Echtzeitstrategiespiele – Die Erben des Wüstenplaneten

Es gibt Genres, die hatten ihre Zeit. Unheimlich populär bei Release mit einigen guten Jahren danach, unheimlich unattraktiv, als der Hype vorbei ging.

Ein Genre, dem dieses Etikett vielleicht auf besonders tragische Weise anheftet, ist die klassische Echtzeitstrategie. Also das, was ehemals mit dem altehrwürdigen westwoodschen Dune 2 begründet wurde. Dieser Prototyp, der szenariotechnisch auf Frank Herberts “Der Wüstenplanet” fußte, bot bereits alle Komponenten, die spätere und kommerziell erfolgreichere Titel wie Command&Conquer, Warcraft oder Age of Empires so populär machten.

Diese Spiele waren Megaseller, begründeten ganze Franchises, sind Teil der Popkultur. Und waren Steigbügel für den Einstieg in völlig artfremde Genres, wie das höchst erfolgreiche World of Warcraft seit über einem Jahrzehnt mehr als eindrucksvoll beweist.

 

Das Siechtum der Echtzeitstrategie

Und doch: Mitte der 2000er siechte die Echtzeitstrategie langsam dem Ende entgegen. Aller großer Namen und eSport-Popularität zum Trotz haftete dem klassischen RTS über Nacht der Mief längst vergangener Zeiten an.

Zwar versuchte sich das Genre neu zu erfinden, versuchte vermeintlich nervig wirkende Kernkomponenten wie den Basenbau zu reduzieren, suchte sein Heil in Action-Adventure-artigem Missionsdesign oder in der Fokussierung auf Heldeneinheiten. Doch letztlich mündeten all diese Bemühungen in dem, was heutzutage die dominierende Echtzeistrategie ist: MOBAs.

 

A New Hope

Warum also versuchen drei ältere Herren (Flo, Benni, Alex) in diesem Podcast ein Pferd zu reiten, das bereits tot ist? Nun, es keimt etwas Hoffnung auf: Jüngst wurde mit Starcraft Remastered ein nett aufgebohrtes Remake zu einem der populärsten Echtzeitstrategiespiele überhaupt auf den Markt gebracht, was Microsoft scheinbar zu Anlass nahm, seiner nicht minder bekannten Age of Empires-Reihe ebenfalls eine Frischzellenkur zu verpassen. Doch es kommt noch besser: Während 2017 mit Dawn of War 3 ein großer Relic-Titel fortgeführt wurde, glüht in den Herzen aller RTS-Fans der Name Age of Empires 4 in gleißendem Licht. Man möge mir verzeihen, wenn ich sage: Darauf freue ich mich wirklich wie Sau.

 

Das Beste vom Besten

Grund genug für uns, ein für allemal festzulegen, welche Titel denn nun wirklich zu den besten Echtzeitstrategiespielen aller Zeiten gehören. Aus diesem Grund haben wir den Konflikt nicht gescheut und per Brainstorming eine höchst subjektive objektive Bestenliste zusammengestellt.

Hart erkämpft, präsentieren wir euch in diesem Podcast, der sinnigerweise Die besten Echtzeitstrategiespiele heißt, unsere RTS-Top Ten. Die Mischung ist bunt: Von Fantasy, über Historie, hin zu Science Fiction und berühmten Franchises ist alles dabei, was das Genre geboten hat.

Wir wünschen euch viel Spaß beim Hören und hoffen natürlich auf rege Beteiligung im Kommentarbereich, falls ihr die Bestenliste etwas anders sortiert hättet 😉

 

Gewinnspiel

Zur Feier des Tages verlosen wir 1x Planetary Annihilation (Steam-Key), den inoffiziellen Nachfolger zu unserem 5. Platz. Mitmachen kann jeder, der bis inklusive 14.09.17 unter diesem Artikel oder unter das dazugehörige YouTube-Video einen Kommentar verfasst.

Viel Glück!

Quellen / Links:

TIMELINE:

00:01:58 Tribut an Dune 2
00:06:13 RTS-Konventionen
00:09:21 Platz 10: [Stronghold]
00:34:38 Platz 09: [Sins of a Solar Empire]
00:48:33 Platz 08: [Homeworld] Lesbarkeit Verbesserungsbedarf
01:07:11 Platz 07: [Company of Heroes]
01:33:36 Platz 06: [Dawn of War]
01:59:02 Platz 05: [Supreme Commander]
02:14:33 Gewinnspiel
02:17:47 Platz 04: [Command&Conquer]
02:42:13 Platz 03: [Age of Empires]
03:16:28 Platz 02: [Warcraft 2]
03:37:26 Platz 01: [Starcraft]

Der Spielwiese Podcast erscheint im zweiwöchigen Rhythmus – auch wenn zweiwöchig bei uns ein arg dehnbarer Begriff ist. Geschwafelt wird selbstredend und hauptsächlich über spielebezogene Dinge, dabei stets mit einem Grundthema vor Augen. Dass wir davon fast immer abschweifen, gehört zum (ungeplanten) Konzept dieser Sendung.

Blizzard Entertainment – es ist gar nicht so lange her, da brauchten die Kalifornier nur einen Hauch einer Spieleankündigung zu machen, um das Internet Kopf stehen zu lassen. Niemals hätte jemand vermutet, dass diese nahezu perfekte Studio überhaupt in die Verlegenheit kommen würde, für die Qualität eines Spiels kritisiert zu werden.

Doch nachdem mit Diablo 3 nicht der ganz große Wurf gelungen ist, Starcraft 2 nicht mehr ganz so fesselt wie einst der große Vorgänger, das groß angekündigte Titan nach etlichen Jahren Entwicklungszeit wieder bei 0 beginnt und nicht zuletzt die Abo-Zahlen des großen World of Warcraft einzubrechen drohen, liegt scheinbar ein Schatten über den einst so unangreifbaren Spieledesignern.

In unserem 12. Spielwiese Podcast mit dem schönen Titel Blizzard Entertainment wollen wir einmal über Blizzards Ursprünge, über deren große Hits und über den aktuellen Zustand des vielleicht (immer noch) besten Spielestudios der Welt reden. Und einfach mal einen kleinen Ausblick in die Zukunft geben – zumindest so, wie sie sich unserer bescheidenen Meinung nach derzeit darstellt. Herausgekommen ist dabei ein knapp 2 1/2 stündiger Podcast, der von unserem Gast Daniel unterstützt wird. Enjoy!

Nun denn, viel Spaß und bitte fleißig kommentieren!

Der Spielwiese Podcast erscheint im zweiwöchigen Rhythmus – auch wenn zweiwöchig ein bei uns arg dehnbarer Begriff ist. Geschwafelt wird selbstredend und hauptsächlich über Spiele, dabei stets mit einem Grundthema vor Augen. Dass wir davon fast immer abschweifen, gehört zum (ungeplanten) Konzept dieser Sendung. Ebenfalls Teil des Konzepts sind Gastauftritte befreundeter Mitspieler.