Transkript zu Weihnachtsspezial 2025: Der Podcast – Teil 2

Hinweis: Das Transkript wurde gänzlich maschinell erstellt und befindet sich derzeit in einer BETA-Fassung. Wir bitten daher inhaltliche Fehler zu entschuldigen. Nähere Informationen zu diesem Thema findet ihr ihm entsprechenden Blogpost.

[Alex]
Servus, Grüezi und hallo und herzlich willkommen zum Weihnachtsspezial 2025, dem zweiten Teil, heute am ersten Weihnachtsfeiertag. Und da ich auch hier nicht alleine durchziehen möchte, habe ich wieder Verstärkung dabei, nämlich die von gestern. Einmal den Kai, hallo Kai.

[Kai]
Hallo.

[Alex]
Und einmal den Patrick, hallo Patrick.

[Patrick]
Hallo.

[Alex]
Und wie im ersten Teil gestern angekündigt, geht es heute um die Plätze 3, 2, 1. Und wir beginnen natürlich unten mit unserem dritten Platz und da gebe ich das Wort wieder an den Kai. Kai, was ist dein dritter Platz dieses Jahr?

[Kai]
Ich finde, wir sollten immer Sachen nennen, die man beim letzten Mal schon genannt hat. Bei mir auf Platz 3 ist Monster Hunter Wilds. Das dieses Jahr im April erschienene Spiel macht alles mindestens genauso gut und teilweise auch besser.

Wie zum Beispiel die Story ist deutlich besser als Monster Hunter Wilds, was schon der grandiose Vorgänger war. Ich habe tatsächlich irgendwann aufgehört zu spielen, aber erst nach 50, 60 Stunden, weil der Content durch war. Tatsächlich, das ist mit Monster Hunter Wilds nicht passiert.

Jetzt hat Monster Hunter Wilds allerdings, ich habe es gestern schon gesagt, deutlich mehr Zeit, um da Content aufzubauen. Ich rechne auch damit, dass irgendwann noch ein Add-on erscheinen wird. Insofern, guter dritter Platz, abgesehen von technischen Schwierigkeiten, ein großartiges Spiel.

[Patrick]
Finde ich super, dass du das auch drin hast. Ich habe mich auch gewundert, warum es bei dir nicht kommt.

[Alex]
Also für die Leute, die es nicht ganz kapieren und die den Podcast gestern nicht gehört haben, das hatte gestern Patrick schon genannt. Dein Platz 5 oder 4, was war es?

[Patrick]
Mein Platz 5 und wir haben auch einen Podcast gemacht, wir beide über das Spiel. Im Mai, April, Mai war das, ne? Dieses Jahr.

[Alex]
Ja, genau. Insofern, ich hoffe Kai, es ist okay für dich, wenn wir dann weitergehen, weil wir haben ja eigentlich schon alles zu dem Spiel gesagt gehabt.

[Kai]
Mindestens gestern oder in dem Podcast, den ihr unbedingt nochmal anhören solltet. Okay.

[Alex]
Na gut, dann übergebe ich direkt an Patrick.

[Patrick]
Mich fällt ja an, da stehen noch zwei Dinge erwähnt. Erstens mal, ich habe mittlerweile einen neuen PC. Ich will jetzt aber nicht die Specs durchgehen, das würde den Rahmen sprengen.

Aber ich habe im Monster Hunter Podcast mich ja darüber geäußert, dass mein PC Monster Hunter Wilds nicht geschafft hat so richtig. Mittlerweile schafft er das aber sehr und ich bin auch happy mit dem neuen PC und habe dadurch auch wieder mehr Zeit am PC verbracht, logischerweise. Und eine Webseite möchte ich an der Stelle, also es ist keine Werbung, im Gegenteil.

Ich möchte die Webseite nur erwähnen, weil sie mir geholfen hat, so ein bisschen auch den Podcast hier vorzubereiten. Und das ist die Seite backlogged.com, können wir gerne vielleicht in die Show Notes setzen. Weil das ist eine sehr simple Webseite, bei der man einfach anticken kann, ob man ein Spiel schon gespielt hat, ob man es gerade spielt, ob man es irgendwann im Backlog spielen will, man kann auch Listen anlegen.

Man kann es vor allem auch so anlegen, dass man es selbst sieht, dass es nicht öffentlich sein muss. Und was ich mit dieser Webseite immer mache, sobald ich ein Spiel gezockt habe, logge ich mich ein und klicke einfach auf Blade und klicke dann das heutige Datum an. Oder, wenn ich es vergessen habe, ein Datum von vorherigen Tagen.

Und das hilft mir echt mal eine Übersicht zu machen, wann habe ich was gespielt, wie lange spiele ich es und wann kommt der Punkt, wo ich es nicht mehr weiterspiele. Weil wenn du in Steam oder so schaust, steht da nur dran, letzten gespielt am oder Spielzeit und so weiter. Es ist ganz schwer, gerade am Ende vom Jahr, wie wir jetzt sind, mal zu gucken, was habe ich denn eigentlich im März oder im April gespielt.

Und dafür ist so eine Webseite echt cool und das ist ein tolles Tool. Deswegen würde ich es an der Stelle auch euch empfehlen als Mid-Podcaster. Und da kriegt man mal mit, wann spiele ich viel, wann spiele ich wenig.

Ich habe dieses Jahr auch ganz viele Bücher gelesen. Also ich habe auch Phasen gehabt, wo ich gar nichts gespielt habe. Und das fand ich mal ganz interessant, mal einfach meinen Spielerhythmus zu tracken.

[Alex]
Das Tool benutze ich jetzt auch. Ich habe es tatsächlich die letzten zwei Tage ordentlich und fleißig eingetragen.

[Patrick]
Ja, ist auch cool. Also gerade diesen Journal, ich finde das echt … Es fühlt sich einfach gut an, wenn du sagst, heute habe ich es mal nicht gespielt.

War auch vielleicht mal besser so. Und die letzten drei Tage habe ich dieses Spiel gespielt und heute spiele ich mal was anderes. Weil ich habe jetzt vier Tage lang immer nur abends dieses Spiel gespielt.

Jetzt lass uns mal das nächste Spiel machen. Und bei Platz 3, vielleicht steige ich da auch gerade ein. Das Platz 3 ist so ein typisches Spiel, was bei Backlog fast jeden Tag drin war, seit es rausgekommen ist.

Und das Spiel ist noch sehr jung. Es kam vor ein paar Tagen erst raus. Und das ist Octopath Traveller Zero.

Ist eigentlich der dritte Teil von der Octopath Traveller-Reihe. Aber er hat eine spezielle Vorgeschichte. Der Teil ist ein Prequel.

Und er spielt quasi vor dem ersten Teil. Ist aber gleichzeitig ein Remake des mobilen Ablegers Octopath Traveller Champions of the Continent. Und die mobile Version war ein Gacha-Spiel.

Das heißt, es ist ein Free-to-Play-Spiel. Aber du hast quasi eine Art Roulette-Funktion, wenn du einen neuen NPC in deine Party bekommst. Und das kann ein guter oder ein schlechter NPC sein.

Oder ein seltener, nicht seltener. Sagen wir mal so. Du gibst quasi Ingame-Währungen aus oder natürlich externe Währungen, damit du möglichst tolle Charaktere kriegst.

Und es hat aber anscheinend eine sehr gute Story gehabt. Und deswegen haben sie dieses mobile Spiel nochmal komplett in ein Vollpreis-Spiel umgewandelt. Das eben diese ganzen Gacha-Mechaniken nicht mehr hat.

Und trotzdem, finde ich, ist es ein fairer Preis. Es kostet 50 Euro jetzt am WC. Also 10 Euro weniger als die beiden Vorgänger jeweils.

Es hat einen krassen Umfang, dieses Spiel. Also wer die Octopath Traveller-Spiele kennt, das ist so dieses HD-2D-Look, den ich wunderschön finde. Und immer wenn du einen Finisher machst oder im Story irgendwas passiert, dreht sich auch diese 2D-Optik um.

Und du merkst, es ist eigentlich komplett 3D-gerendert. Und das Besondere an dem Spiel ist, das ist ein Spiel, wo es um einen Charakter geht und eben nicht um acht. Obwohl das Spiel so heißt, also der Name ist hier irreführend.

Du hast einen Held, dessen am Anfang des Spiels sein Heimatdorf niedergebrannt wird von drei sehr skrupellosen Bösewichten. Und die Story ist zunächst mal, A, wir bauen das Dorf wieder auf und B, wir rechnen uns an diesen drei Leuten. Und zwar ziemlich krass.

Und dadurch reist du um die Welt, reist in diese drei Städte dieser drei Bösewichte und du hast in jeder Stadt eine Questline, die sehr umfangreich ist. Das ist so typisch japanisch. Wir hatten es ja gestern von japanischem Storytelling.

Du kriegst bei den Quests mal mit, wie die so böse geworden sind, die drei. Und dass sie durchaus ihre Gründe hatten dazu. Du lernst NPCs kennen, die mit denen verbandelt waren und jetzt sich von denen getrennt haben aus diversen Gründen.

Und nachdem aber diese Story um ist mit diesen drei Bösewichten, geht das Spiel eigentlich richtig los. Also nach 20 Stunden hast du deine drei Antagonisten bekämpft und dann kriegst du raus, nee, das ist Teil von einem großen Ganzen und darum geht’s jetzt. Und ich hab gelesen, das Spiel hat einen Umfang, also die Story von 100 Stunden und es gibt noch nebenher und andere viel Nebenquest-Kram zu tun.

Mir macht das echt sehr viel Spaß gerade. Ich spiel’s fast jeden Tag auf dem Steam Deck. Im Gegensatz zu den Vorgängern sind’s nicht vier Leute in der Party, sondern acht.

Und man hat vorne vier Leute in der Reihe stehen und vier Leute in der hinteren Reihe stehen und man kann quasi bei jedem Charakter mit RT hin und her switchen, welcher vorne steht. Das macht eine interessante Kampfkomplexität. Ich liebe das Spiel ja schon seit Teil 1 und ich hab da echt Spaß damit.

Das ist echt eine coole Sache.

[Alex]
Stimmt, dass das Spiel auf einer Mobilvariante von Octopath Traveler basiert?

[Patrick]
Genau, hab ich ja gerade erzählt. Champions of the Continent heißt die. Champions of the Continent, okay.

[Alex]
Aber das ist nicht eine 1-zu-1-Adaption, oder?

[Patrick]
Nein, überhaupt nicht. Die Story ist anscheinend die gleiche, es wurde aber gesagt, 30 bis 40 Prozent der Story wurde neu dazugebaut, um sie größer zu machen. Es gibt auch ein Video auf dem Square Enix YouTube-Kanal, wo der Entwickler mal erklärt, wir haben erst bei null wieder angefangen zu bauen dieses Spiel.

Ich hab das mobile Spiel nicht gespielt. Aber man merkt so ein paar Anleihen davon, weil du hast einen Held und du hast 25 NPCs, die du in deine Party nehmen kannst. Manche davon sind übrigens auch aus Teil 1.

Das ist auch spannend, weil du erlebst quasi Teile ihrer Story, bevor es in Teil 1 weitergeht. Das ist das einzige Manko, was ich im Spiel habe. Nicht diese mobile Sache.

Das merkst du eigentlich gar nicht beim Spielen. Wenn du nicht wüsstest, dass es das mobile Spiel gab, würdest du dir nicht auffallen. Aber alle NPCs, die du rekrutierst, die haben eine Quest von 20 Minuten, dann hast du sie in deiner Party und dann passiert mit denen nichts mehr.

Außer, dass sie in kleinen Zwischensätzen mal mit dir reden. Während im Octopath Traveler 1 und 2 hast du von allen Nachthelden eine große dramatische Story gespielt. Das hast du hier nicht.

Du hast nur deine Story und die Story von deinen beiden Begleitern, die du aus deinem Dorf noch kennst, die das Dorf überlebt haben mit dir.

[Alex]
Ich finde die Optik von dem Spiel hübsch. Tatsächlich, dieses 2D-HD, was du gerade genannt hast, das hat schon was. Ich habe immer ein bisschen Angst, weil es doch sehr niedlich aussieht, dass es in diese JRPG-Ecke geht mit Anime-Style und ähnlichem, was mir dann gar nicht so gefällt, vielleicht durch das Spiel aber auch unrecht.

[Patrick]
Du kannst es gerne anspielen. Es gibt eine Demo, die ist 3 Stunden spielbar. Du kannst dein Safegame übernehmen in das Kaufspiel, wenn du es kaufst.

Ja, es hat japanische Anleihen und diese niedliche Optik. Wer das jetzt hört und seinem Kind das zu Weihnachten schenken will, das Spiel ist ab 12, es hat Gründe. Die Story ist diesmal auch sehr brutal und düster.

Das ist echt krass. Im 2. Akt von den ersten 3 Bösewichten, was da passiert, das ist eigentlich schon ab 18 Film, sage ich mal.

Außer diese niedliche Anime-Optik, die da dabei ist oder diese Pixel-Optik. Aber da passieren Dinge. Das ist schon krass.

Das will ich nicht spoilern. Ein Spiel schafft es selten, dass ich bei so einer Pixel-Optik fassungslos auf dem Bildschirm sitze, weil ich nicht glauben kann, was da gerade passiert ist. Das hat das Spiel bei mir geschafft.

Das passiert bei mir selten.

[Alex]
Ich habe gerade mal auf Steam geschaut. Da gibt es tatsächlich eine Demo. Vielleicht schaue ich mir das mal an.

Irgendwie reizen tut es mich ja schon.

[Patrick]
Ich gebe nur den Tipp, wenn das Dorf zerstört, ist noch ein bisschen weiter. Der Anfang ist sehr geskriptet, wie du dir denken kannst. Am Anfang passieren ein paar Dinge, die passieren müssen.

Das ist ja immer bei den japanischen Spielen. Danach geht das Spiel quasi los. Du hast aber ein einziges Manko, diesen Dorfbau-Aspekt.

Du kannst das Dorf bauen, indem du auch Häuser baust. Das ist erstmal cool gemacht, aber diesen Dorfbau-Aspekt habe ich persönlich nicht gebraucht. Trotzdem, es gibt Leute, die finden sowas cool.

Du hast auch nicht so wirklich die Gewalt darüber. Du kannst quasi Wohnhäuser bauen und alle Leute, die du rekrutierst, kannst du da reinsetzen. Nicht nur deine NPCs aus der Party, sondern du triffst auch unterwegs Charaktere, die einfach sagen, soll ich in dein Dorf kommen?

Dann sagst du ja. Dann sind es keine Ahnung, die Farmer oder die Fischer oder die Schmiede. Das ist so ein kleiner Dorfbau-Aspekt.

Aber aus meiner Sicht hätten sie das weglassen können. Trotzdem, es gibt sicher Leute, die finden das mega cool. Und das bringt ja auch Boni.

Wenn du jetzt einen Schmied hast, kriegst du ständig Metall. Du kannst auch unterwegs auf dem Weg Items einsammeln, die dir im Dorf Vorteile bringen. Das ist auf jeden Fall eine coole Sache.

Ich würde auch sagen, das ist der Teil, der am ehesten als Einspieler geeignet ist. Bei den alten Spielen war es so, es gibt Fähigkeiten in den Dialogen. Zum Beispiel Sachen stehlen, Leute herausfordern.

Es gibt dann auch die Fähigkeit, dass man Leute rekrutiert und sie mitnimmt in der Party als zusätzliche Charaktere. Das wird genutzt, um sie irgendwo hinzuführen. Von Dorf 1 zu Dorf 2.

Dein Held kann aber alles von diesen Sachen. Du musst nicht ständig einen anderen Charakter in die Party werfen, nur weil du jetzt jemanden führen willst oder was klauen willst. Dein Charakter kann quasi alle Aktionen im Dorf machen.

Deswegen macht es das sehr einsteigerfreundlich und am leichten verständlichsten.

[Kai]
Ich möchte einen Gegenentwurf sagen. Chained Echoes, was ich vor zwei Jahren vorgestellt habe, hat dieses Jahr ein Atom bekommen. Ein DLC.

Großartiges Spiel. Unbedingt spielen.

[Patrick]
Will ich auch noch spielen, Kai. Ist auch ein deutscher Entwickler.

[Kai]
Ein deutscher Publisher. Ob der Entwickler deutsch ist, weiß ich gar nicht. Ich glaube schon.

Das ist auch eine Ein-Mann-Entwicklung. Der Publisher war Deck 13. Das gute Deck 13.

[Patrick]
Es ist auch total in Nischen. Octopath ist natürlich von Square Enix. Square Enix ist ein Riesen-Publisher.

Aber ich finde trotzdem, die Spiele sind relativ nischig. Sie treffen bei mir genau den Nerv. Auch wenn ihr beide mal den Soundtrack reinhört.

Der Soundtrack, den könnt ihr den ganzen Tag laufen lassen. Das ist so verspielt und toll. Ich bin einfach verliebt in diese Spiele.

Vielleicht auch noch mal ein kurzer Exkurs. Die Dragon Quest-Reihe wird ja auch jetzt gerade in diesem Stil nochmal remastered. Dragon Quest 1 bis 3 ist jetzt schon raus.

Ich finde es schon toll. Man kann durchaus mehr in diesem Spiel machen. Es gibt auch viele Ableger wie Chained Echo, die jetzt auch in dem Stil neu entwickelt werden.

Ich finde es toll, dass dieses Genre weiterlebt.

[Kai]
Chained Echo hat eher noch so ein 16-Bit-Look. Octopath Traveler ist ja deutlich moderner und deutlich, deutlich hübscher. Ich hatte mit den alten, also mit den ersten Teilen, ich habe es mal angespielt, den ersten Teil zumindest, ich hatte meine Schwierigkeiten, was so Gameplay-Loop und Zufallskämpfe und dies und das angehen, das fand ich schon ein bisschen wahnsinnig, war nicht meins.

[Patrick]
Vielleicht da noch eine letzte Sache, bevor ich jetzt total ausschweife, der Grind-Anteil, der ist hier deutlich geringer. Du hast bei den ersten beiden Spielen Kapitel 1 von einem Charakter gemacht und um Kapitel 2 zu starten, hast du eine Levelhürde von 10 Level gehabt und musstest dann erst mal auf der Map 2 Stunden rumlaufen und grinden, damit du überhaupt das Kapitel starten konntest. Du konntest aber trotzdem starten, aber du hast den Boss nicht geschafft.

Und das ist hier nicht so. Ich habe bisher immer, wenn ich hinlaufe zur Quest, habe ich schon den Level, den ich brauche. Das haben sie hier wirklich ganz gut gebalanced.

[Alex]
Dann würde ich sagen, gehen wir zu Floß, Platz 3. Ein großer Name, ein großer Titel, Fragezeichen, jedenfalls ein Spiel, bei dem man gute Reflexe braucht. Es geht um Doom The Dark Ages und ich weiß nicht, wer in der Runde hat diesen neuesten Doom-Ableger mal gespielt?

[Patrick]
Niemand außer Flo wahrscheinlich.

[Kai]
Das ist aber das erste Doom, was mich tatsächlich mal gereizt hätte. Im Gegensatz zu den anderen.

[Alex]
Also ich habe es gespielt für eine Stunde ungefähr, weil es ja auch im Game Pass war. Es war eines meiner letzten Game Pass-Spiele, bevor der ausgelaufen ist. Wo ich große Credits gebe, ist für die Optik und für die Atmosphäre.

Sehr, sehr geil, wie das gemacht ist. Technisch 1A, aber auch vom Art-Design her, sehr, sehr geil. Es ist halt aber ein Ego-Shooter, in dem man wirklich nichts anderes macht, als einen Gegner nach dem anderen zerbratzen.

Und es ist halt jetzt die Frage, macht einem das Spaß? Ist es auch wieder so ein Spiel, wo man sagt, das mache ich mal eine halbe Stunde und dann lege ich es wieder weg und mache es am nächsten Tag nochmal eine halbe Stunde. Weil auch da kann man sich schwer vorstellen, dass man das stundenlang am Stück macht.

Ich habe das nach der Stunde wieder deinstalliert, weil ich mir gedacht habe, ich habe es gesehen. Ich erkenne auch an, dass es gut gemacht ist. Aber das Spielprinzip…

Wir haben ja schon die beiden Dooms davor nicht so viel gegeben. Dieses Doom Eternal und auch das normale Doom Remake, das war gut gemachte, schnelle Ego-Shooter.

[Kai]
Aber das würde mich jetzt tatsächlich interessieren. Du hast ja dann hier, wenn du beide gespielt hast, hast du ja erste Hand-Erfahrung. Ich hätte ja gedacht, dass der Gameplay-Loop von Dark Ages nochmal deutlich anders ist als der Doom Eternals.

Doom Eternals habe ich auch mal angespielt. Wahrscheinlich auch ein Game, passt mir nicht mal an. Gekauft habe ich mir sicher nicht oder irgendwo anders.

War ein unglaublich hektisches Spiel. Ein unglaubliches Spiel, was auf massiv gutes Timing basiert, damit es Spaß macht und du in einen Flow reinkommst. Ein Timing, das ich nicht habe offensichtlich.

Da hätte ich jetzt gehofft oder gedacht, dass Dark Ages das aufbricht mit neuen Mechaniken, gerade mit dem Schildabwehr-Sammeln mit einem komplexeren Gameplay-Loop durchzieht.

[Alex]
Muss ich leider enttäuschen. Doom Eternal habe ich nicht gespielt. Ich habe nur das Doom Remake gespielt.

Also natürlich mit dem Schild usw. Man geht auf jeden Fall mehr auf Nahkampf, würde ich jetzt mal sagen. Und es gibt dann auch wieder so Trigger-Punkte, wo man dann irgendwie einen bestimmten Knopf drückt und dann wird besonders viel Schaden gemacht.

Ich weiß auch nicht mehr ganz genau, wie das war. Es war sehr effektreich, es war ziemlich cool gemacht und ich würde auch nicht sagen, es war zu schwer. Also es war gut meisterbar, fand ich jetzt.

Wahrscheinlich ist Doom Dark Ages auch ein bisschen langsamer als Eternal und nicht so ganz herausfordernd in dem Sinne. Wahrscheinlich für Spieler, die eher so Gelegenheitsspieler sind, wahrscheinlich das beste Doom, würde ich jetzt auch mal sagen. Also ich bin jetzt nicht drin, das ist ja auch nicht meine Nennung, deswegen, keine Ahnung.

[Patrick]
Ich habe das auch nur gelesen, dieses ganze Plattforming, bei Eternals bist du ja viel rumgesprungen, rumteleportiert und so. Das ist hier nicht mehr.

[Kai]
Aber das meinte ich ja mit ganz viel Timing und ganz gezielten Abläufen. Das kam mir fast so vor, also vom Gameplay-Loop, ich habe ja zwischendurch Videos angeguckt, weil ich es ja eigentlich auch cool finde und auch einen netten Flow finde, wenn man einem anderen zuguckt bei so einem YouTube-Video und sieht, wie der quasi in so einem Rhythmus-Spiel quasi sitzt.

[Patrick]
Ja genau, der Sound noch dazu.

[Kai]
Und das, wenn man da reinkommt, stelle ich mir schon total geil vor. Ich stitter da und versau jeden zweiten Schritt und sieht halt scheiße aus. Und macht halt auch keinen Spaß.

Ich glaube, wenn man in diesen Flow reinkommt, geiles Spiel.

[Patrick]
Mir geht es ja wie dir Kai, ich bin einfach zu doof. Obwohl ich Gitarre spiele, ich habe bei Rhythmus-Spielen grundsätzlich ein Problem und Doom ist auch sowas. Ich kriege diesen Flow nicht hin.

Also ich bin auch da, so ein Körperklaus wie du. Ich schaffe das einfach nicht und das ist schade. Das sieht schon aus, das wäre auch genau mein Stil von der Musik her und auch von der Optik her, aber irgendwie komme ich nicht so rein.

[Alex]
Na gut, jetzt habt ihr auch keinen Game Pass mehr. Das Spiel zu kaufen ist wahrscheinlich zu viel des Guten. Aber ich würde es tatsächlich, wenn ihr die Möglichkeit habt, mal ausprobieren, weil so schwierig da reinzukommen, fand ich jetzt nicht.

Das war eigentlich genau richtig.

[Kai]
Ich habe gerade nebenbei mal geguckt, ich habe ja eine Steam-Familie, eine erweiterte und da ist es tatsächlich drin.

[Patrick]
Game Pass 2.0 quasi.

[Kai]
Ja, so ungefähr. Danke an Steam.

[Alex]
Nun, dann würde ich mal zu meinem Platz drei kommen. Das ist jetzt ein bisschen diffizil, es ist schwierig und auch ein bisschen unangenehm, das hier an der Stelle zu nennen, weil man es eigentlich nicht tun sollte. Es hat ein Grundthema, das sollte man ja, wie soll ich sagen, nicht so an die große Glocke hängen.

Aber ich habe es nun mal sehr ausgiebig und relativ lange gespielt, habe auch ein Let’s Play dazu gemacht und deswegen kann ich es nicht aus der Liste rauslassen. Dieses Spiel nennt sich Scared Yule 1 und es ist, ich sage es wie es ist, es ist ein Drogenspiel. Man ist Drogenproduzent und man ist Drogendealer.

Und jetzt muss ich dazu sagen, mir ist das Szenario ja relativ egal. Also ich spiele das Spiel jetzt nicht, weil ich Drogen produziere, sondern ich spiele das Spiel, weil es im Kern eine Wirtschaftsautomation und ich würde auch sagen eine Lebenssimulation ist. Also es hat so dieses Wirtschaftsteil, den ich gerne mag, man muss halt Geld verdienen, man tut Dinge und verdient Geld damit und man automatisiert so, das ist so ein Factorio Light, würde ich fast sagen.

Man versucht Dinge zu automatisieren, um noch mehr Geld zu verdienen, was ich total geil finde, ehrlich gesagt. Und es ist eine Lebenssimulation, ja Lebenssimulation ist ein bisschen zu viel gesagt, aber ihr kennt doch diese ganzen Simulator-Spiele, die es mittlerweile gibt, so Supermarkt-Simulator und so weiter und da muss man ja Dinge tun, wie im richtigen Leben, damit das funktioniert. Man muss die Regale auffüllen, man muss Sachen einkaufen, man muss kassieren und so weiter und das sind ja alles so echte Tätigkeiten und da ist es auch so, man muss keine Ahnung, das Crystal Meth zusammen mixen, man muss es in den Ofen tun, man muss es zertrümmern, man muss es abpacken und so weiter und so fort oder was weiß ich.

Also ja, ich will es gar nicht so weit ausbreiten, also im Grunde genommen fangt ihr an wie Walter White in Breaking Bad, das Spiel ist auch Breaking Bad inspiriert, wir fangen nämlich an in so einem Van, das sieht original aus wie Breaking Bad und wir müssen da sozusagen das erste Zeug kochen und so und dann ist das aber relativ schnell zu Ende und dann fangen wir an in einem Motel und haben so ein Zimmer und in diesem einem Zimmer fangen wir an uns die ersten Pflanzen zu kaufen für Haschisch und ziehen das dann so ein bisschen hoch und dann schneiden wir das dann ab und dann wird das so ein bisschen präpariert noch und dann verpacken wir es in Tütchen und dann haben wir unser erstes Weed sozusagen und verkaufen das und verticken das an die Nachbarschaft. Unser Kundenkreis wird dadurch erhöht, irgendwann mal ist der Kundenkreis so groß, dass wir auf Leute treffen, die wir uns dealen wollen, die stellen wir dann ein, denen geben wir dann das Zeug und die dealen dann für uns und verdienen Geld für uns dann haben wir mehr Geld, dann können wir dem Geld eine größere Bleibe zum Beispiel kaufen oder mieten dann bauen wir noch mehr an, dann öffnet sich das Spiel, dann kann man Crystal Meth anbauen oder per Chemiekasten machen dann kauft man neue Gerätschaften dann kommt Kokain später dazu mittlerweile gibt es ein Update oder es kommt demnächst, dass man auch so Pilze anbauen kann und wenn man dann so ein etwas größeres Gebäude hat und dann schon Gerätschaften jede Menge da stehen hat, dann denkt man sich naja, das ist ja schon ein bisschen doof, dass man alles alleine machen muss ich muss jeden Scheiß mixen, ich muss jeden Scheiß anpflanzen ich muss gießen, ich muss das und das und dann öffnet sich das Spiel ein weiteres Mal, in dem es uns sagt ja, du kannst aber jemanden anheuern, der kann Botaniker bei dir sein, der kann das Zeug anpflanzen der kann es gießen, der kann es abschneiden der kann es ernten sozusagen willst du dir nicht so einen mal einstellen?

dann machst du das und dann gibt es einen, der ist Chemiker der macht halt alles, was er wollte er hat es so ein bisschen aus mit der Gasmaske irgendwie total interessant gemacht und einer, der tut den ganzen Dreck wegkehren und dann fängt man an, sich diese ganzen Regale zu bauen und dann so die Abläufe zu machen und dann wird das automatisiert und am Ende, wenn du das alles richtig gemacht hast hast du dann ein Produkt das liegt dann fertig im Regal das kannst du so nehmen, kannst direkt verticken ja, das hört sich jetzt alles ein bisschen komisch an ich weiß, das ist natürlich ein Thema das ist jetzt nicht jedermanns Sache und wie gesagt, ich brauche das auch nicht also wenn es was anderes gewesen wäre, wäre es mir recht gewesen aber es ist nun mal dieses Thema und es hat Spaß gemacht es macht unheimlich Spaß irgendwann kaufst du dir mit dem Geld ein Auto ein Van, ich habe mir ein Mustang gekauft oder ein Mustang-ähnliches Auto dann fährst du da rum, dann wirst du von der Polizei gejagt dann ist jetzt mit einem Patch ein anderer Clan dazu gekommen der dealt jetzt auch darum und versucht mich sozusagen ein bisschen meine Dealer überfallen und greift dann mein Zeug ab und das Spiel ist alles noch im Early Access also das Spiel ist noch bei weitem nicht da wo es mal irgendwann sein kann und selbst jetzt macht es schon Spaß und ist schon relativ frei in der Art und Weise, wie man es spielen kann ja, also wenn man mit dem Thema kein Problem hat und so Simulatorspiele mit Automatisierung und so weiter gerne mag dann ist das tatsächlich ein Geheimtipp also ich habe das sehr genossen, das Spiel aber ich kann verstehen, wenn jemand sagt so etwas fasse ich nicht an

[Patrick]
es sieht auch schick aus, diese Bobbel-Optik

[Alex]
naja, schick

[Patrick]
schick wäre jetzt nicht das Wort also mich erinnert gerade weil du das erzählst, mich erinnert es irgendwie an diesen Roblox-Hype so ein bisschen von der Optik her

[Kai]
ja, das stimmt schon aber im Prinzip kannst du es ja vergleichen mit jedem anderen Management-Spiel was die letzten 15, 20 Jahre rausgekommen ist ob das jetzt Gilde ist oder sonst irgendwie was oder jetzt hier auch an den aktuellen Management-Spielen gibt es ja auch genug Sachen das ist schon immer das gleiche Prinzip, oder?

[Alex]
Klassischer Manager ist ja nicht so dass du das alles selber machst, würde ich mal sagen beim klassischen Manager-Spiel tust du Dinge aufbauen und dann sind da welche Leute, die das wirklich tun so wie bei Two Point Museum zum Beispiel aber hier ist ja tatsächlich so, du machst ja alles selber das ist wirklich eine Lebenssimulation in dem Sinne und das ist schon interessant weil man hat so es ist so dieses Gefühl dass du aus Scheiße Gold machst das ist tatsächlich so das was ich weiß nicht, ob ihr die Serien How to Sell Drugs Very Fast wie das heißt online wie diese Serie heißt mal gesehen habt oder dieses Shiny Flakes zum Beispiel wie der Typ da anfängt sich sein erstes sein ersten Brocken dazu kaufen und dann rumkratzt und dann sich das Zeug darunter kratzt und dann das in Tüten verpackt und so reinpresst in so kleine Dinge und dann online verkauft und du denkst dir, der hat auch aus nichts Geld gemacht und bei dem Spiel ist das auch so du machst aus nichts Geld und fängst ein bisschen was an anzupflanzen und auf einmal hast du 1000 Dollar auf dem Konto und denkst dir, ja, das ging ja einfach und dann fängst du halt weiter anzumachen und dieser Reiz immer mehr und immer besser zu werden und das dann eben zu automatisieren also das hat schon was das ist schon interessant

[Kai]
Aber das ist doch der Gameplay-Loop den es ja relativ häufig gibt ob das so was ist wie Farm Simulator oder such dir eins von 500 anderen IDLE-Spielen aus die ja ein bisschen nicht identisch aber in eine ähnliche Richtung gehen IDLE-Spiele versuchen ja auch keine Ahnung, du klickst hier mal irgendwann kannst du ja irgendwas kaufen was dann für dich klickt diesen Briefklammern-Simulator den kennt vielleicht jeder von euch großartiges Ding und ich hab schon das Gefühl dass das die letzten Jahre öfter gab mit unterschiedlichen Klamotten es gibt ja auch einen WC-Simulator oder einen Bestatter-Simulator oder such dir was aus und ich hatte ein bisschen das Gefühl dass das immer ähnlich funktioniert aber der Wirtschaftspart relativ mies war wie ist das denn hier?

[Alex]
Also ich kenn die anderen Simulatoren tatsächlich nicht so sehr ich kenn noch den Supermarkt-Simulator zum Beispiel aber der artet ja mehr an Arbeit aus der Witz bei der Sache ist ja hier dass du irgendwann sagen kannst diese Frohnarbeit, die eigentlich dann auch irgendwann mal keinen Spaß mehr macht weil dieses ständig in Tüten verpacken zum Beispiel, das ist ja irgendwann so dröge dass du irgendwann keinen Bock mehr hast und wenn dann der Punkt kommt, wo einer sagt du ich mach das für dich dann ist das total geil du hast doch auch Factorio gespielt, oder?

und dieses Automatisierungsprinzip dass du plötzlich Dinge nicht mehr selber machen musst, sondern dass das jemand für dich macht das macht doch total Spaß und das fällt ja bei den meisten Simulatorspielen eigentlich weg, da machst du ja immer alles selber also beim Supermarkt-Simulator glaub ich gibt’s ja gar keine Mitarbeiter da machst du ja den ganzen Tag immer derselben Mist und das würde mir zum Beispiel irgendwann keinen Spaß mehr machen also wenn du immer das gleiche machst und jeden Tag das gleiche und kaufst und füllst auf und verkaufst und nimmst das Geld ein und am nächsten Tag machst du wieder das gleiche wird bei mir irgendwann der Ofen aus sein aber dadurch, dass du also dieses Spielprinzip, dass sich das immer weiter öffnet und nochmal öffnet und nochmal öffnet und es wird langsam so ein Imperium das find ich geil

[Kai]
aber deswegen hab ich ja diese Idle Games ein bisschen als Vergleich darstellen wollen, weil ich das Gefühl hab dass diese ähnlich funktionieren also dass du einen Gameplay-Loop hast den du dir hinterher erkauft sparen kannst genau, ja das stimmt

[Patrick]
ja was ich spannend finde, philosophische Frage ich hab jetzt gerade von Octobus Traveller geredet in so einem Spiel arbeitet man und will dann an den Punkt, wo man nicht mehr arbeiten muss aber gleichzeitig spielt man Spiele unheimlich gern wo man den ganzen Tag nur kämpfen muss

[Kai]
ja also keine Ahnung, du hast ja gerade Factorio genannt das war ja auch was ich da an Stunden reingebuttert hab irgendwie 300 Stunden oder so das ist ja auch schon eine Arbeit da hast du ja am Anfang auch jede Startplatte per Hand hergestellt und hinterher hast du 2000 Startplatten die Minute hergestellt

[Patrick]
das klingt auf jeden Fall cool ich hab letztens auch ein Video mal geschaut warum spielen wir und fand ich cool die Idee dass man sich vor jedem Spiel, wo man spielt einfach mal fragen sollte, warum will ich das jetzt spielen manchmal führt das dazu, dass man es nicht spielt aber an sich, man braucht manchmal einfach einen Neustart im Kopf man muss sich manchmal kreativ mit anderen Dingen beschäftigen um wieder den Kopf klar zu kriegen und da finde ich so Automatisierungsspiele teilweise echt cool egal um welches Thema es jetzt hier geht

[Alex]
ja das ist halt, das Thema ist natürlich das Problem bei dem Spiel weil im Endeffekt, also zum Beispiel meinen Kindern erzähle ich nicht, dass ich das spiele weil ich möchte nicht, dass die sagen, was spielst du denn da für ein Kram das ist mir ein bisschen unangenehm wenn ich ehrlich bin andererseits macht das so auch so ein bisschen vielleicht den Reiz des Ganzen aus weil es halt doch mal was anderes ist

[Patrick]
sollst oder nicht, kannst wie oft kämpfst du mit einem Schwert im echten Leben, eigentlich nie und Spiele sollen ja auch Dinge mal darstellen die wir nicht unbedingt machen können oder wollen oder sollten und das ist ja auch völlig okay das ist ein Kunstwerk, das ist eine Beschäftigung das ist ja was völlig digitales was völlig virtuelles, was du da tust

[Alex]
wobei ich jetzt sagen muss, ich bin jetzt an einem Punkt angelangt, wo ich mir denke, okay ich lasse das jetzt mal ruhen, ich habe jetzt da keine Ahnung 100.000 auf dem Konto oder so man weiß jetzt auch nicht mehr so ganz genau, was man mit dem Geld machen kann, man lässt das jetzt mal ruhen lässt mal den Entwickler, das ist übrigens auch ein Ein-Mann-Entwickler mal weiterentwickeln und mal schauen, Version 1.0 kommt vielleicht in 5 Jahren raus mal reinschauen, mal gucken, was da drin ist Gut, lassen wir das mal einfach so stehen ich würde sagen, wir gehen weiter und weiter bedeutet wir gehen zum Kai und seinem Platz 2, freut sich sogar

[Kai]
Ja, großartig wir haben es jetzt gerade schon gesagt wir hatten Sachen, die man sonst nie machen würde, wir hatten kreative Bauspiele und dann komme ich nämlich gleich zu meinem Platz 2, das ist nämlich Cosmotier und ich bin mir fast sicher, das sagt euch nichts

[Patrick]
Ich habe nur gesehen, dass du es immer spielst

[Kai]
Ich habe es relativ viel gespielt ich muss ja einmal im Jahr irgendein kompliziertes Baukunstwerk Automatisierung, Schrägstrich massiv mechanisches Spiel spielen, sonst werde ich ja unglücklich dieses Jahr war das tatsächlich Cosmotier das ist so die Story, du startest in einem kleinen minimalen Raumschiff wirst irgendwo fallen gelassen und musst jetzt mit diesem Raumschiff im Storymodus wohlgemerkt überleben, aber es geht tatsächlich gar nicht mal um irgendeine Story und es geht auch nicht darum, dass das Spiel irgendwie so einen wahnsinnig krassen Gameplay hat, was das Spiel aber macht es simuliert die Generierung von Raumschiffen also das heißt, der Bau und die Mechanik von Raumschiffen wird im Spiel simuliert nicht auf unsere Art und Weise physikalisch realistisch aber im Spiel mit Mechaniken realistisch das heißt, du hast verschiedene Bereiche, aus denen du wählen kannst verschiedene Waffensysteme verschiedene Panzerungen, Antriebssysteme Schutzschilder etc und musst dir nach den Regeln des Spiels ein valides Raumschiff zusammenbasteln was A, in jede Richtung navigieren kann oder überhaupt irgendwo vorankommt B, tatsächlich irgendwie geschützt ist aus verschiedenen Waffenquellen und C, am besten auch noch Lagerraum hat, damit du Asteroiden abbauen kannst Feinde plündern kannst Handel treiben kannst etc das heißt eigentlich besteht 99% des Spiels darin zu knobeln und zu basteln ein möglichst effektives Raumschiff zusammenzubauen was mit den Erfordernissen des Spiels klarkommt und diese steigern sich am Anfang bist du im relativ schwachen System die Gegner können nicht viel du fühlst dich unbesiegbar mit deinem Standardraumschiff super, da baue ich jetzt hier noch eine Laserkanone rein gar kein Problem mit zwei Schüssen ist alles kaputt und je weiter du kommst, desto mehr siehst du dass du mit den bisherigen Mechaniken die im Standardraumschiff verbaut waren nicht mehr weiterkommst dass du irgendwann auseinandergenommen wirst und da denkst du, wie ist das denn passiert und dann fängt quasi der interessante Teil des Spiels an du fängst an rumzuknobeln das heißt du bastelst im Freien oder bastelst dann an Vorlagen oder an Eigenkreationen und versuchst dann möglichst effektive Schiffe zu designen die gut aussehen am besten symmetrisch sind eine Panzerung haben sind alle Bereiche geschützt, mit welchen Waffensystemen oh ich kann aber nicht alles und das ist halt immer die Entscheidung im Spiel du kannst nie alles verbauen was irgendwie geht wenn du Deckgeschütze verwendet, brauchst du unglaublich viel Munition wenn du Flakgeschütze verwendest musst du quasi vorne oder in die Seite in die du schießen willst unglaublich viel Platz haben, kannst dann nichts anderes verbauen oder musst ein unglaublich breites Schiff haben Raketen lassen sich überall anbringen, also können auch nach hinten schießen und trotzdem nach vorne fliegen haben aber das Problem, dass dir ganz viel verpufft, weil die abgeschossen werden können von Punktverteidigungsgeschützen oder von Flakgeschützen und so hast du so ein Schere-Stein-Papier Szenario, wo du dich immer wieder neu drauf einstellen musst und immer wieder anfangen musst zu optimieren und es ist unglaublich wie viel kreative Freiheit dabei rumkommt und wie viel Mechanik in diesem Spiel auch an Berechnungen drin steckt ich fand das ja bei Faktur hier schon Wahnsinn hier ist es auf einem ähnlichen Niveau der Entwickler oder die Entwickler haben vor kurzem noch ein Hitzesystem reingefügt das heißt du hast auch Waffen die auf Hitze basieren und du hast generell übertaktete Systeme die Hitze generieren das heißt auf einmal, wenn du die Hitze nicht abtransportiert dann fängt dein Schiff an zu brennen das heißt du musst da noch mehr beachten als vorher das ist schon krass wild und wenn du dann den Anspruch hast du willst es selber machen und willst nicht irgendein vorgefaktetes Schiff irgendwie aus dem Internet klauen oder sonst irgendwie was wo du vielleicht noch nicht mal verstehst was der hier gemacht hat, dann wird es halt echt anspruchsvoll weil du dann immer wieder merkst im letzten Level hat das noch funktioniert die Taktik klappt jetzt nicht weil die Gegner in diesen Raumsystemen haben eine bessere Panzerung und ich komme mit meinen Raketen nicht durch die Panzerung durch und der frisst sich aber durch meine Schilde und das ist echt spannend

[Patrick]
hört sich cool an

[Alex]
ich hab das auch schon mal gespielt als Brettspiel nennt sich Galaxy Trucker

[Kai]
das ist Galaxy Trucker ein grauenvolles Spiel ein hübsches Spiel aber ich mag es nicht aber ja das geht in eine ähnliche Richtung das stimmt

[Alex]
also tatsächlich hab ich dieses Cosmo Tier auch schon gespielt für ne Stunde oder so genau bis zu dem Zeitpunkt wo ich festgestellt habe ich komme mit meinem Raumschiff nicht weiter und ich hab ich bin tatsächlich zu blöd für das Spiel ich hab dann versucht ein Raumschiff zu kreieren das hat vorne und hinten nicht funktioniert irgendwie hab ich alles falsch gemacht und ich hatte dann nicht mehr die Geduld mich damit zu befassen vielleicht war das ein Fehler gewesen

[Kai]
also ich bin ja auch zu doof für das Spiel aber das hindert mich ja nicht das heißt ich mach es ja trotzdem einfach und das sorgt halt immer wieder für Versuche und Irrtungen das ist dann teilweise auch frustrierend weil ich dann denke, boah das ist voll hässlich, voll doof und dann versuchst du was effizienteres dann hast du aber da keinen Platz dann ist es asymmetrisch und du denkst, oh Gottes Willen, macht mich das fertig aber du kannst und das ist ja ein bisschen der Antrieb man kann schon echt coole Sachen da bauen ich werde nicht an die Leute drankommen die da absurd geile Sachen bauen also auch wo ich denke, boah wie schlau war das denn weil die die Spielmechanik einfach in massive Logik gegossen haben und das ideale Kombination gefunden haben da kannst du dann zwischendurch abkupfern wenn du es hinkriegst aber das ist schon Respekt

[Alex]
man muss auch dazu sagen das Drumherum ist ein bisschen dröge diese Missionen und diese Stationen die man da anfliegen kann, das sind ja alles so ein bisschen nur Text mehr oder weniger Text Wüsten und da fliegt man da so ein bisschen also das Spiel, abgesehen vom Bauen hat nicht viel zu bieten oder kommt da noch mehr?

[Kai]
Nein, also das ist genau das ist es man muss sich zum Teil auch eigene Herausforderungen suchen gerade jetzt im Storyspiel A kannst du natürlich immer weitergehen und dann hast du natürlich immer stärkere Gegner ein Kollege von mir hat das auch gespielt und der hat sich zum Beispiel es gibt da auch verschiedene Nebelsorten also es gibt einen roten Nebel in dem du quasi durch kosmische Stürme zerfetzt wirst und der hat tatsächlich sein Antrieb war ein Schiff zu bauen, was damit klarkommt was quasi irgendwie mit 900 Millionen Schilden vollgepackt ist weil Schutzschilde diese diese Strahlung dann absorbieren können und das ist dann halt auch ein eigener Antrieb den man sich dann schafft und außer das Bauen hast du tatsächlich nicht viel das stimmt aber das ist auf einem ziemlich guten Niveau und mir ist manchmal lieber dass Spiele eine Sache massiv gut machen und auf den Punkt und dafür ansonsten vielleicht nicht kein perfektes Spiel sind als wenn sie versuchen überall gut zu sein und das nicht können insofern fair enough

[Alex]
dann möchte ich nur noch zum Schluss sagen ich finde Galaxy Tracker ist ein super Brettspiel das nur noch reingeschoben

[Kai]
ich mag den Bau aber das Schiff ist nicht unter Zeitdruck ich kann das nicht besonders mit hohen Probeleanteilen ich kann damit nicht umgehen ich bin in 30% der Fällen fliegt mein Schiff keine 2 Meter weit ach das ist super

[Alex]
Patrick, möchtest du noch was dazu sagen? du hast jetzt gar nichts gesagt

[Patrick]
ich hab mich ja ausgeklingt ich hab mir die Bilder angeschaut, cooles Spiel ich weiß nicht ob ich es hinkriegen würde mit einem Raumschiffbau, obwohl ich Science Fiction mag aber Kai hat gesagt es ist ein Physikanteil es sieht alles so nicht realistisch flugfähig aus, ich weiß es ist dem Bauteil geschuldet wäre jetzt von Optik nicht meins ich hab es trotzdem auf die Wishlist gesetzt

[Kai]
immerhin das hab ich erreicht siehste Kai, gut gemacht Influencer, yeah

[Alex]
dann Patrick, mach doch du einfach weiter

[Patrick]
wir haben ja ein Spiel was durch die Decke gegangen ist in den letzten Wochen ich würde sogar sagen in den letzten 2 Monaten es kam an Halloween rum raus das Spiel heißt Ark Raiders hat Flo auch auf seinem Platz 4, ich hab es auf meinem Platz 2 an der Stelle es ist ein Extraction Shooter, der mich total überrascht hat es war, als ich die Ankündigung gesehen hab und das erste Teaserbild dachte ich mir ja gut, es ist halt irgend so ein Multiplayer Gedöns, was ich sowieso nicht mehr spielen will ich hab schon seit Jahren keine Multiplayer Titel mehr gespielt, weil sie mich überhaupt nicht interessieren und trotzdem hab ich damals ja Division gespielt, Teil 1 und Teil 2, Tom Clancy und da war ja diese Dark Zone Modus drin, ihr erinnert euch, ne? dass ich quasi in ne Zone reingehe hole Items und andere Spieler wollen die auch und ich komm an eine Extraction Stelle und da warten nicht nur ich sondern auch andere Teams darauf extrahiert zu werden und eventuell schießt man sich da dabei jetzt ist Ark Raiders da was Neues und macht vieles richtig erst mal ist es ein bisschen mehr Casualier als andere Spiele, weil zum Beispiel Hunt ist glaube ich das bekannteste und es geht vom Tag auf das sind sehr bekannte Extraction Shooter, die mir zu krass sind, was ist der Unterschied zu Ark Raiders erstmal, damit es vielleicht jeder mal so auf dem Schirm hat, was das Spiel besonders macht Ark Raiders hat erstmal ne Story die so drauf ist, wie die Terminator Filme quasi in ihrer Zukunftsvision die Maschinen haben die Welt erobert, der Mensch hat verloren und der Mensch ist in Untergrund-Silos eingesperrt und geht immer mal wieder raus in die Welt um sich irgendwelche Ressourcen zu holen irgendwelche Schrott, irgendwelche Medikamente und sonst was und wird da immer wieder von Maschinen verfolgt und muss sich verstecken und da gibt es auch mehrere Maschinen, die da rumfliegen die hören sich auch an und sind auch so animiert wie Maschinen, da gibt es zum Beispiel kleine Untertassen, die fliegen rum sobald die dich sehen, schießen sie auf dich und lähmen dich erstmal und erschießen dich dann komplett oder es gibt ganz kleine Maschinen die dich nur sehen und dann direkt Hilfe rufen mit irgendwelchen Sounds und dann fliegt so ne Art Hubschrauber dich drüber der wirft zwei Kapseln ab und dann kommen ganz viele Roboter raus, die dich platt machen das heißt, du hast ne Welt, die komplett gegen dich ist und das hat für mich so ein bisschen diese Dark Souls Vibes bei mir erreicht du hast gleichzeitig einen Shooter-Anteil das ist ein Third-Person-Shooter mit Waffen die nicht besonders stark sind die meisten Waffen, die du bekommst, die haben nicht so viel Bums das heißt, du schießt 3-4 mal drauf und dann wenn du Glück hast, erwischst du Teile der Maschine die anfällig sind für Schüsse wenn du Pech hast, eben nicht.

Du findest aber das Spiel raus und jetzt kommt dazu, im Solo-Modus ist es so, sowohl du als auch jeder andere Spieler auf dieser Map, der spielt erstmal für sich und er hat bestimmte Ziele zum Beispiel sammle dir die Items ein und geh wieder zurück die Gegner sind aber so konzipiert, dass sie eigentlich in der Gruppe besiegt werden müssen aber du musst nicht miteinander spielen, zusammenarbeiten du kannst und das ist für mich so ein spannendes Sozial-Experiment geworden, du läufst auf ner Map rum es kommt ein Riesen-Walker vorbei, wie bei Star Wars du rennst weg vor ihm und dann plötzlich rennst du in die Arme von zwei anderen Spielern die funken dich an und sagen, hast du Bock den zusammen platt zu machen?

Und dann sagst du, ja warum nicht dann machst du diesen Roboter zu dritt platt und was passiert? Einer von uns schießt uns in den Rücken, er schießt uns beide auch noch und nimmt unsere Loot und rennt alleine weg oder du hast auch Maps, wo eben alle zusammenspielen. Ich hatte jetzt eine Map wo alle Spieler auf der Map per Voice-Chat gesagt haben lass uns doch alle zusammenspielen und keiner hat sich gegenseitig beschossen.

Also du hast der Friede, Freude, Eier geholt und das ist was ich als Spieler treffe die Entscheidung was will ich machen? Fall ich Leuten in den Rücken? Bekämpfe ich die Roboter?

Mache ich mein eigenes Ding? Oder rede ich einfach mal mit anderen? Nutze ich den Voice-Chat mal aktiv um zu sagen, hey was ist los?

Was ist denn dein Ziel? Und sowas habe ich schon seit Jahren nicht mehr erlebt von meiner Interaktivität hier und von der Art wie ich ein Spiel spiele. Ich achte vielmehr auf Sounds.

Es ist jetzt eine größere Bedrohung wenn ein anderer Spieler vorbeiläuft, weil ich ja nicht weiß ist es Freund oder Feind? Will der was Gutes, Böses? Bei einem Battlefield schieße ich ihn einfach über den Haufen aber hier überlege ich, mache ich das überhaupt?

Weil wenn ich auf jemanden schieße, mache ich Krach was wird dann die Maschinen anlocken? Das hat mich wirklich fasziniert vom Gameplay her, dass ich so lang dran geblieben bin. Ich habe es mit dem Flo mal im Duo gespielt.

Man kann es auch zu zweit oder zu dritt spielen und dann sind es Duo oder Trios eben auf der Map. Da wird auch mehr geschossen, aber an sich im Solo-Modus kann ich es uneingeschränkt empfehlen. Es ist einfach ein Erlebnis, was ich so nicht hatte bei Spielen, was mich zurückgebracht hat in den Multiplayer-Bereich.

[Alex]
Ja, also das Spiel habe ich ja auch mal kurz gespielt tatsächlich. Ich stelle gerade fest, ich habe viele Spiele mal kurz gespielt und was ich dem Spiel bescheinigen möchte ist, dass es unheimlich gut aussieht. Also technisch ist es ein sehr sauberes Produkt, würde ich mal sagen.

Sieht sehr gut aus. Es hat, glaube ich, so gut wie keine Bugs. Ich habe zumindest keine in der kurzen Spielzeit entdeckt.

Es spielt sich sehr sauber. Es ist durchgestylt. Die UI ist cool.

Das sind so die Sachen, wo ich auf der positiven Seite bin. Warum habe ich es nicht weitergespielt? Das ist eine gute Frage.

Ich glaube, einfach, weil mich das Genre insgesamt nicht wirklich packt. Also ich sehe nicht so den Sinn darin, in das Spiel reinzugehen, irgendwas zu holen und wieder rauszugehen, oder wieder reinzugehen, wieder was zu holen und rauszugehen. Irgendwie ist es so nicht, weiß ich nicht, nicht so bei mir verankert.

Ich kann das nicht genau beschreiben. Das soll jetzt nicht heißen, ich will das Spiel deswegen nicht schlecht machen oder so. Da verstehe ich mich nicht falsch.

Es ist halt nur nicht so ungefähr das, was mir Spaß gemacht hat. Und eine Sache, das was du jetzt, glaube ich, positiv hervorgehoben hast, ist ja das mit diesem Terminator-artigen Flair. Was mir nicht gut gefällt, ist tatsächlich, dass man nur gegen Roboter kämpft.

Zumindest das Einzige, was ich gesehen habe. Oder gegen Drohnen oder sowas. Und ich hätte da gerne andere Spielfiguren als Gegenspieler, also menschliche oder so.

Aber dieses Roboter-artige die ganze Zeit, das macht mich nicht so an, tatsächlich.

[Patrick]
Gut, die hast du aber in Form von menschlichen Spielern. Das finde ich auch eigentlich jetzt wieder einen positiven Aspekt, dass die KI übernimmt, die Roboter und die Menschen übernehmen die Menschen.

[Alex]
Und ich hätte gerne gegen eine KI gespielt, die Menschen spielt.

[Patrick]
Ist ja Ansichtssache. Aber ich finde gerade diesen Aspekt gut, weil dieser menschliche Faktor, der macht das Ganze so unsicher. Weil die entscheiden ja aktiv, was sie wollen.

Also ich möchte mal eine Episode noch aus dem Spiel erwähnen. Bei einer Map ist es so, dass eine Metro-Station die Extraction-Station ist. Und du gehst in die Metro-Station, drückst auf den Knopf und da kommt eine Bahn gefahren.

Und du hast auf der Map immer Zeiten. Die laufen runter und sobald die Zeit um ist, kommt die Bahn nicht mehr. Ja, wie auch in echt.

Und auf jeden Fall ist es so, ich laufe da hin und ich höre über Voice-Chat zwei Leute miteinander reden. Und auf dem Boden liegt einer, der wurde niedergeschossen. Über ihm steht einer drüber.

Er sagt, du lass mich doch in Ruhe kommen. Weil wenn du auf dem Boden liegst in dem Spiel, dann überlebst du noch so eine Minute. Und wenn du es schaffst, in diese Extraction reinzukommen, obwohl du kriechst quasi schon, hast du es trotzdem geschafft.

Und der andere Spieler hat dann überlegt, bringe ich ihn jetzt um oder lasse ich ihn leben. Dann ist er quasi raus und kriegt seinen Loot. Und dann kam ich an, seh das und hab beide erschossen.

Und dann haben die beide über Voice-Chat sich einfach nur kaputt gelacht. Und du hast gemerkt, denen hat das gefallen. Die fanden das lustig einfach.

Die haben dieses Spiel akzeptiert. Und das finde ich das Herzliche, was ich jetzt wirklich erlebt habe, dass Leute per Voice-Chat mit dir reden und dass die, auch wenn sie verlieren, sich drüber kaputt lachen und Spaß haben. Und das ist eine Komponente, die ich bei Spielen so nicht erlebt habe die letzten Jahrzehnte.

Und das ist was, was neu ist und was mir Spaß macht.

[Kai]
Könnte mir nicht passieren, wenn ich verliere, dass ich dann noch lache. Insofern ist es ganz gut, dass ich nicht dabei bin.

[Patrick]
Genau, also mir normal nicht, aber in dem Spiel irgendwie, es gehört zum Erlebnis dazu, dass man halt verliert.

[Alex]
Ja, und damit hast du eigentlich auch schon für den Flo jetzt mitgesprochen, wenn man so möchte. Der wird wahrscheinlich das Gleiche sagen wie du. Der spielt das ja eben auch unheimlich gerne.

Um das nochmal kurz zu sagen, im gestrigen Podcast war das bei Flo auf Platz vier gewesen, für die, die es nicht gehört haben.

[Patrick]
Flo und ich waren auch ein gutes Duo. Hoffentlich geht das weiter mit Flo. Auch hier grüße an der Stelle und lass uns über die Feiertage auch mal ein paar Runden drehen.

[Alex]
Und wenn wir schon beim Flo sind, dann könnten wir doch eigentlich auch mal seinen zweiten Platz nennen. Und zwar, da kann ich jetzt wirklich gar nichts zu sagen, da bin ich jetzt ein bisschen auf eure Expertise angewiesen. Und zwar Platz zwei, ich hab nur ein Video gesehen, das fand ich schrecklich, ist bei ihm Ninja Gaiden 4.

[Patrick]
Das ist der Running Gag, dass wir alle nichts zu Flo’s Spiele sagen können. Ich bin auch kein Ninja Gaiden Fan, ich kenn die Vorgänger, hab’s aber nie so richtig gespielt, weil ich einfach zu schlecht bin für diese ganze Kombo und Blocken und ich bin da unfähig bei Ninja Gaiden. Deswegen Respekt, dass Flo sowas gut spielt und dass es ihm Spaß macht.

[Kai]
Ich muss sagen, ich bin ein riesen, riesen Fan von Ninja Gaiden 3 gewesen, auf der ersten Xbox. Da darf man ja nicht Xbox One nennen, Xbox 1. Wie nimmt man die denn?

Da kam das ja damals raus, hinterher noch mal erneuert als Ninja Gaiden 3 Black. Großartiges Spiel, sah wunderschön aus, war damals schon bockschwer, ich bin relativ weit gekommen, deswegen hatte ich auch überlegt, mir den vierten Teil auch zu holen, weil der auch ziemlich geil aussieht. Die Kritiken haben mich aber dann davon weggebracht.

[Alex]
Jetzt sieht man mal wieder, wie unterschiedlich die Auffassungen sein können. Also ich finde das Spiel sieht überhaupt nicht geil aus. Das ist ein Pouwaboo an Effekten und Farben und Getue und Gemache, dass man das Spiel darunter gar nicht mehr findet, finde ich.

Ich mag diese Platinum-Spiele überhaupt nicht. Das ist für mich das größte Hass-Genre neben Knobelspielen oder sowas. Das ist wirklich wahr.

[Patrick]
Flo, das erklärt doch, warum du die Optik von Cleopas Go nicht so magst, weil das ist ja auch so ein bisschen drüber in der Darstellung.

[Alex]
Die mag ich schon deutlich mehr als die von Ninja Gaiden. Leider ist es so. Ja gut, aber Flo findet es super.

Platz 2 ist ja fast nicht mehr zu toppen, außer durch einen Platz 1. Deswegen muss ein gutes Spiel sein für mindestens eine gewisse Klientel. Insofern nehmen wir das mal so hin und dann würde ich jetzt tatsächlich zu meinem Platz 2 kommen und das Lustige dabei ist, diesen Platz 2 hatte ich letztes Jahr schon.

Ich weiß nicht, ob es Platz 2 war, aber das Spiel hatte ich letztes Jahr schon. Und zwar ist es Pioneers of Pagonia, aber mit dem kleinen Zusatz die Version 1.0. Wer das nicht kennt, das Spiel Pioneers of Pagonia ist im Prinzip der einzig wahre legitime Siedler-Nachfolger oder Siedler-Nachfolger in Anführungszeichen, weil es natürlich kein offizielles Siedler ist. Aber Volker Wertig hat ja seine eigene Firma gegründet, nachdem es mit Siedler 8 nicht so wirklich funktioniert hat.

Und hat dann parallel zu Siedler 8, ich glaube Neue Allianzen heißt das, oder täuscht mich jetzt da, ich glaube Neue Allianzen, hat ja da am Anfang so als Berater mitgewirkt, ist ja dann ausgestiegen. Die haben ja ein Reboot von dem Spiel irgendwie gemacht und er hat dann angefangen Pioneers of Pagonia zu machen. Und das ist, meine ich, seit 23 in Entwicklung oder so.

Aber jedenfalls habe ich das jetzt im Early Access lange Zeit gespielt und seitdem ist viel passiert. Ich möchte da mal einen kurzen Abriss geben, weil es wirklich ein Spiel ist, da haben die Entwickler sehr viel Herzblut und sehr viel Arbeit reingesteckt. Also es gibt mittlerweile ein Quality of Life Update 1, ein Wirtschaftsupdate mit der Version 0.4, ein Shared Coop Update, das ist übrigens interessant, man kann das Spiel tatsächlich im Shared Coop spielen, aber nicht gegeneinander, was ich ein bisschen bedauere, aber sowas zum Beispiel kann ich mir gut bei meinen Kindern vorstellen, in der Version 0.5. Dann noch ein Quality of Life Update mit der Version 0.6, ein Bergbau Update 0.7, noch ein Quality of Life Update, ein Magic Update mit neuen Gebäuden und neuen Schatzsucher und was weiß ich, Arkane, Zaubereien, Hexer, neue Gegnertypen, dann gab es ein Winter Update, noch ein Quality of Life Update, dann ein sehr großes Update mit der Version 0.14, da wurden Siedlungsfortschritte eingeführt, neue Gebäude und dann zuletzt mit der 0.15 tatsächlich noch ein Editor, wo man eigene Karten erstellen kann und jetzt mit der Version 1.0, die erst vor wenigen Tagen rausgekommen ist tatsächlich, wurde noch eine Kampagne hinzugefügt. Jetzt muss ich natürlich dazu sagen, ein Strategiespiel und eine Kampagne, das ist immer so eine Sache, das versucht ja immer so narrativ irgendwas dir beizubringen, soll es einer Story folgen, soll es eine Geschichte verfolgen und das funktioniert ja mal mehr oder mal besser, mal weniger besser, weil es ist nicht immer ganz spannend, man versucht dann in der Engine und der Spieloptik und in der Mechanik das Spiel weiter zu erzählen, das klappt nicht immer ganz gut.

Bei dem Spiel ist es zum Beispiel so, dass das Spiel ja im Prinzip immer wieder das Spielprinzip von vorne anfangen muss. Also das Spiel sagt ja, du musst auf die Insel, dann gehst du auf die Insel, baust alles neu auf, dann hast du die Insel abgeschlossen, dann sagst du naja, jetzt müsstest du aber auf die Insel, dann gehst du weiter, fängst wieder von vorne an, machst das gleiche. Deswegen, so eine Kampagne ist immer so ein bisschen mit einem weinenden und lachenden Auge zu sehen, aber da das Spiel an sich sehr viel Spaß macht und ich möchte jetzt nicht nochmal alles erzählen, das habe ich alles schon mal im letzten Podcast erzählt, aber dadurch, dass das Spiel sehr viel Spaß macht, dadurch, dass es ein richtiges Siedler ist, macht auch die Kampagne Spaß, mit allen Mängeln, die es vielleicht hat. Ich habe jetzt wieder in der kurzen Zeit tatsächlich etliche Stunden reingesteckt und dieser Suchtfaktor, ich bin ein unheimlich gerne ein Siedlerspieler, ich bin nicht so der Anno-Spieler, ich bin ein Siedlerspieler und dieses Spiel hat alles drin, was ein Siedlerspiel ausmacht, bis auf eine Sache und wenn man sich diese ganzen Reviews jetzt anschaut, die jetzt auch alle so rausgekommen sind, zu Version 1.0, die wenigsten kritisieren das, was an dem Spielern kritisiert, was man am meisten kritisieren müsste, nämlich, in jedem Siedlerspiel gibt es eine andere KI, die mitsiedelt, das ist die Quintessenz aus Siedler, dass jemand anderes mitsiedelt und wir um die Ressourcen sozusagen, wir müssen die Grenzen schneller erweitern, also wir müssen Ressourcen sichern, das gibt es in dem Spiel so in der Form nicht, es gibt zwar feindliche KIs, die unterschiedliche Sachen machen, es gibt Banditen, die ein Lager irgendwo haben und dann gehen sie rein und holen euer Kram raus, bestehen euch quasi, es gibt auch eine KI, die so ein bisschen die Grenzen erweitert, aber es gibt nicht so wirklich eine feindliche KI, die genau das macht, was ihr macht und das ist das Einzige, was ich dem Spiel wirklich ankreide, dass das nicht möglich ist, auch jetzt mit der Version 1.0 niemals angedacht war, weil das ist so die Quintessenz daraus, dass man im Wettbewerb ist und ich bin in dem Spiel in keinem Wettbewerb, ich muss zwar Gegner irgendwie vernichten und weiterkommen, aber es ist nicht das Gleiche. Aber ansonsten ist das ein Siedler par excellence, also jeder, der dieses Spielprinzip mag und das Spiel kostet gar nicht viel, es ist relativ günstig, würde ich sofort empfehlen, da mal einen Blick reinzuwerfen, weil das Spiel macht fast alles richtig.

[Patrick]
Ja wow, ich habe es auch damals unterstützt und es ist noch ungespielt hier, aber ich freue mich drauf, ich will es auch nächstes Jahr auf jeden Fall spielen.

[Kai]
Ich freue mich voll, ehrlicherweise. Ich habe gerade so ein richtig warmes Gefühl, weil ich das damals den Start von Pyramids of Pagonia verfolgt habe und dann auch mitbekommen hatte, dass es keinen so guten Start hat, weil es nicht auf dem Niveau war, wie man es vielleicht erhofft oder erwartet hat, was vielleicht auch illusorisch war, dennoch waren die Erwartungen ja da, gerade an den Völker wertig, dass er dann sofort einen Siedler 4 im alten Sinne irgendwie abliefert und umso mehr freut mich, dass auch die dran geblieben sind und das weiterentwickelt haben. Der letzte Kritikpunkt von dir Alex, ist tatsächlich aber schon so ein bisschen, ja jetzt siedle ich auf einer Insel, das ist ja ein bisschen mehr Anu-Style, diese Optimierung von Warenketten, das kann Siedler schon auch, er hatte aber eigentlich immer einen Nebeneffekt zu dem Kriegshandwerk.

Siedler war ja per Definition, zumindest in den alten früheren Teilen, immer mehr ein, jede Warenkette diente dem Zwecke, letztendlich stärkere, stärkeres Militär herzustellen. Zwar nicht wie Anu, ich baue jetzt eine hübsche Stadt, sondern ich baue eine möglichst effektive Kriegsmanschinerie, zumindest habe ich das immer so empfunden und wenn das jetzt ein bisschen weg ist, wird da glaube ich schon ein bisschen die Basis fehlen, was mir da fehlen würde.

[Patrick]
Du hast aber sicher NPC-Gegner, ich habe gesehen, da gibt es Wehrwölfe und so Kram.

[Alex]
Ja, also das fällt nicht weg, das habe ich vielleicht falsch dargestellt. Also du hast absolut recht Kai, es ist wie bei jedem Siedler, tatsächlich so die ganzen Warenketten, alles was man da macht, was man aufbaut, da geht es im Endeffekt darum, ein Militär aufzubauen. Also im Endeffekt, entweder der Soldaten herzustellen, es gibt mannigfaltige Soldatenarten, es gibt wie gesagt, habe ich schon vorhin gesagt, Zauberer, es gibt Waldläufer, es gibt Doppelklingenkämpfer, Klingentänzer heißen die, es gibt dies, jenes und jede Einheit kontert eine gegnerische Einheit auf dem Spielfeld, also und man baut natürlich auch wieder Münzprägereien und so, um diese ganze Militär stärker zu machen insgesamt, also effektiver zu machen und es ist wirklich so, im Endeffekt mündet das alles darin, dass man die Gegner von der Platte putzt, also die Karte säubert, ja das ist schon so, aber es ist nicht so, dass es eine KI ist, die siedelt, also die haben halt ihr Lager da und um das Lager herum stehen 20 Banditen und das werden immer mehr und immer mehr und immer mehr, bei den Wehrwölfen zum Beispiel, weil du gerade gesagt hast, Patrick, es ist so, die Wehrwölfe sind am Anfang recht wenige, beißen, gehen die in dein Lager, machen einen Soldatüberfall, beißen die jemanden von dir, verwandelt sich derjenige auch in einen Wehrwolf, dann gehen sie zurück in ihr Lager, sie sind wieder mehr dadurch, dann kommt beim nächsten Überfall nicht mehr 5 Wehrwölfe, sondern 10, die beißen wieder welche von dir und irgendwann ist dieses Wehrwölflager so groß, dass du dem kaum noch Herr wirst, so und dann hast du eine Kontereinheit, die besonders gut gegen Wehrwölfe ist, mit Silberklingen und greifst die halt an, versuchst sie zu vernichten, aber die machen im Endeffekt ja nichts, ne, die siedeln nicht, die Ressourcen liegen ja immer noch da, ihr versteht meinen Punkt, oder?

[Patrick]
Ja, klar.

[Alex]
Es fehlt halt so ein bisschen das, was man auch selber macht, dass es eine echte KI gibt, also wirklich eine Intelligenz, die aus den Mitteln, die gegeben sind, Startbedingungen das Beste draus macht und besonders effizient baut und die halt Sachen wegnimmt und du halt dann benötigt bist, schneller zu sein als der, das kommt in dem Maße nicht vor. Es gibt eine Fraktion, die Scavs, die sind so ein bisschen so aufgebaut, die erweitern auch die Grenzen, aber das kannst du nicht vergleichen, weil die relativ langsam vor sich hin wurschteln, ehrlich gesagt.

[Patrick]
Ja, schade, aber trotzdem, ich glaube, wir beide müssen mal spielen, dass wir da…

[Alex]
Wie viele Stunden hast du drin? Oh, das ist eine gute Frage, ich habe in der damaligen Early Access Version ja auch ein kleines Let’s Play gemacht, ich weiß nicht, wie lange ich da gebraucht hab. Also ich würde sagen so 30, 40 Stunden bis jetzt ungefähr und ich bin dann noch am Anfang der Kampagne, ich bin jetzt in der dritten Mission.

Also, ja, da kommt noch ein bisschen was dazu. Das ist halt tatsächlich so, man fängt an und die Zeit vergeht, die vergeht, vergeht, vergeht. Wenn man mit der Mission fertig ist, hat man zwei Stunden wieder auf der Uhr und denkt sich, huch, das ging aber schnell.

Naja.

[Kai]
Das klingt nach einer sehr guten Kaufempfehlung. Vielen Dank dafür, dass du das wieder ins Gedächtnis gerufen hast.

[Alex]
Aber gerne doch, dafür bin ich doch da. Aber vielleicht, Kai, hast du auch eine Kaufempfehlung? Was ist denn dein großer Platz 1?

[Kai]
Eine Kaufempfehlung wahrscheinlich für euren Spieleschrank nicht, aber vielleicht zukünftig, weil das Spiel kriegt tatsächlich auch eine Umsetzung. Ich habe wieder ein Brettspiel ausgepackt, wie soll es anders sein? Das Jahr war auch schwierig und ich habe mein absolutes Lieblings Brettspiel ausgepackt, was immer noch viel zu selten auf den Tisch kommt, aber jetzt zumindest 3-4 Mal dieses Jahr dran war.

Und zwar rede ich von Twilight Imperium.

[Patrick]
Yes.

[Kai]
Was ist Twilight Imperium? Twilight Imperium ist im Prinzip ein Area-Control-Spiel. Das heißt, es geht darum, möglichst viel eigenen Einfluss zu haben und dabei maximale Siegpunkte.

Am Ende muss man 10 Siegpunkte erreichen. Das klingt erstmal nicht nach wahnsinnig viel. Man hat ja auch Spiele, wo man hunderte von Siegpunkten erreicht.

Allerdings spielt man das Spiel nicht unter 4-5 Stunden, selbst zu dritt nicht. Je mehr Spieler es werden, und es ist bis zu 8 Spieler spielbar mit den Addons, desto länger geht das tatsächlich auch. Die letzte Session, die ich hatte, die war über 2 Tage.

Das war großartig und das Schöne an dem Spiel ist, und ich kann glaube ich gar nicht die ganze Mechanik jetzt in einem vernünftigen Aufsatz irgendwie wiedergeben, aber das Schöne ist, dass man beim Spielen die ganze Zeit die Eleganz der Spielmechaniken bewundert, weil es viele Fehler, die andere Spiele machen, vermeidet, indem es die Möglichkeiten effektiv einschränkt und damit eine taktische Vielfalt an Entscheidungen und an Zwängen heraufbeschwört, die das ganze Spielprinzip spannend machen.

Die Addons im Gegensatz zu Terraform Mars oder Stellaris, was ich auch schon genannt habe, fügen sich die Addons hier nahtlos ein und erweitern das ganze auf angenehme Weise, ohne massiv viele Mechaniken hinzuzufügen. Das eine erste Addon erweitert den Spielfundus auf 8 Spieler. Damit habe ich es noch nie gespielt.

Es wäre ein großer Traum, Twilight Imperium mal mit 8 Spielern zu spielen. Ich glaube, das muss der Hammer sein.

[Patrick]
Wäre das ein Ortseithaus?

[Kai]
Ich glaube, dafür kann man sich aber Urlaub nehmen. Das wäre auch meine Befürchtung. Aber das Spiel macht taktisch eigentlich alles richtig, auch wenn es im tiefsten Inneren selbst eine massiv komplizierte Variante von Risiko ist.

Wenn man es mal ganz plakativ beschreiben möchte. Aber die ganze Mechanik und der ganze asymmetrische Spielstil der verschiedenen Völker, das Auseinanderdividieren der verschiedenen Mechaniken und der Einfluss, den die verschiedenen Mechaniken haben. Das, was auch gefördert wird, ist das Gespräch zwischen den Spielern.

Es gibt wenig Spiele, die so viel Interaktion zwischen Spielern hervorrufen wie Twilight Imperium. Das ist eine massive Hausnummer. Das ist eine Mischung aus Master of Wine, Risiko – viel bessere Vergleiche kriege ich gerade nicht – aber es ist ein großartiges Spiel.

[Patrick]
Ein ganz kleines bisschen sieht er von Gathame. Du baust ja durchaus auf Planeten auch Kasernen und Raumbasen, aus denen du wieder Schiffe bauen kannst.

[Kai]
Ja, minimalistisch. Flotten. Ja, aber da auch die Eleganz des Spiels liegt in dem Zwang, sich zu reduzieren.

Bei den Flotten musst du immer entscheiden, wie viele Flottenpunkte gebe ich aus. Das heißt, wie viele Schiffe kann ich gleichzeitig in einem System administrieren. Das ist ein bisschen das, was andere Spiele mit – ich kriege es gerade nicht auf der Kette.

Ich glaube, war das bei Stellaris nicht auch so mit Flottenpunkten?

[Patrick]
Ja, aber ich glaube, der eiserne Drohnen, Jammer of Thrones, kam raus, bevor die Serie überhaupt rauskam. Das hat diese Mechanik auch, dass jede Armee nur so und so viele Einheiten haben darf, weil du sie sonst einfach nicht füttern kannst.

[Kai]
Ja, das gibt es hier halt auch. Aber hier ist nicht die Gesamtgröße bedacht. Die Gesamtgröße ist anhand der Schiffverfügbarkeit an Figuren limitiert, sondern die Verfügbarkeit, die du in einem System haben kannst.

Und das inklusive der Bewegungseinschränkungen, dass du bestimmte Systeme, also Systeme, die aktiviert wurden, darfst du nicht nochmal betreten und so weiter. Damit kannst du nicht aus drei verschiedenen Systemen jetzt alles nacheinander in ein System reinziehen und dreimal gegen den gleichen kämpfen, sondern du musst halt taktisch deine Truppen langfristig verschieben. Das ist eine unfassbare Eleganz an Spielmechanik.

Das ist saukompliziert beim ersten, zweiten Mal zu spielen, aber es prägt sich so ein und es leuchtet so ein, was da passiert. Fantastisch. Du hast zwischendurch auch noch massive Gamechanger, dass dann durch den Diplomatie-Part, wenn das erste Mal der Rat tagt und die Leute abstimmen über Gesetze, dass auch teilweise nochmal Gameplay-Mechaniken außer Kraft gesetzt werden oder dass Leute dafür abstimmen können, dass bestimmte Systeme irgendwie zur Non-Access-Area erklärt werden oder, oder, oder.

Das hat eine unglaubliche Schwierigkeit. Ich würde das gerne jede Woche spielen. Das ist aufgrund des Spiels nicht machbar, aber, jetzt kommt der große Aberpunkt, das Spiel ist angekündigt für eine Steam-Umsetzung.

Und dann sieht die Nummer wieder ganz anders aus. Da bin ich gespannt, wie die KI wird, wenn es dann eine KI gibt, aber zum Beispiel Terraforming Mars ließ sich auch super auf dem PC spielen und ich rechne damit, dass das Spiel eigentlich auch ganz cool dafür ist. Wobei nichts darüber geht, mehrere Leute hier am Tisch sitzen zu haben und das Spiel überm Wochenende durchzusauen.

[Patrick]
Das ist auch der Runde, die auch am PC länger gehen wird. Das wirst du niemals in einem Abend online mit Freunden über Headset durchspielen können. Das musst du auf jeden Fall aufteilen.

Wird locker 10 Stunden eine Runde dauern, denke ich mal.

[Kai]
Die letzte Runde, die wir gespielt haben, ging über 8 Stunden zu viert.

[Patrick]
Hi, wenn es okay ist, greife ich ganz kurz rein, weil ich würde gerne eine Spielmechanik, also eine minimale Spielmechanik erklären, das jetzt ein Zuhörer unter Alex auch sich besser vorstellen kann. Nur mal so viel gesagt, angenommen man spielt zu viert, dann ist es so, es gibt 8 Phasen in einem Spiel und jede Phase wird aber durch eine Karte dargestellt. Zumindest in der dritten Version war es so.

Du hast jetzt glaube ich die vierte Edition. Und zum Beispiel eine Phase ist Raumschiffbau oder eine Phase ist Bewegung und eine andere Phase ist zum Beispiel irgendwas wirtschaftliches. Und jetzt muss aber jeder Spieler sich eine dieser Karten nehmen und wenn er dran ist, dann passiert diese Phase.

Und alle sind gleichzeitig dran. Angenommen ich habe jetzt die Wirtschaftsphase und das ist eine 3, der Kai hat die Raumschiffbewegungsphase, das ist die 5 und der Alex hat die Raumschiffbauphase, das wäre die 7.

[Kai]
Das sind die Strategiephase, was du meinst? Genau. Aber das, also lass mich ganz kurz reingritschen, weil du erklärst ja wie gesagt auch gerade die dritte.

Das ist eine der beliebigen Aktionen, die man machen kann. Man wählt hier am Anfang in der Strategiephase wählt man die verschiedenen Strategien aus, 1 bis 8. Das Schöne an den Dingern ist immer, das Ganze zeigt auch die Spielreihenfolge, also die Initiative, eins ist zuerst dran.

Und das zweite ist halt, auch wenn du nicht die Strategiekarte hast, die jemand genommen hat, weil die kann ja nur einer haben, gibt es immer einen sekundären Bonus, den alle ausführen dürfen.

[Patrick]
Richtig, ja.

[Kai]
Und das ist halt auch, in jeder Phase des Spiels werden die anderen Spieler mitgedacht. Das heißt, du bist nie und das ist das Schöne, es gibt eigentlich keine Downtime, weil du nichts hast, wo du nicht die ganze Zeit mit involviert bist. Das gibt es, also außer vielleicht wenn Spieler 2 gegen Spieler 3 kämpft und du bist gar nicht involviert, dann guckst du halt zu.

Aber ansonsten bei den ganzen taktischen Entscheidungen bist du immer involviert, weil du entweder Teil der Bewegung bist, weil du reagieren musst, weil die Strategiekarte mit abgehandelt wird. Da hat sich jemand unfassbar viele Gedanken gemacht und es geschafft, ein möglichst kohärentes System aufzubauen, wo alle Spieler was davon haben, was am Anfang total überfordernd ist, aber gut reingeht und nicht überfordernd in der Anzahl der Mechaniken. Weil es ist, am Ende lässt sich das drauf rausspielen, irgendwie du kannst Karten ausspielen, du kannst Schiffebewegungen machen, du kannst also System aktivieren, um zu bauen oder Schiffe zu bewegen und du kannst Strategiekarten ausspielen.

Das war’s, ne, im Groben.

[Patrick]
Ja, im Groben, aber dadurch, dass halt am Anfang diese Karten gewählt werden müssen, sind nicht immer alle Phasen aktiv, worunter, und das kommt ja auch noch dazu, das hat mir auch gut gefallen.

[Kai]
Das kommt auf die Anzeige, es werden, also es bleiben Karten über in bestimmten Situationen, wenn du zu dritt spielst zum Beispiel, dann werden nur 6 Karten gewählt und 2 bleiben über. Das heißt aber nicht, dass du bestimmte Aktionen gar nicht machen kannst. Also klar, du kannst dann keine Weltraumbasis bauen, wenn du die Bauernkarte nicht hast.

Das zum Gehör schon geht nicht. Du kannst immer noch Schiffe bauen, wenn du eine Weltraumwerft hast, aber du kannst halt nicht eine Weltraumwerft bauen.

[Patrick]
Ja, was krass ist, ich hab hier die viel komplexere dritte Edition, die nur auf Englisch ist, die hier stehen, die ich auch noch nicht so oft gespielt habe, aber oft genug, dass ich logischerweise jetzt wie ihr merkt mitreden kann. Und die vierte ist erstens mal auf Deutsch übersetzt und zweitens ist sie deutlich entschlagbarer wie die dritte. Und ich bin echt mal mega gespannt auf die Videospielumsetzung.

Allein schon, dass ich es einfach mal alleine spielen kann, das wird mir schon reichen. Weil es ist wirklich, ich würde sogar sagen, das beste Brettspiel, das es gibt, wenn man Zeit hat. Und es ist einfach geil.

Es ist ein geiles Spielgefühl. Es macht mega Spaß und jeder, der mitgespielt hat. Das einzige Problem, was ich in dem Spiel sehe, ist man kann Leute von der Platte putzen und das ist halt mega ärgerlich, wenn ich nach 2 Stunden einen Spieler, der da sitzt, von der Platte putze und der guckt dann den Rest des Abends zu.

[Kai]
Ja, das kannst du haben. Hatte ich tatsächlich noch nicht. Ehrlicherweise, was ich aber hatte, ist, dass sich zwei Leute bis aus Blut bekriegt haben und der dritte gewonnen hat.

Weil die anderen beiden sich einfach niedergemetzelt haben und der dritte einfach seine Siegpunkte einsam und allein mit anderen Sachen gesammelt hat.

[Patrick]
Auf jeden Fall Hammerspiel. Also toller Platz 1 Kai und ich bin, wie gesagt, bei der dritten Edition. Ich kenne die vierte nicht, aber das Spiel sollte jeder mal gespielt haben in seinem Leben.

Einfach klasse.

[Kai]
Hintergrund für die Nennung war tatsächlich, dass auf das Spiel auch das neue, das zweite Addon angekündigt oder rausgekommen ist. Was ich mir dann auch geholt habe. Das Spiel ist nicht günstig.

Das Basisspiel kostet im Schnitt zwischen 70 und 100 Euro. Die Addons kosten jeweils nochmal das gleiche. Das heißt, wenn du All-in-One gehst, bist du bei 300 Euro.

Dafür kriegst du halt auch schon Frosthaven.

[Patrick]
Und du sollst einen großen Tisch haben. Das passt bei mir gerade auf den Tisch der Spielplan.

[Kai]
Ich habe einen Spieltisch und der ist dafür tatsächlich sehr ideal. Mit zu viert haben wir es hingekriegt. Sechs oder acht Leute würde ich auch nicht.

Also acht Leute auf gar keinen Fall. Sechs könnte vielleicht knapp gehen.

[Alex]
Also was ich mir hier frage ist, wie könnt ihr euch die Regeln merken bei so überkomplexen Spielen? Das ist doch ein Buch, oder?

[Kai]
Ich finde, das Spiel tatsächlich geht. Du guckst am Anfang relativ oft nach, aber das Spiel hat ein wahnsinnig gutes Handbuch. Es besteht aus zwei Handbüchern.

Eins, so spiele ich die erste Partie. Und ein vernünftiges Glossar, wo du tatsächlich gut nachgucken kannst im laufenden Spiel. Und ich finde es nicht so schlimm und nicht so interpretationslastig, wie das zum Beispiel bei Terraforming Mars durch die ganzen Kartenaktionen auch zwangsläufig der Fall ist.

Terraforming Mars kann sich nicht jede Kartenmechanik im Regelwerk erklären und ist dann dadurch relativ anstrengend. Das hast du natürlich bei so einem relativ cleanen Spiel wie Twilight Imperium nicht.

[Alex]
Aber man muss das schon regelmäßig spielen, sonst vergisst man wahrscheinlich trotzdem nicht.

[Kai]
Dieses Jahr haben wir ein bisschen öfter gespielt. Davor war ein Jahr Schicht oder nichts und dann habe ich tatsächlich fast wieder von vorne lesen müssen. Das stimmt.

[Patrick]
Du hast immer einen am Tisch sitzen, nachdem du es nochmal komplett erklären musst.

[Kai]
Ja, das ist aber ganz gut, weil dann hast du es auch selber nochmal drauf. Das Problem ist, ein paar Mechaniken fallen dir erst wieder im laufenden Spiel ein. Deswegen wäre es schon schön, wenn es öfter auf den Tisch kommt, weil man merkt dann schon, das Spiel ist ja so designed, dass du die Regeln sinnvoll und richtig spielst.

Dann hat es halt auch die größte Eleganz in dem Spieldesign. Man kann Fehler machen, nicht weil es falsch erklärt wird, sondern weil man es falsch gelesen hat oder übersprungen hat oder sonst irgendwie was. Das merkt man hinterher, weil man denkt, das kommt mir aber unelegant vor.

Das war auch nicht so gemeint.

[Alex]
Ich bewundere das. Ich habe es ja schon gestern, glaube ich, gesagt im Podcast. Da hast du ja auch schon eine Brettspiel-Lendung gehabt.

Ich bewundere das natürlich und ich würde es auch gerne spielen, tatsächlich. Also finde ich auch einen coolen Platz 1. Auch wenn ich das Spiel nicht kenne, ich kenne aber die Packung.

Da ist doch so ein Löwe oder so oder so ein Tiger vorne drauf, ne? Genau. Das ist schon, glaube ich, ein ziemlicher Oschi.

Ich liebe das ja, wenn du so fette Brettspiele hast. Da käme aber das nächste Problem bei mir. Ich habe überhaupt keinen Platz mehr.

Bei mir stehen die Brettspiele mittlerweile schon am Boden, weil ich im Schrank keinen Platz mehr habe. Das ist eine absolute Vollkatastrophe hier.

[Patrick]
Vielleicht schon eine Anekdote. Ich habe ja damals extra Regal im Möbelgeschäft gekauft für meine Brettspiele. Da habe ich dieses Spiel mitgenommen, habe das dem Mann gezeigt, im Geschäft, und gesagt, für dieses Spiel brauche ich ein Regal, wo das reinpasst.

Ja, krass. Das war für mich so das Modell quasi.

[Alex]
Ja, Patrick, dann, wenn du schon am reden bist, dann sprich doch mal über dein Platz 1.

[Patrick]
Mein Platz 1 passt eigentlich zu Kai, was die Zähigkeit der Spiellänge betrifft. Und es ist ein Spiel, was aber sonst thematisch gar nicht zum Kai-Spiel passt. Und zwar ist es Kingdom Come Deliverance 2.

Ein Spiel, was mir ja am Anfang wie soll ich sagen, schmerzenbereit hat es mir nicht, aber was am Anfang für mich überhaupt gar kein Ding war. Ich dachte, das ist überhaupt nichts für mich. Teil 1 fand ich, ehrlich gesagt, auch furchtbar von der Art, wie es präsentiert war.

Teil 1 hat ewig gebraucht, bis es losgegangen ist. Ich hab ja mit euch mal geschrieben vor ein paar Monaten, hab gemerkt, Teil 1 ist für mich einfach, obwohl ich es noch mal probiert hab, gar nichts. Und ich hab Teil 2 angefangen und ich war einfach nur begeistert.

Man muss die Story von Teil 1 trotzdem mal kurz sich angeguckt haben. Es gibt aber tatsächlich vom Entwickler ein sechs Minuten langes Video, wo die Story von Teil 1 zusammengefasst wird, was krass ist. Und vier Minuten davon hab ich in den ersten zehn Stunden bei Teil 1 schon gespielt.

Aber gut, so viel über Teil 1. Und Kingdom Come Deliverance ist eigentlich aus meiner Sicht das beste Rollenspiel, was dieses Jahr erschienen ist. Es ist sehr langsam erzählt, es ist ein mittelalterlicher Simulator, aber der macht alles perfekt richtig.

Es geht damit los im Spiel, dass du durch einen Twist, den ich nicht verraten will, alles verlierst, was du hast, weil du bist ja am Ende des ersten Teils durchaus jemand, der was darstellt. Du fängst komplett bei null an in einem kleinen Dorf, sag ich mal, wo du was Wichtiges zu tun hast, aber du kriegst direkt vom Spiel klar gemacht, du hast Zeit, weil die Sache, die du tun willst, die kann erst bis zum Event passieren. Und das Event ist noch, es dauert noch, bis das passiert.

Und dadurch kannst du quasi, du musst erst mal klarkommen, du suchst dir aus, ob du bei einem Müller oder bei einem Schmied anheuerst und dort auch wohnst und dort Schmiede oder Müllerarbeit machst. Und du lernst diese Stadt ähnlich wie bei Raiders of Redemption so ein bisschen kennen, indem du die einzelnen Bewohner kennenlernst. Du kriegst Quests von denen, du sollst dann einer Sage nachgehen zum Schwert, der etwas angeblich einen Zauberer besitzt, obwohl das Spiel quasi gar keine Fantasy-Anleihen hat.

Und die ganzen Skills sind ähnlich wie bei Skyrim, bei Elder Scrolls, so dass es Learning by Doing ist. Und ich fand das so toll gemacht von der Idee her, zum Beispiel hast du den Skill für Charisma bzw. über Reden, den steigerst du, den du einfach Dialoge führst.

Das heißt, du redest zum Beispiel mit ein paar Charakteren, plötzlich kommt eine Meldung, zack, dein Sprechen ist aufgestiegen, weil du redest ja viel. Da dachte ich mir, okay, cool, dann führe ich ganz viel Dialoge, weil das machst du in vielen Rollenspielen ja gar nicht, du klickst ja durch. Umgekehrt, wenn du schleichst, bekommst du Punkte drauf.

Wenn du Kräutern sammelst, kannst du sogar einen Perk freischalten, dass deine Stärke levelt, weil du die permanent nicht bückst beim Kräutersammeln usw. Wenn du bei dem Spiel nicht aufpasst, kannst du viele Dinge verpassen. Zum Beispiel, wenn du die Hauptquests an der Stelle nicht weiterspielst, hast du gar kein Pferd, obwohl du an der Stelle schon ein Pferd haben könntest.

Du hast Tag und Nacht Wechsel, die total sinnvoll in die Welt eingebaut sind. Zum Beispiel, nachts begegnen dir ständig Gegner, denen du ausweichen musst. Deswegen musst du gut deinen Zeitplan anhalten, weil das Schnellreisesystem, da vergeht auch Zeit.

Das heißt, wenn du nachts schnell reist und triffst einen Gegner, geht die Schnellreise abgebrochen und du musst kämpfen usw. Du musst dir überlegen, wo schlage ich mein Nachtlager auf, du musst überlegen, was esse und trinke ich, weil der Charakter das alles braucht. Das hört sich alles kompliziert an, aber das hat so eine dichte Atmosphäre, dass es mir einfach einen Haufen Spaß gemacht hat.

Und auch die Charaktere sind schrullig, du triffst unterwegs ständig irgendwelche NPCs, mit denen du gar nicht rechnest. Also, das hat mich aktiv von der Hauptwest 15 Stunden lang jetzt schon abgelenkt und ich bin so drin in dem Spiel und ich bin von dieser Detailliebe so überrascht, dass es mir einfach Spaß macht. Ich will das Spiel weiterspielen.

Mich hat nur ein paar andere Sachen davon abgehalten, deswegen habe ich es pausiert, aber das ist mein Platz eins, was ich auch finde, verdient auch dieses Jahr von den aktuellen Spielen eins, was ich wirklich merke, dass die sich da sehr viel Mühe gegeben haben und das macht Bock. Also, ich bin dabei und will weiterspielen.

[Alex]
Auf welcher Plattform spielst du das? Auf dem PC. Mit Maus und Tastatur?

[Patrick]
Mit Maus und Tastatur, mit Gamepad habe ich es mal probiert, aber vielleicht noch eins zum Kampfsystem. Das ist deutlich besser als in Teil 1. Es wird damit sogar erklärt, dass Heinrich jetzt besser ist, weil er eine Ausbildung zum Ritter gemacht hat im ersten Teil.

Ich finde es am PC auch von der Steuerung besser. Ich weiß nicht, wie es am Tastatur ist. Ich habe ein großes Problem damit mit First-Person-Spielen am großen Bildschirm.

Ich mache das immer ein bisschen kirre, vor allem, wenn ich reiten muss und das Spiel wackelt auch sehr in der Optik. Ich weiß nicht, ob ihr mal den ersten Teil gespielt habt. Der bewegt ja seinen Kopf ziemlich beim Laufen.

Ich finde es am PC angenehmer zu spielen. Ich weiß nicht, wie es auf dem Steam-Deck ist. Das habe ich noch nicht ausprobiert, aber ich finde es bei Maus und Tastatur sehr angenehm zu spielen.

[Alex]
Der eigentliche Skandal bei der Sache ist doch, dass bei den Game Awards Kingdom Come Deliverance 2 nicht gewonnen hat, ne?

[Patrick]
Ja, komplett auch ignoriert wurde nicht, aber ich finde es auch schade, ne? Weil es hat aus meiner Sicht… Die haben auch DLCs jetzt rausgebracht.

Ein DLC ist zum Beispiel, weil in dem ersten Teil kommt recht schnell raus, dass Heinrichs Vater ja eigentlich ein ziemlich krasser Schmied ist und hatte quasi in einer anderen Stadt eine Schmiede. Und in Teil 2 ist der DLC einfach nur, dass du diese Schmiede wieder auf den Vordergrund bringst. Und du kannst in dem Spiel tatsächlich, also ich bin jetzt noch nicht beim DLC, du kannst es auch sagen wie in einem Wirtschaftsspiel, ich bin jetzt einfach nur Schmied.

Ich bin jetzt einfach nur hier und schmiede und verkaufe Dinge und stelle Dinge her und kaufe Ressourcen und wandle die um. Das geht auch. Du kannst auch eigentlich nur Handwerk in dem Spiel machen und einfach damit reich werden.

Und deine Skills leveln dadurch. Oder du wirst Alchemie, ne? Also du kannst quasi diese ganzen Handwerk-Dinge einfach machen.

Ohne dass das Spiel dir sagt, hör auf damit.

[Alex]
Also ich finde, das klingt alles echt ziemlich cool. Du machst mir zumindest das Spiel gerade recht schmackhaft. Und ich frage mich tatsächlich, warum ich weder Teil 1, jetzt noch Teil 2 aktuell mal so richtig angefangen habe.

Also normalerweise ist das schon so ein bisschen meine Art von Spiel. Und ich hab so ein bisschen das Gefühl, ich hab da mir selbst etwas verbaut und hab was verpasst, was eigentlich ziemlich geil ist.

[Patrick]
Ja, und wie gesagt, nicht von Teil 1 abschrecken lassen. Wobei, jetzt ist ne News gekommen, dass sie Teil 1 nochmal remastern wollen. Teil 1 war halt deutlich sperriger wie der hier, ne?

Das Einzige, was mich wirklich ankotzt, ich glaub das ist dir auch klar, das ist mit einem Grund, warum du es vielleicht nicht gespielt hast, ist das Speichersystem. Ich weiß nicht, warum sie sich dafür entschieden haben. Zu dem Spiel hätte auch gepasst, dass man frei speichern und freiladen kann.

[Alex]
Du musst einen Schnaps trinken, ne?

[Patrick]
Ja, du musst einen Schnaps trinken. Oder, und das ist halt was, was ich oft mache, ich hab mir immer recht, wenn du das Spiel beendest, kannst du ja auch speichern. Was ich ganz oft mache, was man eigentlich nicht machen soll, aber es ist mir egal, wenn ich an einer heiklen Stelle bin, dann mach ich Escape, mach Speichern und beenden, geh aus dem Spiel raus und geh dann wieder rein, weil dann hab ich ja quasi ein Quicksave.

Und zum Beispiel jetzt, das Spiel speichert eigentlich immer. Also nicht, dass ich jetzt hier meinen Spielverlauf ständig ändern will, aber ein Beispiel, ich hab eine Quest, dass ich in ein anderes Dorf laufen soll und der Sinn das machen soll. Dann laufe ich dahin, werde aber unterwegs von einem Räuber angegriffen mit einer Armbrust und der schießt mich mit einem Schuss.

Weil Armbrust ist halt tödlich, ist ja auch realistisch. Und dann sehe ich, dass ich das letzte Savegame hatte, dass ich aus dem Bett aufgestanden bin. Da muss ich quasi drei Stunden nochmal spielen und da bin ich halt stinksauer.

Und das ist das, was ich einfach nicht verstehe. Also klar, für diese Entscheidungsdinger vielleicht, aber das ist jedem Spieler selbst überlassen, was er da macht. Gibt sicher auch Mods, die das lösen, aber ich möchte keine Mods installieren.

Aber das wäre für mich sowas, wo ich denke, warum kann ich nicht frei speichern laden? Das ist halt ein bisschen schade. Und da würde ich auch jedem empfehlen, spielst du wie ich, an einer heiklen Stelle, geht kurz aus dem Spiel raus oder diesen Schnaps.

Das Problem ist halt im Schnaps, erstens, der ist dann leicht betrunken, der Charakter, was irgendwie, ja gut, lustig sein soll, aber ich nicht lustig finde, wenn ich speichern will. Zweitens, du musst den halt craften und das ist nicht billig. Und das finde ich die einzige Design-Situation, die ich nicht so gut finde.

Alles andere ist aus meiner Sicht top.

[Kai]
Der Grund, warum ich das ausgelassen habe, ist, ich habe Teil 1 tatsächlich ausprobiert und ich hatte so ganz krasse Erinnerungen an Witcher 2. Weil ich habe, glaube ich, bestimmt schon mal irgendwann in diesem Podcast gesagt, dass ich sowohl Witcher 1 als auch Witcher 2 grauenvolle Spiele fand. Vielleicht nicht unbedingt von der narrativen Seite, das kann ich nicht beurteilen, dafür habe ich es nicht lange genug gespielt, aber von der Gameplay-Seite, die Steuerung war aus der Hölle.

Und ich hatte genau die gleichen Empfindungen bei Kingdom Come Deliverance 1. Und der zweite Grund ist, selbst wenn das jetzt behoben ist, ist das ja immer noch ein riesen Trümmer, wo ich mich wahrscheinlich nicht nachhaltig motiviert kriege, da längere Zeit zu verbringen. Kann ich mir schwer vorstellen.

[Patrick]
Ja, nicht jeder meint es. Das Spiel ist auch wieder so ein Nischenspiel, was nicht jedem gefallen wird und auch nicht jedem gefallen soll. Ich denke, die haben ihre Playerbase hier.

Aber ich kann ja sagen, das Kampfsystem ist deutlich simpler, also ist deutlich verständlicher auch. Also gerade sowas wie blocken und so, das habe ich im ersten Spiel überhaupt nicht gerafft, was ich da tun soll. Und aber auch, es ist trotzdem so, und das finde ich eigentlich cool, wenn du mehr als zwei Gegner hast, hast du ein Problem in dem Spiel.

Und dann ist auch die Frage, musst du eigentlich in jedem Spiel mit jedem Gegner klarkommen. Weil ich habe zum Beispiel eine Quest gehabt, wo ich ein Pferd, also ein Charakter ist quasi beschädigt und hat gesagt, pass mal auf, kannst du mein Pferd zurückholen? Und die Banditen haben es geholt.

Und da waren acht Banditen und ich habe ganz oft neu gestartet. Ich bin ständig gestorben. Ich habe es nicht geschafft, weil mein Ziel war, wie in jedem anderen Spiel, ich bringe die acht Leute auf jeden Fall um und klaue das Pferd.

Ich habe es nicht geschafft. Und irgendwann bin ich einfach da reingerannt, habe quasi zwei Wachen erledigt von hinten und habe dann das Pferd geklaut und weggeritten. Und zwar so lange weggeritten, bis sie mich nicht mehr verfolgt haben, weil sie kein Pferd hatten.

Und dann habe ich die Quest geschafft. Also man muss dann auch solche Wege wählen, weil man merkt, man ist eigentlich nur ein Mensch in diesem Spiel. Man hat nicht die Chance, gegen acht Leute zu bestehen.

Und das ist eigentlich eine coole Sache, weil das sollte ja auch ein Spiel mal darstellen.

[Alex]
Auf jeden Fall habe ich gerade mal bei Steam geschaut. Das ist ja unglaublich. Das hat bei 18.000, also bei den kürzlichen Rezensionen, 18.000, über 18.000 Rezensionen, eine Wertung von 98 Prozent. Und das ist ja ein AAA-Spiel, würde ich mal sagen. Das ist ja für diese Art von Spiel, normalerweise kriegen ja Indie-Produktionen ganz oft so hohe Bewertungen, aber das ist ja echt krass. 98 Prozent.

Übrigens gerade im Sale für 29,99. Kurz davor ist zu kaufen. Aber übrigens, ich habe es ja letztes Mal schon im Discord gesagt, das Spiel gibt es ja auch bei Prime Gaming in diesem Streaming-Verfahren, was sie da haben für quasi kostenlos.

[Patrick]
Ja, wie gesagt, probiert es gerne aus. Es ist sperrig. Gebt dem Spiel Zeit.

Ähnlich wie bei Octopath Traveler sind Spiele, da muss man erst mal reinkommen. Gerade der Anfang ist halt sehr geskriptet. Das ist auch cool, weil das ist auch ein bisschen spannend erzählt.

Also die ersten zwei Stunden, würde ich sagen, ist so eine Art Prolog. Du startest aber da auf jeden Fall, also da gebe ich dir Empfehlung, wenn man den ersten Teil nicht spielen will und den zweiten startet, guckt euch das offizielle Video an, was den ersten Teil zusammenfasst, weil es geht quasi direkt, es ist direktes Sequel. Trotzdem machen sie einen wunderbaren Kniff.

Du erzählst quasi mit anderen Charakteren im Lagerfeuer, was passiert ist. Also du kriegst im Spiel von Teil 2 erzählt, was passiert ist und du kriegst auch, wenn du Charaktere aus Teil 1 triffst, die relevant sind, dann kriegst du nochmal das im Spiel so erzählt, wer das eigentlich ist. Also du kannst es auch ohne Teil 1 spielen, aber wenn du es eh spielen willst, guck dir die paar Minuten aber an.

Das macht auf jeden Fall Sinn.

[Alex]
Und das Spiel sehe ich gerade, ist in der CryEngine gemacht worden. Das ist ja auch interessant.

[Patrick]
Es sieht auch unheimlich schick aus. Ja und auch so Mechaniken wie zum Beispiel, es gibt ein System, du kannst dich anschleichen und jemanden quasi umbringen. Was ich nicht wusste, du brauchst ja durch ein Messer.

Ich hatte keins. Und in dem anderen Spiel gibt es ja einfach so einen Stealth-Move. Nee, da nicht.

Du nimmst ihn in die Hand und er kommt und du kannst ihn dann mit der Faust K.O. schlagen, aber er kann Kontern, der Gegner. Wenn er das macht, hast du keine Chance. Dann schreit er auch rum.

Wenn du ein Messer hast, musst du aber auch ein Quick-Time-Event schaffen, was auch finde ich passend ist, weil wieso sollte Heinrich auch jetzt jeden Typ einfach mit einem Klick wegmachen. Also du hast immer die Schwierigkeit, dass vor dir Gegner stehen, die eine Bedrohung darstellen. Und vielleicht ist es auch, wie gesagt, wenn ich eben schwärmend bin, du triffst aber auch genug NPCs, die es gut mit dir meinen.

Zum Beispiel läufst du in der Open World rum. Da hatte ich die Schnellreise, kam eine Meldung, ah ja, du siehst eine Gestalt, möchtest du auf sie reagieren? Dann klickst du auf Ja und dann geht das Spiel quasi wieder zurück in die Spieloptik, also aus der Schnellreise raus.

Dann war da so ein Typ gestanden, der ist Dichter. Dann hat er gesagt, hast du Zeit, um dir ein Gedicht anzuhören? Dann hörst du das Gedicht an, das geht ewig.

Danach sagt er, hör mal, ich habe zwar kein Geld, aber ich gebe dir einen Rat mit auf den Weg. Möchtest du wissen, wie du in der Wirtschaft besser wirst oder möchtest du besser dichten können? Und dann kommt raus, der schenkt dir ein Skill.

Das ist halt mega geil. Und ein Skill, den nur er dir schenkt. Und sowas ist, das ist halt cool, weil du in dem Moment merkst, okay geil, ich hab jetzt grad mir 10 Minuten was angehört, aber jetzt bekomme ich was dafür, was nicht jeder bekommt, weil es ein Event war, was nur bei einer Reise passieren kann.

Und wie gesagt, das sind Sachen, die sind halt einzigartig und das gefällt mir so gut.

[Alex]
Nun denn, kommen wir doch von einem Rollenspiel auf Platz 1 zum nächsten Rollenspiel auf Platz 1, nämlich zu Flo’s Platz 1. Und ich denke, wenn ich euch jetzt fragen würde, welches Rollenspiel hat Flo auf Platz 1 gewählt, würdet ihr nicht drauf kommen. Oder vielleicht doch.

Ich frage mal die Runde, könnt ihr euch ein Rollenspiel vorstellen, das Flo auf Platz 1 gesetzt hat?

[Patrick]
Also ich hab jetzt eher mit Metroid gerechnet, also kein Rollenspiel.

[Alex]
Nee, genau. Also hört sich so an, als würdet ihr nicht drauf kommen. Ich wäre auch nicht drauf gekommen.

Und zwar ist es Pillars of Eternity 2 Deadfire, was ich ehrlich gesagt ziemlich geil finde. Ich gehe davon aus, dass Flo dieses Spiel, das ja schon etliche Jahre alt ist, deswegen gespielt hat, weil er About gespielt hat.

[Patrick]
Ja, wahrscheinlich, ja.

[Alex]
Und About spielt ja, glaube ich, heißt die Welt EO. Ich glaube, die Welt heißt EO. Spielt ja in der gleichen Spielwelt auf einem anderen Kontinent.

Aber hat ja dauernd Referenzen auf dieses Deadfire und auf Pillars of Eternity. Und deswegen hat ja wahrscheinlich Flo das Spiel nochmal angefangen und hat es jetzt tatsächlich auf Platz 1 gesetzt, weil es ihm offensichtlich sehr, sehr gut gefallen hat. Und da bin ich ja ein bisschen neidisch, weil ich tatsächlich auch schon lange Zeit darüber nachdenke, Pillars of Eternity zweimal anzufangen und mich nie getraut habe, weil es ja auch so ein Megabrocken ist im Endeffekt.

Und auch so ein bisschen anachronistisch natürlich wieder ist von der Optik und so. Ist ja so ein bisschen Baldur’s Gate-Style. Ja, was soll ich sagen?

Schönes Spiel bestimmt und eine sehr geile Nummer 1, wie ich finde.

[Patrick]
Ich auch. Also ich habe nur Teil 1 durchgespielt. Teil 1 war super.

Teil 2 hat den Vorteil mittlerweile, du kannst am Anfang wählen, ob du rundenbasiert oder Echtzeit spielst bei den Kämpfen. Du musst aber glaube ich entscheiden und kannst dann nicht mehr in die Entscheidung wechseln. Aber Teil 2 steht auf meiner Liste auch noch.

Will ich spielen? Habe ich mal angespielt. Ja, so 5-6 Stunden.

Ist auf jeden Fall cool gemacht. Also finde ich einen super Platz 1.

[Alex]
Hat ja so ein leichtes Piratensetting.

[Patrick]
Ja. Du hast auch ein Schiff. Du kannst auch im Schiff, wobei, das Schiff kannst du nicht aktiv steuern.

Das ist quasi so eine Map. Du kannst anticken, wo du hin willst. Ist cool.

Also beide, deswegen About will ich auch irgendwann noch spielen. About habe ich tatsächlich vor, erstmal Pillars of Trinity 2 zu spielen, danach About, weil ich die Welt cool finde, weil sie einfach mal was Eigenes erfunden haben hier.

[Alex]
Ja, da hast du dir was vorgenommen.

[Patrick]
Ja, irgendwann mal, wenn die anderen Spiele rum sind. Das ist der Vorteil, die Spiele laufen ja nicht weg, die werden eher günstiger. Ja.

[Alex]
Das ist so ein Lippenbekenntnis. Ich glaube, das wird niemals passieren. Vielleicht wenn du in Rente bist, wer weiß.

[Kai]
Aber ich finde das spannend, weil das ist ja auch so ein riesen Trümmer, das Spiel. Da investierst du ja auch 100 Stunden oder weiß nicht was.

[Alex]
Ja, glaube ich auch. Also 80 bis 100 Stunden.

[Patrick]
Teil 1 war ja ein riesen Ding und das hat auch Spaß gemacht. Ich fand die Dialoge so fesselnd, als dass ich die alle durchgeklickt habe.

[Alex]
Aber Kaida ist doch genau das Spiel für dich, oder?

[Kai]
Ich weiß, also ich habe ja mittlerweile ein paar Spiele versucht, die… Ich habe ja ganz offensichtlich ein Problem mit so langatmigen Erzählungen. Ich habe ja auch bei Baldur’s Gate 3 habe ich es versucht.

Divinity habe ich damals versucht. Grundsätzlich finde ich das cool und bei Baldur’s Gate 3, ich glaube, viel besser geht es ja gar nicht mehr von der Atmosphäre und vom Erzählstil. Aber mir ist das immer zu langatmig.

Ich weiß nicht. Keine Ahnung. Also so schön ich die Freiheit finde und alles drum und dran, ist mir dieser ganze Ablauf und die Zeit, die sich die Spiele nehmen, dann zu viel.

Ich glaube, da brauche ich einfach so kompakteres in eine Serienstaffel gequetschtes Gameplay. Du brauchst mehr Galactic Survivor.

[Patrick]
Wollte ich auch gerade sagen.

[Kai]
Nein, aber jetzt hier mit Serienstaffel, keine Ahnung, sowas wie Blasterfest oder so, also so narrative Spiele, da geht es mir gar nicht mehr um die Mechaniken. Aber das sind halt Spiele, die dann kürzer sind und ihre narrative Spiele oder ihren narrativen Inhalt auf eine kürzere Distanz zusammenballen und das auch abwechselnd mit Gameplay und Co. Und das tun diese Rollenspiele im Normalfall nicht.

Im Normalfall wollen diese Rollenspiele ja immer viel, viel, viel erzählen. Ob jetzt Environment Storytelling oder Direktes erzählen. Und ich finde, mir ist das manchmal zu viel, als dass es mich das so lange hält oder es ist mir zu anstrengend, das auf Dauer zu spielen.

[Patrick]
Es kommt auch an, wie du auch die Zeit einteilst. Also ich finde Kingdom Come war jetzt auch so ein Spiel, das musst du sonntags, wenn du sonntags mal Zeit hast und wirklich mal drei, vier Stunden am Stück Zeit hast, das dann in Ruhe spielen und dann auch ewig mal nicht mehr. Also du brauchst lange Zeit, Zeitepochen, in denen du das spielen kannst, Zeiträume.

Und wie du sagst, in anderen Spielen, sowas wie Last of Us, kannst du immer mal wieder weiterspielen. Das ist halt hier nicht der Fall. Du musst dich ja auch komplett da reinarbeiten erstmal.

[Alex]
Also ich kann schon verstehen, was Kai meint. Ich kann das sogar sehr gut nachvollziehen. Das ist natürlich, wenn du dann so einen Brocken hast.

Und ich verstehe auch, was er meint, wenn er sagt, es gibt Spiele, die erzählen auch eine Geschichte und sind einfach schneller und haben auch vielleicht diese Abwechslung zwischen erzählen und dann auch wieder spielen und so. Also ich habe auch keinen Respekt vor sowas. Deswegen habe ich es ja auch noch nicht angefangen.

Und wenn du da mal anfängst, ich habe ja viel zu viele Spiele so Tyranny und Weiß der Geier, wo ich anfange und dann mittendrin plötzlich aufhöre und denke mir, ja super, da kommst du auch nie wieder rein in das Spiel.

[Patrick]
Du musst dann neu starten.

[Alex]
Genau, dann kannst du die ganzen Kram, die du schon mal gespielt hast, wieder neu machen. Das ist halt einfach Kacke dann.

[Kai]
Und das würde ich halt auch nicht machen. Ich würde ja nicht nochmal neu starten. Auf gar keinen Fall.

Ich tue mich ja jetzt schon schwer. Ich habe Persona 5 damals im Game Pass gespielt, auch relativ weit auf der Xbox. Dann habe ich irgendwann den Game Pass nicht mehr gehabt.

Dann habe ich mir, und es gab eh kein Crossplay, dann habe ich es mir irgendwann ins PC geholt, in der Annahme oder in dem Vorhaben, das auf dem Steam Deck zu spielen, weil ich das Spiel wirklich toll fand, Persona 5. Aber das ist halt auch so ein narratives Spiel, wo ich auch keinen Bock habe, die 30 Stunden, die ich schon gespielt habe, nochmal reinzustecken, um da reinzukommen, wo ich war. Weiß nicht.

[Patrick]
Ja, es kommt auch an, wenn du Sachen anders machen kannst. Sagen wir mal, wenn du sowas spielst, nimmst du halt einen anderen Charakter, eine andere Klasse. Bei Persona weiß ich ja, bei Persona geht das ja nicht.

Bei Persona musst du dich durch tausend Dialoge klicken, die du vorher schon gelesen hast. Das ist halt auch nervig dann.

[Kai]
Ich werde ja mit dem Alter vergesslicher. Vielleicht versuche ich es einfach im Jahr nochmal. Dann wird das schon gehen.

Aber allein schon hier, Baldur’s Gate 3, das ist ja ein grandioses Spiel und ich habe mich auch zwischendurch köstlich amüsiert über die Dialoge und alles drum und dran. Und dann wird es zwischendurch wieder behäbig, dann passiert wieder nichts und dann bin ich gelangweilt und ich bin relativ schnell gelangweilt, und dann lasse ich es irgendwann liegen. Das ist total schade und auch total ungerecht den Spielen gegenüber, aber es ist leider so.

[Alex]
Ja, dann kommen wir doch zu meiner Nummer 1 und das ist jetzt lustig, weil meine Nummer 1 ist auch ein Rollenspiel. Jawohl. Dann haben wir jetzt dreimal ein Rollenspiel auf Nummer 1 und das passt sogar sehr, sehr gut zu Pillars of Eternity, denn es ist natürlich das Spiel, was ich dieses Jahr am meisten und am längsten und am ausdauerndsten gespielt habe.

Es ist Avowed. Auch von Obsidian. Und ich möchte mal an der Stelle sagen, es gibt einen ziemlich guten Podcast, wie ich finde, den Spielwiese Podcast 73, in dem ich mit Flo sehr ausgiebig und sehr detailliert über Avowed spreche.

Das war im März 25, also gerne mal reinklicken und reinhören, wenn ihr möchtet. Und Avowed, ja, was soll ich sagen, es ist kein kommerzieller Erfolg für Obsidian gewesen, so wie ich das beurteilen kann, also scheint mir auf Steam tatsächlich nicht besonders viele Bewertungen und so weiter, so im Vergleich zu anderen Spielen, die in eine ähnliche qualitative Richtung gehen, was ich sehr bedauere. Aber das Spiel hat auf jeden Fall, ich sag mal, ein paar Sachen drin, die ich so nicht erwartet hätte.

Das fängt schon damit an, mit dem ganzen Artdesign und so. Das Spiel ist unheimlich ja, ich will nicht sagen bunt, aber es hat so eine gute Art, hat so erfrischende Farben, eine erfrischende Optik, dann ist ja alles so mit Pilzen überzogen und so weiter. Die Gegend sieht mal anders aus, die Gegnertypen sehen mal anders aus, es ist einfach mal was Frisches, es wirkt so unheimlich frisch von der Optik her, das macht schon mal viel Spaß.

Dann hat es etwas, was ich gar nicht erwartet habe, das hat einfach ein echt krasses Parcour-Element. Also man kann in dem Spiel so dermaßen fluffig von unten nach oben klettern, man erreicht in dem Spiel so viele, also so vertikal, so viele Gegenden, so viele Vorsprünge, so viele Geheimnisse auch, die man in keinem anderen Spiel erreichen würde. Man springt und denkt sich, das schaffe ich doch nie, weil ich habe die Erfahrung aus anderen Spielen, das schaffe ich doch nicht hinzukommen.

Bei Overhaut kommst du dahin und dann erkundest du und tatsächlich ist bei dem Spiel, der Weg ist das Ziel, ist tatsächlich ganz großes Credo. Ich habe tatsächlich nicht nur, weil ich ein Let’s Play dazu gemacht habe, sondern weil ich allgemein so spiele. Ich habe echt versucht und ich habe jetzt, wie viele Stunden habe ich jetzt in das Spiel gesteckt?

Ich bin jetzt bei, keine Ahnung, 70 Teilen, die ich aufgenommen habe, also so 40 Spielstunden würde ich sagen. Ich habe echt mir als Voraussetzung selber aufgegeben, dass ich möglichst alles erkunde. Also ich habe wirklich jeden weißen Fleck auf der Karte aufgedeckt.

Ich habe versucht jede Quest zu machen, auch wenn es eine kleine Nebenquest war mit der Schatzkarte oder so, die man suchen muss. Ich habe versucht auf jeden Vorsprung zu kommen. Immer wenn ich gesehen oder gehört habe, man hört zum Beispiel die Schatzkisten, das ist so ein kleines Geräusch, so ein Schimmern.

Man hört, da ist was. Ich habe mir immer als Voraussetzung selber aufgegeben, du musst das Ding finden, da muss irgendwas sein und dann guckt man und klettert man und macht man und tut man und dann findet man es am Ende. Dann finde ich, das Spiel hat ein sehr gutes Kampfsystem.

Hätte ich auch so nicht erwartet. Macht mir Spaß. Und ich habe das immer mit Dragon Age 4 Valgaard verglichen, weil das kam ja so ungefähr zum gleichen Zeitpunkt raus.

Hat ja auch zwei Begleiter zum Beispiel, wie bei Dragon Age Valgaard hat man zwei Begleiter, bei Avowed eben auch. Und ich habe das immer miteinander verglichen und in jedem Punkt ist Avowed tatsächlich das bessere Spiel. Also der Kampf zum Beispiel ist deutlich schöner, finde ich.

Die Begleiter machen viel mehr Sinn. Die sind, wie soll ich das sagen, die, also bei Dragon Age Valgaard ist das ja so, wenn man da die Zusatzfähigkeit der Begleiter nicht aktiviert, sind die Begleiter vollkommen nutzlos. Die machen so gut wie keinen Schaden, die kannst du komplett vergessen.

Du wartest immer nur, dass der Cooldown weg ist, damit du endlich wieder den neuen Skill auslösen kannst, ja. Und dann labern die halt auch die ganze Zeit Kram, denen kein Mensch interessiert. Das ist so, die sind vollkommen, die sind echt ätzend, die Begleiter.

Bei Avowed ist das anders. Die kämpfen richtig mit. Und da geht es nicht um den Skill.

Die Skills, die löse ich mal aus, wenn ich sie nicht vergesse, löse ich da mal den einen oder anderen aus, aber die kämpfen richtig mit. Das macht ein bisschen mehr Sinn als bei Dragon Age 4. Wobei ich zugeben muss, ich persönlich würde es lieber haben, dass man die Spieler, die Begleiter richtig steuert.

Ich weiß gar nicht mehr, wie es bei KOTOR und ähnlichen Spielen war, aber ich glaube, da konnte man zwischen den Charakteren durchschalten und den, den man gerade aktiv hatte, mit dem hat man auch richtig gespielt. Das ist bei den Spielen heutzutage wohl nicht mehr der Fall.

[Patrick]
Ja, alles ganz kurz. Avowed, spielt sich das wie Elder Scrolls vom Kampfsystem her oder kannst du dann pausieren?

[Alex]
Nee, das spielt sich im Wesentlichen so wie ein Ego-Shooter Nachkampfspiel. Also ich würde sagen, wie Skyrim so ein bisschen. Ja, vielleicht wie Elder Scrolls.

Auf jeden Fall kein pausierbar.

[Patrick]
Genau, weil bei KOTOR hast du ja quasi die Pausetaste gedrückt. Bei Baldur’s Gate konntest du dann auch jeden Charakter sagen, was er tun soll oder stellst eine Automatik ein, wie bei Dragon Age 1 und 2 im Prinzip.

[Alex]
Aber konnte man bei KOTOR nicht jede Figur auch spielen, indem man direkt da reinschlüpft und sagt, ich mach jetzt das und das und das. Ja, konntest du. Und das geht halt bei Avowed und bei Dragon Age 4 nicht.

Die sind quasi voll autark und das hat auch so einen kleinen Nachteil im Sinne von, dass man die nicht richtig ausrüsten kann. Also was mir halt beim Rollenspiel schon gefällt, wenn du eine Gruppe hast, sagst du, ich zieh dem alles an, was ich finde. Und das geht bei Dragon Age 4 und bei diesem Spiel halt nicht.

Du kannst, also bei Valegard kannst du ganz bestimmte Sachen anziehen, die müssen schon speziell auf diese Charaktere abgestimmt sein. Und bei Avowed kannst du denen, ich glaub, denen kannst du gar nichts anziehen, ich bin mir jetzt nicht mehr ganz sicher, aber da gibt es keine große Ausrüstung. Und dann sind natürlich Begleiter so ein bisschen immer so, ja.

Also, sie sind nicht schlecht gemacht bei Avowed. Sie sind besser gemacht als bei Valegard. Es ist nicht ganz optimal, das was ich mir vorstelle.

Aber insgesamt finde ich diese ganze Spielwelt und wie das Spiel sich spielt und so, dieses haptische, also wie es sich jetzt anfühlt, also schon schön. Wirklich schönes Spiel. Schade, dass das relativ untergegangen ist und dass es wahrscheinlich kein Erfolg für Obsidian war.

Aber wenn du mal so ein bisschen eine andere Spielwelt möchtest, auch so mit diesen Untoten, die da wiederbelebt werden und so, da kann das sich gerne mal zu Gemüte führen. Kleiner Wehmutstropfen noch, man kann nicht viel manipulieren und interagieren. Also als Beispiel, es liegen überall Sachen rum, Äpfel und dies und jenes.

Du gehst zu so einem Stand, der verkauft das Zeug, du lootest das alles und der Typ, der reagiert gar nicht drauf. Das ist dem vollkommen Wurscht. Du kannst den Leuten alles unter den Arsch wegklauen.

Das ist dem egal. Und das Zweite, was mir nicht gut gefällt, ist tatsächlich der Loot. Also man findet zwar dauernd Truhen und Truhen und Truhen.

Also ich sag ja, der Weg ist das Ziel. Das heißt, der Weg dahin ist das Spannende. Wie kommt man da hin und so weiter?

Wenn man dann aber dort ist, ist da halt eine Truhe, die öffnet man und dann ist halt lauter Kram drin. Vieles davon ist uninteressant. Das ist vielleicht so ein kleiner Nachteil noch.

Aber ansonsten ein rundum schönes Spiel kann ich nur empfehlen und wer das noch nicht gespielt hat, holt es einfach nach. Und ist auch im Game Pass drin übrigens.

[Patrick]
Ja und wie gesagt, mir gefällt es aus dem Grund schon, weil ich habe Pillars of Eternity 1 gespielt habe. Und wenn du siehst, dass diese Welt jetzt in 3D ist, zum Leben erweckt wurde, ist es einfach cool, wenn du die Welt als isometrisches Spiel kennst.

[Alex]
Ja, also diese Querverweise auf jeden Fall, die machen schon was her. Und du findest, ich hab ja in dem Spiel relativ viele Bücher gelesen auch und so. Ich hab da versucht, alle Texte mehr oder weniger zu lesen.

Und da kommen ja ständig die Querverweise zu den Pillars-Spielen. Und dann kriegst du halt auch den Bock und da kommt ja auch Flo’s Intention her, Pillars 2 zu spielen, weil du denkst dir so, ich würd doch mal gerne wissen, was ist denn genau da am Todesfeuer passiert und so weiter. Ja, naja.

Genau, das war mein Platz 1. Ich weiß nicht, habt ihr noch was dazu zu sagen oder nehmt ihr das einfach mal so hin?

[Patrick]
Wenn ich Rentner bin, spiel ich’s.

[Kai]
Ich glaube, das ist ja tatsächlich noch eines der dankbareren Rollenspiele, weil du da einen relativ actionlastigen Gameplay-Loop hast. Also das geht wahrscheinlich dann schon. Aber was ich zu sagen hätte, wäre, dass ich das echt krass finde, dass das immer noch ein Vollpreisspiel auf Steam ist.

Sie wollen tatsächlich nur 70 Euro dafür haben. Seh ich auch so, ja. Und 70 Euro ist generell für ein PC ein krasser Vollpreis.

Aber nun, muss man wollen.

[Alex]
Also das hat mich auch total kirre gemacht. Ich hab ja schon mal erzählt, mir ist der Gamepass ausgelaufen. Ich bin nicht bereit, den für das Geld zu erneuern.

Jetzt kann ich meinen Let’s Play nicht weitermachen, weil ich überhaupt ja noch nicht fertig habe. Aber ich zahl bestimmt nicht diesen Preis, den ihr aufruft. Also ich hab’s letztens im Sale gesehen für 50 Euro oder so.

Da hab ich mir gedacht, Leute, wacht endlich mal auf. Also das ist ja… Auf keinen Fall mach ich das.

[Patrick]
Ja, ich find’s auch krass, was die Spiele kosten heute. Ja, Gamepass ist ja auch so eine Enttäuschung des Jahres, dass es so teuer wurde. Wobei ich könnte jetzt sagen, hate to say, I told you so.

Ich hab letztes Jahr schon den Gamepass abgestellt, was sich für mich nicht gelohnt hat. Damals noch 9 Euro im Monat. Klar, ihr habt ja andere Modelle noch gehabt, wo ihr es günstiger bekommen habt.

Aber ich find auch, so Spieleabos sorgen vielleicht auch für so Situationen, die wir jetzt grad haben. Dass ein Spiel eigentlich 70 kostet, aber im Abo kriegst du es halt in Anführungszeichen kostenlos, zahlst aber pro Monat 12. Und vergleichbar mit Kingdom Come, das ist ständig im Sale für 30.

Das ist okay. Und das kam auch dieses Jahr raus.

[Kai]
Ja, da gebe ich dir vollkommen recht. Da gebe ich dir vollkommen recht. Ich weiß nicht, was die für Deals haben.

Aber Kingdom Come ist auch in deinem Pass drin, oder?

[Patrick]
Gamepass glaube ich nicht. Bei Luna hat er gesagt. Aber ich finde grundsätzlich dieses…

Was mich auch grundsätzlich bei Berichterstattungen stört, in der Spielepresse, dass du meinst, das Spiel könnt ihr jetzt kostenlos im Gamepass spielen, der kannst du eben nicht. Du zahlst ja Geld dafür. Wenn du jetzt 5 Monate zahlst, hast du das Spiel raus.

Klar, wenn der Alex es about durchspielt, in 2 Monaten hat er doch Geld gespart. Aber du spielst in der Zeit keine anderen Spiele. Ich finde es immer schwer, so ein Spielepassmodell zu vergleichen mit Netflix oder Spotify.

Weil Musik hören kannst du eigentlich immer. Serie guckst du auch. Aber so ein Spiel, wenn das jetzt 50 Stunden hat, dann ist es eben nicht so, dass es…

Du kannst ja die anderen Spiele in der Zeit nicht spielen. Deswegen finde ich, so Spiele passen immer so eine Sache. Für mich ist es halt nix.

Außer vielleicht bei Nintendo noch diese Klassik-Dinger. Du sagst, du hast alle Gameboy-Spiele von mir aus noch. Aber ansonsten hat es bei mir jetzt finanziell sich nicht gelohnt, so einen Gamepass zu abonnieren.

[Kai]
Nein, das hat sich bei mir auch nicht gelohnt. Bei mir ist das ja auch ausgelaufen. Ich denke aber auch, dass generell Streaming, wenn sie noch weiter mit den Preisen rumspielen, egal welches Streaming, irgendwann aufwachen werden oder tatsächlich sich irgendwann konsolidieren müssen.

Weil ich bin auch irgendwann nicht in der Lage oder Willens, vier verschiedene Streaminganbieter zu bezahlen. Also ob jetzt Videostreaming oder Gamestreaming, ist ja fast egal.

[Patrick]
Ja, das macht doch so ähnlich wie die Fitnessstudio-Gebühren. Das macht doch so eine ganz seltsame Intransparenz in Preisen. Der eine kriegt es billiger, der andere nicht.

Wie gesagt, ich denke, dieses Jahr hat uns aber gezeigt, dass das vielleicht auch mal das Ende ist. Bei Netflix ist es so, klar, bei Serien, Filmen, andere Sachen. Aber bei Spielen, ich glaube nicht, dass der Trend ist, dass jeder da so ein Abo bezahlen will.

Also wie ihr das seht, vielleicht noch als abschließende Frage, ich finde es eigentlich sinnvoller, wenn die Leute sagen, ich kaufe das Spiel, weil ich es kaufen will, Sale oder nicht Sale, dann habe ich das und spiele es, wann ich will. Und fertig, wenn ich es nicht mehr spiele, spiele ich es halt nicht mehr. Und dass ich da so ein Abo zahle, finde ich halt langfristig schwierig.

[Alex]
Also ich finde, es kommt ein bisschen auf das Spiel an. Weil es gibt ja Spiele, die spielt man immer wieder mal wiederkehrend und es gibt Spiele, die spielt man einmal durch und dann nie wieder. Kommen wir mal wieder zu Avowed zurück, um das auch ein bisschen abzuschließen.

Wenn ich jetzt Avowed spielen würde und ich würde dranbleiben, also ich wäre nicht so ein Spieler wie ich, der immer so partiell mal spielt, sondern wirklich ich würde dranbleiben eher so ein Spieler wie der Flo, der Flo hat das ja schon lange durchgespielt und dann würde jetzt den Gamepass abonnieren für 15 Euro im Monat oder was der gekostet hat, regulär damals oder 20. Ist halt die Frage, wenn man das innerhalb von einem Monat durchspielt, 20 versus 70, wird sich dann schon lohnen tatsächlich.

[Patrick]
Genau. Wenn du es einen Monat durchspielst, wenn du aber ein halbes Jahr brauchst, dann nicht.

[Alex]
Ja genau, das ist aber, das kommt auf den Spieltyp an, würde ich sagen.

[Patrick]
Ja, da kommt auch dazu, dass die Add-On, ich meine bei Avowed ist glaube ich so ein Early Access getönt mit Skins, aber wenn die Add-Ons nicht dabei sind, ist halt auch so eine Sache. Es kommt ein Add-On raus, Diablo zum Beispiel, das kannst du dir nicht kaufen. Also da musst du es quasi trotzdem kaufen.

Dann hast du das Basisspiel im Pass. Das ist halt ein komisches Modell. Ich bin da immer so ein Abo-Fallen-Angst-Typ.

[Kai]
Und der Game Pass hat die Rabatte im Shop verknommen, das heißt selbst das wird mittlerweile weg.

[Patrick]
Schwieriges Thema, das müssen wir vielleicht irgendwann mal besprechen, aber wir nehmen uns immer so viel vor, machen es nicht, deswegen wollte ich es an der Stelle einfach mal ansprechen.

[Alex]
Ja, aber wir sollten das nicht im Weihnachtsspezial machen, das macht auch ein bisschen schlechte Laune, wenn man über den Game Pass nachdenkt.

[Patrick]
Ja, stimmt.

[Alex]
Wir wollen doch jetzt am ersten Weihnachtsfeiertag keine schlechte Laune verbreiten.

[Kai]
Lass uns doch lieber darüber reden, wir haben jetzt ganz viele schöne Geschenkideen noch für die letzten Minuten für den zweiten Weihnachtsfeiertag rausgegraben, die ihr euch unbedingt holen solltet. Ich habe währenddessen auch schon eins eingetütet. Ich fand eure Anregung großartig, ihr beiden.

Das war ganz, ganz viel Material für mich dabei, worüber ich nachdenken werde und kann.

[Patrick]
Das ist schön. Ich fand es mega toll, dass wir auch alle so viel verschieden, auch der Flo, mit seinen Sachen, die er genannt hat, die leider nicht da ist heute, aber dass wir keine Überschneidungen hatten, bis auf zwei, glaube ich, und dass wir sonst auch einfach vielseitige Spiele genannt haben, obwohl wir jetzt viele Rollenspiele am Schluss hatten, aber es ist einfach ein großes Potpüree an Sachen, die wir genannt haben und denen wir auch, glaube ich, selbst noch ein paar Ideen bekommen haben.

[Alex]
Also ich möchte mich auch bedanken für den ganzen Input jetzt von euch, von euch beiden, natürlich auch vom Flo. Es ist natürlich immer sehr spannend, wenn man so ein paar Perspektiven hat und sich denkt, oh, stimmt, das Spiel gibt es ja auch noch, und wenn man so ein bisschen reinhört, was euch daran gefallen hat, erweitert natürlich ein bisschen den Horizont oder auch stark den Horizont und das Gute daran ist, man kann dann wieder schön was auf den Pile of Shame packen und sagen, ich weiß gar nicht, was Kai jetzt hier eingetütet hat, würde mich mal interessieren, was war das?

[Kai]
Ich habe Pyroneas auf Pagonia gekauft. Ja, sehr gut.

[Alex]
Super. Ja, wie gesagt, alles schön auf den Pile of Shame. Irgendwann wird man es spielen.

Und insofern, danke für alles. Danke, dass ihr dabei wart heute und dass wir mal wieder ein schönes Weihnachtsspezial hinbekommen haben. Wir machen an der Stelle jetzt Schluss.

Ich glaube, es war auch lang genug. Ich möchte nochmal darauf hinweisen, dass es morgen am zweiten Weihnachtsfeiertag einen weiteren Teil gibt, einen Off-Topic-Teil, der sich um Film und Serien drehen wird. Und ansonsten habt noch eine schöne Weihnachtsfeier, einen schönen Tag, lasst es noch schön ausklingen und natürlich auch einen guten Rutsch ins Neujahr, falls wir uns nicht mehr hören.

[Patrick]
Der Tipp an der Stelle, spielt das beste Spiel, was heute genannt wurde, spielt Twilight Imperium.

[Kai]
Mehr Brettspiele fürs Land. Vielen Dank und bis bald. Ciao.

[Patrick]
Tschüss.

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