38:20 Shovel Knight (Switch)
00:49:40 Dead Cells (PC)
00:58:20 Quake Champions (PC)
01:12:25 Mario Kart 8 Deluxe (Switch)
01:25:25 Cities Skylines (Xbox One)
01:37:30 Serienbesprechung

Der Spielwiese Podcast erscheint im zweiwöchigen Rhythmus – auch wenn zweiwöchig bei uns ein arg dehnbarer Begriff ist. Geschwafelt wird selbstredend und hauptsächlich über spielebezogene Dinge, dabei stets mit einem Grundthema vor Augen. Dass wir davon fast immer abschweifen, gehört zum (ungeplanten) Konzept dieser Sendung.

Battle Brothers — ein XCOM im Mittelalter?

Darf man den Overhype Studios glauben, so ist die ursprüngliche Idee zu Battle Brothers aus der reinen Not geboren. Als große Fans der XCOM-Reihe wünschten sich die Taaks-Brüder unheimlich gerne ein XCOM im Mittelalter — und mussten enttäuscht feststellen: Da gibt es nichts. Also machten sie das, was man als ambionierte Spieler eben so macht: Ein eigenes Konzept entwickeln, Firma gründen, Grafiken entwerfen, die Idee in Programmcode umsetzen. Herausgekommen ist das Söldner-Epos Battle Brothers, das zum überaus gut umgesetzen Taktikteil einen wunderbar motivierenden Rollen- und Strategiepart spendiert bekommen hat, der in großen Teilen an die wunderbare Indie-Perle Mount&Blade erinnert.

Da Battle Brothers nicht nur bei der Steam-Spielerschaft mit aktuell 92% bei über 2300 Reviews, sondern auch bei Benni und Alex einen sehr guten Anklang gefunden hat, war es an der Zeit, diesem Ausnahmetitel die große Bühne in unserem weltberühmten Spielwiese Podcast zu bereiten. In den folgenden Minuten werden wir euch deshalb im Detail darüber aufklären, wie die Spielmechaniken funktionieren und was den besonderen Reiz der Battle Brothers ausmacht.

 

Auf zu neuen Ufern: Das Entwickler-Interview

Premiere im SWP: Erstmalig haben wir uns ein Herz gefasst und die Entwickler zum Interview geladen. Jan Taaks, seines Zeichens verantwortlich für den Business- und Marketingbereich, beantwortete uns eine ganze Menge Fragen und erzählte dabei ein wenig aus dem Nähkästchen. Wer hätte etwa gedacht, dass im Spiel ursprünglich ein abgestürztes Ufo in einer mittelalterlichen Welt als Grundthema dinenen sollte? Weitere Themen wie die überaus positive Kundenresonanz, Designentscheidungen zum Spiel, die Firmengründung der Overhype Studios, die Bürosituation des kleinen Indie-Studios oder die weitere Zukunftsplanung finden sich in dem rund 50 Minutenlangen Interview auch wieder. Nebenbei gibt Jan dabei sehr hilfreiche Tipps für andere Entwickler.

Der Podcast unterteilt sich in drei Abschnitte. Im ersten Abschnitt reden Benni und ich über Battle Brothers im Detail, danach folgt das Interview. Und im Nachgang ziehen wir beide noch ein kleines Resüme. Die entsprechenden Timecodes findet ihr in der Timeline.

Quellen / Links:

TIMELINE:

00:02:48  Einstieg ins Thema Battle Brothers
01:25:00 Interview mit Jan Taaks (Overhype Studios)
02:17:27 Letzte Gedanken zum Spiel und Interview

Der Spielwiese Podcast erscheint im zweiwöchigen Rhythmus – auch wenn zweiwöchig bei uns ein arg dehnbarer Begriff ist. Geschwafelt wird selbstredend und hauptsächlich über spielebezogene Dinge, dabei stets mit einem Grundthema vor Augen. Dass wir davon fast immer abschweifen

Thimbleweed Park — die Rückkehr des Lucasarts-Adventure?

Wer denkt nicht gerne an sie zurück: Maniac Mansion, Zak McKracken, Monkey Island, Indiana Jones — die goldenen Jahre der Lucasfilm Games-Adventures (später Lucasarts) treiben so manchem Freund der rätselintensiven Point&Click-Ära, insbesondere in den deutschen Gefilden, die Tränen der Nostalgie in die Augen. Und auch wenn es mit Daedalic & Co. einige namhafte Entwickler gibt, die wirklich gute Adventures produzieren: Der Charme der Originale bleibt oft unerreicht.

Erfreulich war also der Tag, an dem Lucasarts-Urgestein Ron Gilbert Ende 2014 eine Kickstarter-Kampagne zu einem Spiel namens Thimbleweed Park ins Leben rief — einem Adventure, das schon auf den ersten Blick der legitime Erbe von Maniac Mansion zu sein schien.

 

Haben sie es noch drauf?

600 000 Dollar an Einnahmen und einige Entwicklungsjahre später dürfen sich die Fans nun am Ergebnis für einen Obolus von grade mal 20 Euro erfreuen und klar stellen wir uns nun die Frage: Haben der Ron (Gilbert), der Davix (Fox) und der Mark (Ferrari) es noch drauf? Hat Thimbleweed Park das Zeug zu einem echten Klassiker oder haben wir es hier eher mit einem lauen Aufguss zu tun, der sich mit dem Zitieren von Referenzen über Wasser hält.

All das und noch viel mehr versuchen wir in Spielwiese Podcast #30 zu erötern. Dafür habe ich mir in der Jubiläumsausgabe tatkräftige Unterstützung von Zak McKracken-Fanboy Flo ins Haus geholt — der, wie ich im Podcast erfahren habe, nicht nur gebacken hat, sondern mehrere Versionen des Spiels sein Eigen nennt und auch im TWP-Telefonbuch samt Sprachsample zu finden ist — und allein dafür könnte sich der Kauf schon lohnen!

Hinweis/Nachtrag: Während des Podcasts ist dann doch noch eine Sache unter den Tisch gefallen, auf die wir unbedingt hinweisen möchten: Zu Anfang lässt uns das Spiel die Wahl zwischen einem leichten und einem normalen Modus. Der leichte Modus lässt allerdings eine Menge (wichtiger) Rätsel vermissen, die den eigentlichen Spielspaß ausmachen. Wir halten den einfachen Modus deshalb für Käse und raten davon ab, diesen zu wählen.

Quellen / Links:

Der Spielwiese Podcast erscheint im zweiwöchigen Rhythmus – auch wenn zweiwöchig bei uns ein arg dehnbarer Begriff ist. Geschwafelt wird selbstredend und hauptsächlich über spielebezogene Dinge, dabei stets mit einem Grundthema vor Augen. Dass wir davon fast immer abschweifen

Es ist noch gar nicht so lange her, da philosophierten wir in illustrer Runde über das Nintendo Switch und PSVR — damals war vieles noch graue Theorie und die Praxis lag in weiter Ferne. Doch die Zeit schreitet vorran und das hat nicht immer Nachteile: Mittlerweile ist Kai stolzer Besitzer einer dieser auf freier Wildbahn rar gesäten Nintendo Switches, während Alex einige Hundert Euro in die Hand nahm, um sich mit Sonys PSVR samt Kamera und Resident Evil 7 zu versorgen. Wir gingen also in den Praxistest.

Switch und PSVR: Quälende Fragen…

Die Erkenntnisse und Erfahrungen, die die beiden SWP-Altveteranen (“alt” darf man hier durchaus wörtlich nehmen) dabei für sich zu Tage gefördert haben, könnten verschiedener nicht sein.

Wir gehen in Folge #29 also solch’ quälenden Fragen nach wie: Wie tragbar ist Nintendos Preispolitik? Hat Kais Display bereits erste Kratzer? Welche Bluetooth-Geräte stören die Joycons? Wie gut ist das neue Zelda denn nun wirklich? Und vor allem: Musste sich Alex beim Resident Evil-spielen bereits der Motion Sickness (oder wahlweise dem Wahnsinn) ergeben?

…und die Antworten

All das und so vieles mehr beantworten wir in rund 80 Minuten mit unserer gewohnt kompetent-lässigen Podcast-Attitude. Und wer jetzt denkt, dass der Schreiber dieser Zeilen sich vielleicht darüber freut, mal wieder mit seinem Ur-Co-Moderator Kai podcasten zu können, mag vielleicht recht haben. Aus rein nostalgischen Gründen haben wir sogar Kais Vogelgezwitscher nicht herausgeschnitten — soviel Authenzität muss einfach sein.

Quellen / Links:

TIMELINE:

00:01:45 Nintendo Switch (Kai)
00:47:26 Playstation VR (Alex)

 

Der Spielwiese Podcast erscheint im zweiwöchigen Rhythmus – auch wenn zweiwöchig bei uns ein arg dehnbarer Begriff ist. Geschwafelt wird selbstredend und hauptsächlich über spielebezogene Dinge, dabei stets mit einem Grundthema vor Augen. Dass wir davon fast immer abschweifen

CRPG History
Stay a while and listen

Trete ein Fremder und sei herzlich willkommen zur SWP-Subserie CRPG-History — dem vermutlich einzigen Podcast im deutschsprachigen Raum, der sich zum Ziel gesetzt hat, sämtliche Rollenspiele ab 1979 in einem Audioformat ausgiebig vorzustellen und zu diskutieren.

Wir befinden uns mit Folge 3 (oder auch SWP #28) im Jahre 1988, dem Jahr, in dem vermutlich das so genannte goldene Zeitalter der Computerrollenspiele begann. Bitte nicht wundern: Wir experimentieren noch mit den Jahreszahlen: Waren es Folge 1 noch sechs Jahre, die der Podcast umfasste, reduzierten wir für die zweite Episode schon auf einen Zeitraum von nur zwei Jahren — nur um zu merken, dass dies ebenfalls zu umfangreich war. Nun also 1-Jahresabschnitte, in der Hoffnung, bei dieser Zeitspanne bleiben zu können.

Folge 3: Das erwartet euch im CRPG-Jahr 1988

Ende der 80er Jahre gehören Computerrollenspiele zu den beliebtesten Genres und so verwundert es kaum, dass neue Szenarien und Serien wie Pilze aus dem Boden sprießen.

Goldbox-Start und postnukleare Ödnis

Allen voran die sagenumwobenen Goldbox-Spiele der einstmaligen Strategieschmiede SSI, die 1988 mit Pool of Radiance ihren Anfang nehmen. Einstmalig deshalb, weil sich SSI nicht erst mit TSR-Lizenz darauf spezialisiert hat, Rollenspiele zu produzieren. Folgerichtig begrüßen wir mit Demon’s Winter einen weiteres bemerkenswerten Titel des gleichen Jahrgangs, der sich im Podcast als eine Art Geheimtipp seinen Platz erkämpft hat.

Gleichsam neu und unverbraucht kommt Interplays Wasteland daher. Ein Mix aus Ultima, Bard’s Tale und einer Prise Innovation platziert in einer postnuklearen Welt. Wasteland besticht durch sein außergewöhnliches Skillsystem und gilt als Urvater der späteren Fallout-Serie, die mittlerweile auf Millionen von verkauften Exemplaren zurückblicken kann.

Rückkehr der Major Player

1988 ist aber auch das Jahr großer Serien: So nimmt Urgroßvater Wizardry Anlauf auf seine fünfte Kerkerexpedition. Und auch wenn Sir-Tech verspricht, dass die Serie völlig neue Ufer betritt und mit David W. Bradley erstmal der Entwickler im Boot sitzt, der Wizardry in neue Ära führen wird, ist Heart of the Maelstrom so anachronistisch veranlagt, dass wir kaum glauben mögen, dass zwischen Teil 1 und Teil 5 bereits sieben Jahre vergangen sein sollen.

Besser macht es da schon Might and Magic 2: Gates to Another World. New World Computing verbessert den Vorgänger an den richtigen Punkten und führt nebenbei einen nahtlos wechselbaren Schwierigkeitsgrad, sowie die beste Automap der damaligen Zeit ein. Damit wird der Titel zwar zu keinem anderen, aber zu einem deutlich besseren Rollenspiel.

Gleiches möchte man vielleicht auch von The Bard’s Tale 3: The Thief of Fate sagen. Interplays Stiefkind entsteht allerdings mit dermaßen wenig Personal, dass es nicht für viel mehr reicht als eine Art Bard’s Tale Deluxe — mehr von allem, nur spielerisch stagniert die Reihe gewaltig. Von Ultima 5 sagte Lord British (sinnesgemäß) hingegen einst, dass es spielerisch das bessere Ultima 4 sei. Ob dem so ist, werden wir klären.

Natürlich umfasst 1988 weit mehr als nur die sieben RPGs, die wir für unseren Podcast ausgewählt haben, doch wir denken, die wichtigsten Titel im Portfolio zu haben.

Beginnen wollen wir allerdings mit einem neuem Feature: Benni und ich werden ab jetzt jeweils unser Rollenspiel des Podcasts wählen — was im Prinzip gleichbedeutend mit unserem Rollenspiel des Jahres ist. Gewählt wird unabhängig voneinander und mutmaßlich auch mit unterschiedlichen Ergebnis. Da uns diese grandiose Idee leider erst jetzt eingefallen ist, benennen wir unsere Titel ausnahmsweise auch rückwirkend für die Episoden 1 und 2.

Nicht nur für’s Ohr

Bei uns gibt’s übrigens nicht nur was aufs Ohr: Begleitend zu unseren Hauptprodukt, dem Podcast, möchten wir euch einen Mehrwert in unterschiedlichen Formen bieten. So veröffentlichen wir parallel zu dieser Folge auf verschiedenen Plattformen Artikel und Videos zu den besprochenen Spielen: Die Artikel finden sich im Blog, die Videos auf dem YouTube-Kanal. An vielen Stellen werden wir diese Medien untereinander verlinken. Getaggt sind sowohl Texte, als auch Videos unter dem Begriff CRPG-Archiv. Im Zuge dessen findet sich auch die Rollenspiel-Shortlist des Podcasts wieder: Nämlich in Artikelform.

Ganz exklusiv, also nur für die Episoden der Rollenspiel-Historie, wird übrigens der obligatorische YouTube-Audiostream aufwändig mit bewegten Bildern hinterlegt. Das Ergebnis findet ihr am Ende dieses Postings.

Ihr seht, wir haben wirklich sehr viel Aufwand für den Podcast betrieben, der weit über die reine Aufnahme hinaus geht und hoffen natürlich, damit euren Nerv getroffen zu haben. Und nun viel Spaß mit dem Resultat.

QUELLEN/LINKS:

TIMELINE:

00:00:59 Vorstellung des heutigen Themas
00:03:53 Unsere Konventionen zum CRPG-Podcast
00:10:57 Das neue Podcast-Feature: CRPG des Podcasts/Jahrgangs
00:25:55 Pool of Radiance (Artikel | Video (dt.) | Video (engl.)
01:14:04 Shard of Spring / Demon’s Winter
01:28:45 Might and Magic 2: Gates to Another World (Artikel | Video)
01:56:42 Wasteland (Artikel | Video)
02:33:33 Wizardry 5: Heart of the Maelstrom
02:47:53 Wir reden über… Jo Hesse
02:50:06 The Bard’s Tale 3: The Thief of Fate (Artikel | Video)
03:09:53 Ultima 5 (Artikel | Video (crpg-archiv) | Video (Benni)
03:46:15 CRPG des Jahres 1988
03:39:51 Verabschiedung
03:47:33 Outtake

 

Podcast als Videostream unterlegt mit bewegten Bildern:

Conan Exiles — ein Name, der klingt! Nach Age of Conan versuchen sich die MMO-Experten Funcom an einem weiteren Titel aus dem Conan-Franchise und landen bei dem unvermeidlichen Genre der Survival/Sandbox/Crafting-Games. Dabei erinnert das Spiel in der Grafik und seiner ganzen Spielmechanik unheimlich an ARK – Survival Evolved — nur eben im Conan Szenario.

Letzteres ist übrigens auch die größte Stärke des Spiels: Conan Exiles ist brachial, brutal, morbid und wunderschön zugleich — unterstrichen wird das Ganze durch die wirklich gelungene Musikuntermalung, die zum Teil an bekannte Themen von Basil Poledouris (Conan der Barbar) erinnert. Conan Exiles befindet sich noch im frühen Early Access-Stadium und soll erst in einem Jahr releasefertig sein.

 

Aktuelle Nummer 1 auf Steam

Dennoch gilt es derzeit als DER Steam-Hit mit aktuell 50 000 aktiven Spielern gleichzeitig und Platz 1 in den Steam-Verkaufscharts. Grund genug für Benni und Alex, sich des Themas in aller epischer Breite anzunehmen. Benni, der seinem Clan Croms Chicks auf einem offiziellen PvP-Blitz-Server unterwegs ist, kommt auf mittlerweile 26 Spielstunden. Alex bringt es durch die Arbeiten an seinem fulminanten Conan Exiles Survival Guides auf satte 30 Stunden im Soloplay. Zusammen genommen also über 50 Stunden reinste Conan Exiles-Kompentenz, die wir ausgiebig einsetzen, um im Podcast jeden noch so kleinen Aspekt zu beleuchten, zu bewerten und natürlich um vom Conan-Franchise zu schwärmen. Denn Benni und Alex sind, so kann man der Aufnahme entnehmen, beide große Fans der Conan-Reihe mit Arnold Schwarzenegger.

Hinweis: Dieser Podcast wurde sehr zeitnah aufgenommen und veröffentlicht, aber Funcom patcht das Spiel derzeit wie ein wildgewordener Set-Anhänger. Deshalb scheint es Stand jetzt so zu sein, dass Funcom mittlerweile einen Provider zum Hosten der offiziellen Server an Land gezogen hat. Außerdem ändern die Patches, die teilweise bis zu zwei Mal am Tag kommen, die Spielmechanik ganz erheblich.

Quellen / Links:

Der Spielwiese Podcast erscheint im zweiwöchigen Rhythmus – auch wenn zweiwöchig bei uns ein arg dehnbarer Begriff ist. Geschwafelt wird selbstredend und hauptsächlich über spielebezogene Dinge, dabei stets mit einem Grundthema vor Augen. Dass wir davon fast immer abschweifen, gehört zum (ungeplanten) Konzept dieser Sendung.

Es ist noch gar nicht so lange her, da philosophierten wir in SWP #22 unter anderem über die Frage, wohin Nintendos Weg im hart umkämpften Konsolenmarkt führt. Seit Oktober letzten Jahres und spätestens seit dem 13. Januar 2017 wissen wir: Die neue Konsole aus dem Hause Big N wird auf den gefälligen Namen Switch hören, ein Hybrid aus stationärem Gerät, Tablet und Handheld sein und nahezu weltweit am 03. März in den Händlerregalen stehen. Nintendo selbst bezeichnet das Gerät selbstbewusst als einen Mix aus dem Besten aller vorangegangen Konsolen und strebt damit ein hehres Ziel an: Die beste Nintendo-Konsole ever zu entwickeln.

In gut 160 Minuten beleuchten Benni (aka Vampiro), Ralf (aka DarkVamp76), Marius (aka Zakoholic) und Alex (aka Sothi) alle Informationen, die wir über das Thema Switch zusammentragen konnten. Dabei werden sowohl die Möglichkeiten der Konsole, die bislang bekannten Hardware-Innereien, aber vor allem das Spiele-Lineup beleuchtet.

Harte Fankritik

Dass ausgerechnet Nintendo trotz aller Innovation mit harscher Kritik seitens der Spielerschaft leben muss, ist vor allem zwei Dingen geschuldet: Der Preis für Konsole und Zubehör erscheint im Vergleich zu Konkurrenz überteuert und die Spieleauswahl macht, insbesondere zum März-Start, einen eher dünnen Eindruck.

Ob diese kritischen Stimmen gerechtfertigt sind und ob wir selbst auf der Liste der potentiellen Switch-Käufer stehen, all das wird im Podcast teils kontrovers diskutiert. Fun Fact am Rande: Da Alex als einziger Teilnehmer keine WiiU besitzt und auch sonst vergessen hat, seine rosarote Fanboy-Brille aufzuziehen, gibt es an der einen oder anderen Stelle nicht die obligatorischen Nintendo-Lobgesänge… 🙂

Quellen / Links:

Der Spielwiese Podcast erscheint im zweiwöchigen Rhythmus – auch wenn zweiwöchig bei uns ein arg dehnbarer Begriff ist. Geschwafelt wird selbstredend und hauptsächlich über spielebezogene Dinge, dabei stets mit einem Grundthema vor Augen. Dass wir davon fast immer abschweifen, gehört zum (ungeplanten) Konzept dieser Sendung.