Transkript zu Weihnachtsspezial 2025: Der Podcast – Teil 1
Hinweis: Das Transkript wurde gänzlich maschinell erstellt und befindet sich derzeit in einer BETA-Fassung. Wir bitten daher inhaltliche Fehler zu entschuldigen. Nähere Informationen zu diesem Thema findet ihr ihm entsprechenden Blogpost.
[Alex]
Servus, Grüezi und hallo und herzlich willkommen zum Weihnachtsspezial 2025 hier im Spielwiese-Podcast. Das Weihnachtsspezial ist eine alljährliche Institution hier auf dem Kanal, hier auf dem Podcast-Kanal und wir sind natürlich wie jedes Jahr nicht alleine hier, wobei letztes Jahr war ich ja ganz alleine hier, fällt mir gerade ein. Aber dieses Jahr sind zwei Streiter mit dabei, zwei Mitstreiter, nämlich einmal der Kai, hallo Kai.
[Kai]
Hallo Alex, ich freue mich dabei zu sein.
[Alex]
Und der Patrick, hallo Patrick.
[Patrick]
Hallo Alex, hallo Kai, ich bin endlich wieder dabei und spiele auch wieder Spiele dieses Jahr.
[Alex]
Ich habe tatsächlich dieses Jahr gar nicht so viele Spiele gespielt, aber ich glaube, das habe ich letztes Jahr und vorletztes Jahr auch schon gesagt. Und deswegen kann ich schon mal spoilern, bei mir ist es so, dass die fünf Spiele, die ich da nennen werde heute, die sechs Spiele eigentlich, so ziemlich auch das sind, was ich so im Großen und Ganzen gespielt habe, aber da kommen wir später drauf zu sprechen. Was ist das Weihnachtsspezial überhaupt, was machen wir hier?
Also es ist im Grunde genommen eine Bestenliste, ihr kennt das ja, zum Ende des Jahres seht ihr überall, hört ihr überall Bestenlisten. Aber bei uns ist es natürlich was ganz Spezielles, und zwar, deswegen heißt es auch Weihnachtsspezial, was ganz Spezielles, denn wir nennen nicht die Spiele 2025, die ein Release-Datum 2025 hatten, sondern wir nennen die Spiele, die wir 2025 gespielt haben, und zwar mit der allergrößten Freude. Da können alte Klassiker dabei sein, da können Spiele aus dem letzten Jahr dabei sein, da können natürlich auch Spiele aus diesem Jahr dabei sein, da ist alles drin, ein bunter Potpourri, und das hat sich bewährt in all den Jahren, ich glaube es sind, jetzt muss ich mal kurz überlegen, sind wir nicht schon im x-ten, siebzehnten Jahr oder so, ich weiß es nicht genau, auf jeden Fall ist es schon eine echt lange, lange Tradition, und ich freue mich, dass wir das hier wieder machen können. Kurz, wie läuft das ab? Wir werden insgesamt drei Teile haben.
Der erste Teil, den hört ihr heute an, Heiligabend, da geht es um die Enttäuschung des Jahres 2025, plus die Plätze 5 und 4, dann morgen, am ersten Weihnachtsfeiertag, gibt es einen weiteren Teil, da werden wir euch die Plätze 3 bis 1 nennen, das heißt, der dritte, der zweite und natürlich auch das beste Spiel des Jahres, und dann gibt es noch einen dritten Teil, den werde ich allerdings allein bestreiten, so wie letztes Jahr auch, das ist eine Art Off-Topic-Podcast, da geht es dann um, ja, im weitesten Sinne Filme und Serien, die werde ich dann mal so kurz zum Besten geben, ja, am zweiten Weihnachtsfeiertag auch noch was zu hören, und das ist dann sozusagen eine runde Sache, aber heute soll es um die Spiele geben, und tatsächlich habe ich im Vorfeld jetzt gar nicht mit uns miteinander ausgemacht, wer hier wann anfängt, ich würde sagen, wir machen das einfach so, wie es hier im Teamspeak ist, von oben nach unten, und deswegen beginnt der Kai. Kai, was ist deine Enttäuschung 2025?
[Kai]
Ach, da gibt es ein paar, tatsächlich, aber jetzt, um mal bei Spielen zu bleiben, ein aktuelles Spiel, was auch im vergangenen Jahr erschienen ist, ist Grounded 2, da hatte ich den Vorgänger gespielt, wer es nicht kennt, das ist so ein bisschen die Hommage, die Spiele-Hommage an Liebling, ich habe die Kinder geschrumpft, wo man tatsächlich geschrumpft wird, in einem Garten, in einem Vorgarten, und dort den Widrigkeiten der Umwelt, ja, widerstehen muss, ne, ein bisschen so ein Survival-Spiel, ein Crafting-Spiel, es hat sich, und das ist ein bisschen die Enttäuschung dabei, ich habe es ein bisschen ungesehen gekauft, weil ich ja tatsächlich einen neuen Multiplayer-Titel gesucht hätte, den man so kooperativ spielen kann, es hat sich gegenüber dem Vorgänger relativ wenig entwickelt, es hat nicht so wahnsinnig viel Weiteres dazu getan dafür, dass eigentlich auch ein relativ großer Publisher dahintersteckt, haben sie halt early access genommen als Publishing-Methode, das auch zu Recht, weil der Zustand ist weder optisch atemberaubend, noch so wahnsinnig vielfältig, man kommt relativ schnell ins Ende der Fahnenkette, da kommt zwar noch mehr Content, aber auch nicht in einer wahnsinnig befriedigenden Art und Weise, oder in einer größeren Menge, die das irgendwie, das Ganze ein bisschen Spaß befördert, das wäre eine der größeren Enttäuschungen, eine andere wäre, oder wollen wir unterschiedlich machen, also wechselweise?
[Alex]
Naja, zähl durch weiter, wir sind ganz gespannt.
[Kai]
Dann versuche ich noch den zweiten, und zwar habe ich mir auch ein Steam Deck geholt, da hatten wir ja schon drüber gesprochen, und bei dem Steam Deck suche ich immer wieder neue Spielefutter, was gut für das Deck geeignet ist, das sind ja solche Spiele wie Sigsong, Hades, aber auch solche ein bisschen casual-er Spiele, die man ein bisschen so nebenbei auf der Couch spielen kann, und da hatte ich mir schon ewig auf der Wunschliste, und diese ist jetzt mal im Sale mitgenommen, Apollo Justice, Ace Attorney, das ist ein Visual Novel letztendlich, und ein leichtes Puzzlespiel, das fängt eigentlich ganz cool an, indem man als Rechtsanwalt dann relativ schnell einen Fall verteidigen muss, das hat aber, und das konnte ich vorher nicht so richtig ahnen, ohne mich zu spoilern, ein unglaublich langatmigen Gameplayloot.
Also das ist gameplaytechnisch eine echte Enttäuschung, die Rätsel sind ganz cool, die Story ist japanisch überzeichnet, aber das, was mich halt wirklich davon losgerissen hat, ist halt, dass das teilweise sterbenslangweilig ist, wenn man da die ganze Zeit diese Sprechblasen vor sich abratternd sieht, da habe ich mich vielleicht aber auch nicht genug informiert. Aber für mich wäre dann die beiden meine Hauptenttäuschung dieses Jahr. Das ist doch ein Anime-Spiel, oder?
[Alex]
Also Anime-Style.
[Kai]
Genau, der Anime-Style, das ist, wie gesagt, typischer japanischer Anime-Style, ist auch hübsch, und für Steam Deck wie gemacht, ehrlicherweise, in dem Punkt habe ich tatsächlich recht gehabt, aber die Szenen zwischen den Sachen, die spannend sind, sind echt langatmig.
[Patrick]
Da würde ich auch reingrätschen, Kai, weil ich habe letztes Jahr, wäre letztes Jahr meine Enttäuschung gewesen, Emu, The Smiling Man ist ja auch von den Machern, ja, diese Visual Nodes haben halt das Problem, dass sie ein sehr langsames Erzähltempo haben, dass du teilweise auch auf jeden Mist draufklicken musst. Nach jedem Dialog musst du einen Knopf drücken, manchmal ist ein Auto möglich, aber ich finde es auch von der Erzählweise so lang gezogen, dass es nicht spannend wird.
[Kai]
Es hat aber seine guten Momente, also ich habe es auch zu lange gespielt, um sie da zurückzugeben, weil ich das Spiel ja, ich habe es ja echt lange auf Höchstschluss gehabt, ist jetzt auch okay. Das mit dem Autodurchlaufen von dem Text zum Beispiel, das funktioniert ja auch, das gibt es ja auch, aber der Autodurchlauf ist unglaublich langsam, ich weiß nicht, wer so langsam lesen kann. Vielleicht habe ich auch nicht genug Geduld, wie gesagt, es hatte gerade die erste Stunde, war tatsächlich relativ cool und danach, wenn du in die freiere Welt entlassen wirst, wird es halt echt zäh.
Und es gibt, das Ding hat ja riesen Fans, die das Ding auch hoch und runter feuern, ist auch gut bewertet. Man muss tatsächlich ein starker Fan von dieser Visual Novel sein und man muss unheimlich viel Geduld haben und jede Nuance dann genießen können. Und ein Fan von japanischen Humor und japanischer Überzeichnung, das kann man sich ja längst auch denken, bei dem Zeichenstil und bei den Charakteren, das ist halt dieses typische überanimierte Emotionen zeigen etc., was man aber in jedem japanischen Anime oder in jedem japanischen Spiel auch zu Genüge kennt.
[Patrick]
Gibt es auch mehrere Teile, Apollo Justice, dann gibt es noch hier Ace Attorney.
[Kai]
Ich glaube es gar nicht, wie viele Teile es gibt. Das hängt wohl auch wahnsinnig viel zusammen, also das ist ein ganzer Kosmos und das ist tatsächlich mit Fortsetzung und Prequels und Historie. Apollo Justice ist ja dann irgendwie auch ein späterer Teil der Reihe, davor ist ja dieser White, der tatsächlich auch dann mitspielt als Auftraggeber oder als Mentor quasi.
Das Ding hat ja einen wahnsinnigen Fundus an Material. Also vom Umfang her mag ich das gar nicht bewerten, weil ich habe ja jetzt irgendwie 4-5 Stunden gespielt. Das Ding, da kannst du wahrscheinlich irgendwie 200 Stunden reinversenken, bis du es durch hast.
Weil das ja auch, also preistechnisch war das durchaus fair, da sind ja auch irgendwie 20 Ethons drin und 3 Teile und keine Ahnung was in diesem Bundle. Man muss aber dafür geschnitzt sein und ich bin es offensichtlich nicht.
[Alex]
Und das Grounded, das ist von Obsidian, ne?
[Kai]
Ja, und das ist ja das, warum ich es als Enttäuschung habe. Wenn das jetzt irgendwie so ein kleiner Indie-Publisher wäre, also es war Obsidian, ich glaube Obsidian macht das nicht mehr. Aber wenn es jetzt irgendwie so ein kleiner Indie-Publisher wäre, wäre es ja fein, aber ich glaube sie haben Grounded 1 nicht richtig fertig gemacht.
Ich habe es aber auch nicht nachrecherchiert, was daraus geworden ist oder wie es ja damals lief. Das hatte ich damals im Gamepass noch gespielt, Grounded 1. Den zweiten Teil hatte ich mir jetzt gekauft, weil ich dachte, ja komm, ist bestimmt größer, schneller, weiter.
Die werden ja wohl nicht weniger Content haben als im ersten Teil. Stellt sich raus, ja, mehr ist es aber auch nicht. Und das finde ich tatsächlich schon relativ schwierig.
Da gibt es mehr Titel, die mehr Qualität und mehr Vielfalt haben. Es gibt ein paar Sachen, die neu gekommen sind. Man kann quasi jetzt Reittiere, also Insekten zähmen und brüten und weiß ich nicht was.
Und da haben sie so ein bisschen einen Zeitschind eingebaut. Aber das ist jetzt auch nicht so wahnsinnig spaßig.
[Alex]
Also das Grounded, soweit ich weiß, ist ja einer der erfolgreichsten Titel aus den letzten Jahren bei Obsidian. Die haben ja jetzt mit, keine Ahnung, Avowed zum Beispiel schon ein schönes Rollenspiel abgeliefert, aber das war halt kommerziell nicht erfolgreich. Und ich glaube, das Grounded ist eine kommerzielle, gute Geschichte für Obsidian.
Da wundert es mich tatsächlich nicht, dass sie jetzt den zweiten Teil so schnell rausgebracht haben.
[Kai]
Wundert mich das auch nicht. Ich hätte aber mehr davon erwartet. Also tatsächlich hätte ich, wie gesagt, mehr Umfang erwartet, mehr Progression.
Da kommt, wie gesagt, da kommt peu à peu noch was, aber offensichtlich haben sie entweder Geld gebraucht oder es ist tatsächlich eine gute Einnahmequelle, wie du sagst. Ich weiß gar nicht, ob es auch ein Game Pass drin ist. Ich habe es tatsächlich auf Steam gekauft.
[Alex]
Einen Game Pass kann es ja eh keiner mehr leisten.
[Kai]
Ja, das könnte man auch noch als Enttäuschung ansehen.
[Alex]
Das ist die Enttäuschung des Jahres, ist eigentlich der Game Pass, genau. Na gut, Patrick, möchtest du weitermachen?
[Patrick]
Ja, meine Enttäuschung passt gut ins Bild. Ihr habt es gerade im Game Pass schon erwähnt. Ich habe letztes Jahr als Enttäuschung eine Konsole gehabt und dieses Jahr habe ich wieder eine Konsole.
Den einen oder anderen wird es jetzt wundern, aber meine Enttäuschung des Jahres, und das könnte jetzt auch ein bisschen länger werden, ich warne euch schon mal vor, ist die Switch 2.
[Kai]
Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass du nicht die Hardware meinst, sondern tatsächlich eher das Softwareangebot, oder?
[Patrick]
Nicht nur das Softwareangebot an sich, also ich versuche es mal ein bisschen auszuholen. Problem ist für mich nicht, dass es so wenig neue, exklusive Titel gibt. Das ist an sich für mich okay.
Keine Ahnung, es gibt jetzt drei, vier gute Spiele, die für die Switch 2 exklusiv verschieden sind. Aber was mich wirklich massiv stört, ist, wie mit den Switch-1-Spielen auf der Switch 2 umgegangen wird. Switch 2 kam raus, wir haben auch einen Podcast gemacht, Flo und ich, könnt ihr euch auch gerne anhören.
Und dann gab es eine Handvoll Spiele, die einen Switch-2-Patch bekommen haben. Da hieß es einfach, ja gut, das ist jetzt auf der Switch 2 spielbar. Es gibt ein paar Spiele, die sind gar nicht spielbar.
Und diese sogenannten Switch-2-Patches waren aus meiner Sicht eigentlich nur ein Mini-Update, was dafür gesorgt hat, dass ich im Handheld-Modus 1080p habe und fertig. Und eventuell auf dem Fernseher 4K, je nach Spiel. Und was aber Nintendo verschwiegen hat, ist, dass fast alle anderen Spiele diesen Patch nicht bekommen haben.
Und das sorgt dafür, dass zum Beispiel in Octopath Traveler 2 mit 720, oder Persona 5 ist auch noch ein besseres Beispiel, mit 720p läuft und mit 30 Frames LOG läuft. Und das sorgt dafür, das klingt jetzt erstmal nach Luxusproblem, aber das sorgt dafür, dass auf dem großen Bildschirm der Switch 2 diese Spiele teilweise so eine schlechte Schrift haben, dass man es nicht lesen kann, es ist verwaschen ohne Ende. Bei einem Bewegt-Spiel, so was wie Street Fighter, also sobald mehr Bewegung im Spiel drin ist, ist alles auch verwischt und verschrubbelt, man sieht es nicht gut.
Auch viele Indie-Spiele haben das Problem und man kann diese Spiele teilweise wirklich nicht gut genießen, auf diesem 1080p-Display von der Switch 2. Und am Fernseher ist es ähnlich. Der Flo hat jetzt zum Beispiel Metroid Dread als Beispiel genannt.
Auf dem Fernseher gibt es auch kein Upgrade, die Spiele laufen so wie auf der Switch 1 und das wäre zum Beispiel bei Metroid Dread nur 900p. Und das ist halt mega nervig, weil ich kaufe eine Nix-Scan-Konsole, ich kriege sogar Werbung von Nintendo, ich soll mir am besten einen OLED-Fernseher kaufen, der 120 Frames kann, weil Mario Kart hat anscheinend Modi gehabt mit 120 Frames, ich habe noch keinen gesehen davon. Aber gleichzeitig sind nur acht Spiele optimiert und der Rest läuft quasi auf Switch-1-Niveau.
Und dann kommt mein Oberärgernis, dass ich die Switch 1 verkauft habe. Ich meine, die Person, der es verkauft hat, wird jetzt gefreut, meine OLED-Switch ist jetzt weg. Und fast alle Switch-1-Spiele, die kein Upgrade bekommen haben, sehen auf der Switch 1 besser aus als auf der Switch 2.
Und das ist für mich eine riesen Enttäuschung. Dazu kommt noch die Veröffentlichungspolitik und die Kommunikation von Nintendo. Es gibt Spiele, zum Beispiel nehmen wir mal Day of the Diver, die bekommen eine Nintendo Switch-2-Version, die kostenlos ist als Upgrade.
Dann gibt es Spiele, zum Beispiel Hogwarts Legacy, die bekommen eine Switch-2-Version zum Vollpreis. Also ich muss mir das Spiel quasi nochmal kaufen, obwohl ich die Switch-1-Version habe. Ich habe nicht mal Savegame als Cross-Save.
Dann gibt es wiederum Spiele, wie zum Beispiel Mario Jamboree, die bekommen ein Upgrade-Pack plus ein kostenpflichtiges Add-On dazu, was nur Switch-2-Besitzer bekommen und wo auch nicht klar ist, wo ist jetzt das Update drin. Und dann gibt es wiederum Spiele, wo das Upgrade Geld kostet. Zum Beispiel die zwei Zelda-Spiele.
Da zahle ich 10 Euro Aufpreis, dass ich das Upgrade überhaupt bekomme, während in Zelda Link’s Awakening oder Mario Galaxy ein Patch bekommt. Und dann habe ich im Shop noch nicht mal die Übersicht, was hat jetzt ein Switch-1-Patch bekommen, was nicht. Bei den Upgrade-Versionen geht das, aber bei Mario Galaxy, wenn ich jetzt als Nutzer nicht weiß, dass es ein Patch hat, dann weiß ich nicht, ob ich es kaufen soll.
Und ich bin jetzt jemand, der sich auskennt. Ihr beide auch, aber angenommen, wir haben jetzt Weihnachten. Wenn jetzt irgendjemand für seinen Enkel ein Switch-Spiel kaufen will, wenn der nicht top informiert ist, kauft er irgendwas, was nicht kompatibel ist.
Und das ist einfach zum Kotzen. Dann kommt noch das mit den Game Key Cards dazu, das ist nochmal ein anderes Thema. Aber es ist als Nintendo-Spieler jetzt schwierig geworden, Spiele zu sammeln.
Und auch schwierig geworden, sich auszusuchen, was läuft auf der Switch-2. Und deswegen kann ich im Moment die Switch-2 nicht empfehlen. Ich bin mega enttäuscht von dieser Konsole und es ist echt schade.
Und ich bin jetzt zurück zum Steam Deck gegangen, was den Handheld-Modus betrifft. Und ja, ansonsten ist die Switch-2 für mich auf jeden Fall kein Ersatz für eine Playstation oder eine Xbox, sondern im Gegenteil. Und ich hoffe, Nintendo bessert ihr noch nach.
[Kai]
Boah, das war ja lang und auch tief. Aber ich würde da gerne mal reingrätschen, weil ich finde das partiell echt unfair. Gar nicht mehr eine Einzelkritik, wie zum Beispiel, dass der Store von Nintendo nicht gut ist, das ist geschenkt.
Ich glaube, das kennen wir alle. Ich glaube aber, dass die Update-Politik teilweise daran liegt, dass es je nach Hersteller natürlich anders ist. So was wie Warner mit Hogwarts Legacy, finde ich auch, geht gar nicht.
Das kannst du so nicht bringen. Ich finde diese 10-Euro-Update-Politik von Nintendo, je nachdem, wie viel Arbeit sie reingesteckt haben, durchaus fair. Die kostenlose Politik von zum Beispiel Dave the Diver oder so, wird die wahrscheinlich auch nicht viel Aufwand gekostet haben, ehrlicherweise, aber das ist natürlich das Optimum.
Und ich glaube, man kann der Konsole gar nicht so wahnsinnig vorwerfen, dass Switch-1-Spiele mit einer gewissen Locked Frame Rate oder weil die optimiert wurden für eine ältere Hardware, dass sie jetzt auf der neueren Hardware nicht optimal laufen. Ehrlicherweise hat das ja jede Konsole in der Vergangenheit gehabt und so lange ist es in der Historie auch noch nicht, dass wir tatsächlich eine Abfallskompatibilität haben. Das haben wir ja tatsächlich erst, ich glaube, zum ersten Mal mit der PlayStation 5, also bei PlayStation erst mit der PlayStation 5 gehabt.
Und wenn du PlayStation 5 in Bloodborne reinlegst oder so, dann läuft das auch wie Gülle. Das wird dann auch nicht mehr als 30 Fans wie im Original.
[Patrick]
Und von 3 auf 4 haben wir das nicht gehabt, das stimmt auch. Also PS4 hat keine PlayStation-3-Spiele abgespielt.
[Kai]
Genau, das kam überhaupt erst mit der PlayStation 5 und insofern war Nintendo da tatsächlich schon immer TM, auch nicht immer, ich glaube, mit der Wii das erste Mal, eine gewisse Abfallskompatibilität angeboten, was ich ja grundsätzlich ein richtiger Schritt finde. Ob das immer das Optimale ist, gar keine Frage. Vieles, finde ich, ist eher eine Kritik an den Softwareherstellern.
Jetzt kann man natürlich nur mal sagen, da gibt es auch viel Kritik, dass sie offensichtlich keine Developer-Pakete bekommen haben. Gerade die Indie-Hersteller, da bin ich nicht drin.
[Patrick]
Ja gut, an der Stelle rede ich ganz kurz rein. Der Hersteller von Trash, also der Entwickler von dem Indie-Spiel Trash, hat in Reddit Stand Ende Oktober geschrieben, sie haben bis Ende Oktober, Stand jetzt hat er geschrieben, immer noch kein Dev-Kit bekommen. Deswegen können sie auch keine Switch-2-Version liefern.
[Kai]
Genau, das war auch das, was Ishimura hatte. Aber das weiß ich natürlich nicht, ob das auf alle zutrifft, die du jetzt gerade genannt hast. Man muss wahrscheinlich jeden einzelnen Fall wieder eins entziehen.
Und das wegen jetzt irgendwie zu sagen, die neue Konsole ist doof, weil die alten Spiele darauf doof aussehen, finde ich als Kritikpunkt ein bisschen kurz gefasst.
[Patrick]
Ja, wie gesagt, akzeptiere ich. Ich will auch jetzt hier nicht die Switch-2 grundsätzlich als doof hinstellen. Aber mein Problem ist halt, alles, was ich noch nicht fertig gespielt habe oder gern wieder spielen will, nehmen wir mal Metroid Dread, was ich nie durchgespielt habe, nehmen wir mal Fire Emblem.
Die kann ich auf der Konsole nicht so genießen wie auf der Switch-1 OLED. Und das ist halt doof, weil somit fällt die Bibliothek aus der Switch-1 für mich raus, solange es nicht funktioniert. Und das Einzige, was ich im Moment gerne spiele, sind Spiele, die das Update bekommen haben.
Und es ist ja auch nicht einer, dass ich einen 10-Euro-Upgrade bezahle, wenn es nur ein Patch ist für die Auflösung. Wenn das wie bei Zelda da Arbeit reingesteckt wurde, ist das klar. Aber wenn es einfach nur mit einem Klick die Auflösung erhöht wird, wie auf dem PC auch, finde ich es ein bisschen seltsam.
Oder sogar einen Vollpreis zu verlangen, finde ich nicht gut.
[Alex]
Ich glaube, man kann zusammenfassen, gut, dass ich keine Switch-2 gekauft habe. Aber ich habe ja echt überlegt, ob das Sinn für mich macht. Nachdem die Switch-1 bei mir auch schon einstaubt, habe ich mir gedacht, die paar 100 Euro spare ich mir.
Und dann glaube ich auch tatsächlich, dass es ein bisschen ein Downgrade ist, was den Bildschirm angeht. So wie ich das gehört habe, ist das zwar ein guter LCD-Bildschirm, LED-Bildschirm, aber kein OLED. Und da ist doch schon nochmal ein Qualitätsunterschied, wenn ich das richtig verstehe.
[Patrick]
Ja, wobei ich sagen muss, ich bin nicht nur enttäuscht, da muss ich sagen, mit dem Bildschirm bin ich zufrieden. Der sieht super aus. Ich habe jetzt zum Beispiel Final Fantasy Tactics und Hollow Knight Silksong draufgespielt, das sieht super aus.
Er ist ein bisschen dunkel, aber das stört mich nicht. Was sich eher stört, ist der Akku. Da können wir auch wieder vergleichen mit einem Steam Deck oder so.
Ich habe gestern zum Beispiel von der Vintage Original Sin 2 die Switch-2-Version runtergeladen. Und der 20-Minuten-Download hat mich 15% Akku gekostet. Das ist auch so …
Ja, wie gesagt, es wirkt auf mich wie eine unfertige Konsole. Sie hätten vielleicht noch ein Jahr warten sollen. Ich finde es halt nicht so toll.
Jetzt kommt Super Mario Wonder. Super Mario Wonder ist ja quasi das letzte 2D-Mario gewesen, was auch so bekannt war. Auch da, sie bringen im Frühjahr einen Patch raus, für den sie auch wieder Geld verlangen.
[Kai]
Diese Kritik verstehe ich natürlich. Ich verstehe, also ich bin ja eher … Ich habe mir die Switch-2 ja auch nicht geholt.
Obwohl ich auch mit dem Gedanken gespielt hätte, hätte ich sie zum Releasetag bestellen können, hätte ich es wahrscheinlich sogar gemacht. Das hat, danke Nintendo, für die Lieferschwierigkeiten und für Endpässe, das hat mich davor bewahrt. Jetzt habe ich quasi die ganze Zeit gesagt, ich warte darauf, bis es irgendwie einen System-Seller gibt.
Und den System-Seller sehe ich bis jetzt halt einfach noch nicht. Und das ist vielmehr das Problem der Konsole, gar nicht mal diese … Also, dass du überhaupt noch so darauf angewiesen bist, dass Switch-1-Spiele laufen, liegt ja auch zum Teil darin, dass das Software-Angebot für die Switch-2 halt kein No-Brainer ist.
[Patrick]
Ja gut, aber Nintendo verkauft das ja auch so nach dem Motto, du kannst alles … Klar, Abwärtskommunikation ist erstmal was Gutes. Aber laut Nintendo ist es mein Fall ja auch so, wie ich es jetzt tue, die Switch-2 reicht ja völlig aus, um beide Generationen zu spielen.
Das ist eben nicht der Fall. Also, wenn ich meine Switch-1 noch hätte, würde ich auf der Switch-1 jetzt die Switch-1-Spiele spielen. Und dann kommt, wie du sagst, dazu, das Software-Angebot ist a, nicht da, und b, ich habe damals diese Welcome-Tour gekauft für 10 Euro, haben wir auch im Podcast darüber gesprochen, das ist das einzige Spiel, was im Moment die 120 Frames unterstützt.
Und den HDR-Modus sehe ich auf dem Bildschirm auch nicht so als Plus. Also, wenn man mit HDR und 120 Frames wirbt, und dann lediglich einen Mario-Cut bringt, was das Ganze irgendwie ein bisschen zeigt, und selbst jetzt kommt Octopath Traveler Zero raus, ein Spiel, was auf meinem PC drei Gigabyte braucht, und selbst das läuft nicht in 4K auf der Switch-2, ist halt dürftig. Und auch nur in 30 Frames übrigens.
Also, wenn ein Spiel, was aussieht wie ein Indie-Spiel, noch nicht mal 60 Frames schafft, das ist halt auch ein Anstrengender. Kaufen die Leute halt eher die PC- oder die Playstation-Xbox-Version. Und das ist halt schade.
[Kai]
Jetzt ist das Team-Deck in Sachen Leistung natürlich auch nicht, ne, das Brahmen-Rechnen.
[Patrick]
Nee.
[Kai]
Und auch mit der Akkulaufzeit, aber wir vergleichen jetzt schon wieder Äpfel mit Birnen. Ich verstehe deinen Punkt, ich bin da auch zum großen Teil deiner Meinung, ich verstehe vor allen Dingen deinen Schmerz damit, ne, Anzucker, keine Frage.
[Patrick]
Ja gut, weil sein Schmerz, das ist halt trotzdem ein Luxusproblem, das ist klar.
[Kai]
Alles, was wir hier besprechen, sind Luxusprobleme.
[Alex]
Ja gut, dann kommen wir nochmal zum nächsten Luxusproblem, zur nächsten Enttäuschung. Und ich kann an der Stelle gleich mal sagen, das hab ich anfangs vergessen, wir haben ja noch einen Podcast-Gast, der aber nicht live dabei ist, nämlich den Flo. Und der hat mir seine Liste geschickt.
Und ich bin jetzt mal so frei und schieb immer mal Flo’s Spiel vor meine eigene Nennung, dass ihr das wisst. Und jetzt kommt’s, die Enttäuschung vom Florian ist, Achtung, die Switch 2.
[Patrick]
Jawoll!
[Alex]
Ja. Können wir jetzt lange drüber diskutieren, ich glaube, wir haben aber alles gesagt. Deswegen, wenn es okay ist für alle Zuhörer und auch den Flo, geh ich dann mal weiter zu meiner Enttäuschung.
Und meine Enttäuschung ist ein Spiel, keine Hardware, und ist kurioserweise eines meiner Hoffnungen vom letzten, vom Spielwiese-Podcast 70, wo wir den Jahresausblick gemacht haben. Und da hatte ich dieses Spiel mit drin als Hoffnung und als Spiel, auf das ich mich sehr freue. Deswegen ist die Fallhöhe auch so groß oder so hoch.
Und deswegen ist das Spiel auch nicht unbedingt schlecht. Also nur, weil es eine Enttäuschung ist, ist es nicht schlecht. Aber es ist einfach nicht das, was ich mir vorgestellt habe.
Und das Spiel, um das es geht, heißt Two Point Museum. Und das ist der dritte Teil der Two Point Spiele. Wir hatten ja Two Point Hospital und Two Point Campus.
Und bei Campus hat es mir schon nicht gut gefallen. Das war nicht so mein Thema. Und beim Museum habe ich gedacht, jetzt wird es wieder.
Und tatsächlich, ich habe das zweimal versucht zu spielen, habe es zweimal angefangen. Und habe auch immer mal so ein, zwei Museen durchgespielt. Aber das Spiel, das zündet nicht, um ehrlich zu sein.
Das Spiel ist langweilig. Das ist das größte Problem bei dem Ding. Das Spiel ist einfach langweilig.
Man baut zwar sein Museum aus, das ist wieder hübsch gemacht. Das Spiel ist ja vom ganzen Art Design sehr putzig und sehr lebendig und sehr kleinteilig und wuselig. Das ist ja alles toll.
Das haben sie ja auch weiterhin beibehalten. Aber so die Grundprämisse, was man im Spiel eigentlich machen kann, das läuft immer eigentlich auf dieses gleiche Schema raus. Man hat da so einen Hubschrauber.
Da schickt man einen Archäologen rein. Der geht dann auf große Entdeckertour wie Indiana Jones und bringt dann von dieser Entdeckertour irgendein Exponat mit. So funktioniert das Spiel im Endeffekt.
Das Exponat setzt man dann ins Museum. An das Exponat macht man eine Infotafel dran und so eine Spendenbox, dass die Leute Geld einwerfen können. Und so läuft das die ganze Zeit.
Also im Prinzip Exponat hingestellt, Archäologen losgeschickt, auf das nächste Exponat gewartet, wieder hingesetzt, wieder alles drumherum gebaut. Und es wiederholt sich und es wiederholt sich und es wiederholt sich. Man denkt sich so, wann kommt denn mal dieser Punkt, wo man sagt, das ist irgendwie herausfordernd oder das ist irgendwie spannend oder der Punkt kommt einfach nicht.
Ich habe jetzt drei Museen gespielt. Und das ist jetzt natürlich nicht der gesamte Umfang, aber nach drei Museen muss ich doch irgendwann mal sagen, ey, das Spiel hat geschnackelt. Also irgendwo jetzt kommt der Punkt, wo es Spaß macht.
Und der Punkt ist bei mir nie eingetreten. Und deswegen muss ich sagen, also ich habe mir mehr erwartet davon, viel mehr. Ich werde es auch nicht mehr spielen, weil es, wie gesagt, es ist einfach, es macht keinen Spaß, es ist langweilig.
[Patrick]
Es klingt schade, aber ich glaube sogar, du hast schon mal als Enttäuschung Two Point Campus gehabt und da habe ich dich gefragt, würde Two Point Campus Spaß machen, wenn man Two Point Hospital nicht kennt? Jetzt frage ich dir das Gleiche. Würde das Spiel Spaß machen, wenn dich zwei Vorgänger nicht gespielt hat?
[Alex]
Ja, das hat mit den Vorgängern nichts zu tun. Ich kann aber eins sagen, also ich habe Two Point Hospital unheimlich gern gespielt, weil ich auch unheimlich gern Theme Hospital gespielt habe. Und die Art und Weise, wie man zum Beispiel Geld, also ich bin ja Wirtschaftssimulationsfreak und was ich zum Beispiel gar nicht mag, sind Spiele, bei denen es nur um den Aufbau geht.
Also wenn ich jetzt irgendwie einen Park aufbaue oder so und da geht es nicht um Geld, sondern da geht es nur darum, dass ich irgendeine schöne Attraktion baue, ist das für mich uninteressant. Und bei Theme Hospital und auch bei Two Point Hospital ging es halt tatsächlich auch ums Geldverdienen. Da hat man einfach irgendwie ein Röntgengerät hingestellt oder irgendwas und die Leute haben dann mit ihren Krankheiten zu dir kommen können oder hast damit Kohle verdient.
Und hier bei diesem Spiel ist es im Endeffekt so, du verdienst durch Tickets quasi Käufe kriegst du Geld und du kriegst dadurch Geld, dass sie Geld in die Spendenbox werfen. Und das war es. Es gibt keine weiteren Möglichkeiten.
Also du kannst so viele Exponate dahin stellen, wie du willst. Im Endeffekt verdienst du damit auch nicht wesentlich mehr Geld, sondern da kommen halt vielleicht ein paar Leute mehr rein oder sind ein bisschen zufriedener. Aber das ist kein direkter Faktor, um Geld zu verdienen.
Und das ist, also irgendwie das ganze Konzept geht für mich nicht gut auf.
[Patrick]
Ja gut, aber es gibt ein Museum. Gibt es da nicht einen Museumshop wahrscheinlich noch mit T-Shirts kaufen und so?
[Alex]
Ja, das gibt es noch, ja.
[Patrick]
Aber irgendwie verstehe ich auch nicht, was sie sich da erwartet haben bei Two Point Museum. Wie will man dann Wirtschaftszweig einbauen beim Museum?
[Alex]
Wahrscheinlich kann man es nicht besser machen. Und ich will den Entwicklern das ja gar nicht so vorwerfen. Die haben halt sich ein Thema ausgesucht und haben das Beste draus gemacht.
Aber es ist halt nicht aufgegangen. Das merkt man vielleicht erst am Schluss, wenn das Spiel fertig ist.
[Kai]
Ja, schade.
[Alex]
Optisch sieht das toll aus.
[Kai]
Optisch sehen die Teile ja alle gut aus. Ich glaube, das Problem ist tatsächlich, dass du eigentlich immer das gleiche Spielprinzip nimmst. Im Kern immer den gleichen Gameplay-Mechanik nimmst und versuchst da einen humoristischen Anstrich drüber zu stülpen und da kreative Ideen reinzugeben.
Und das funktioniert, glaube ich, je nach Thematik einfacher oder schlechter. Und ich finde tatsächlich, bei Hospital hat sich das wahnsinnig gut angeboten und das haben sie auch sehr schön umgesetzt mit den ganzen verschiedenen Gimmicks von Geisterjägerfähigkeit beim Hausmeister bis sonst was. Und ich finde, dass diese Metapher in anderen Bereichen, glaube ich, viel schwerer trägt.
[Alex]
Bei Hospital hatten sie halt ja auch den direkten Vergleich oder Vorgänger, sage ich mal, mit Theme Hospital. Und wenn man ehrlich ist, ist ja Two Point Hospital auch nicht wirklich anders als Theme Hospital. Theme Hospital war ja auch schon so auf Humor gemacht und mit seltsamen Krankheiten und seltsamen Geräten, die diese Krankheiten ausgetrieben haben.
Im Endeffekt haben die das nur kopiert. Aber wie du schon sagst, Kai, es funktioniert im Krankenhaus-Szenario. Funktioniert’s.
Und es gibt halt Szenarien, da funktioniert es offensichtlich nicht. Man kann das dann nicht einfach so überstülpen und sagen, jetzt haben wir das Gleiche nochmal mit einem anderen Ding. Und wenn der Wirtschaftsteil bei mir nicht funktioniert, und das ist bei mir jetzt in dem Fall so, dann ist es bei mir eh schon unten durch.
Aber es muss jetzt nicht heißen, ich möchte das explizit sagen, es muss nicht heißen, dass das jedem so geht. Also das geht nur mir jetzt so. Kann gut sein, dass der Nächste sagt, das ist genau mein Spiel und das ist genau die Art und Weise, wie ich spielen möchte.
Und alles andere, was drumherum ist, ist ja super gemacht. Vielleicht reicht das ja dem einen oder anderen auch. Keine Ahnung.
[Patrick]
Ja, es gibt auch Leute, die bauen halt auch gerne nur auf. Die wollen auch gar nicht so einen Stress haben mit der Wirtschaft. Ja, genau.
Für die ist es sicher immer gut gemacht.
[Alex]
Genau, aber das war meine Enttäuschung. Ich will auch gar nicht weiter darüber philosophieren. So, und dann würde ich gerne direkt mal wieder überleiten zum Kai, denn der hat seinen fünften Platz am Start.
[Kai]
Ja, und dem würde ich gerne an einer Kombination, das ist jetzt so ein bisschen Trick 17, damit ich zwei Spiele zum Preis von einem nenne.
[Alex]
Hast du doch eine Enttäuschung schon gemacht?
[Kai]
Ist das deine Masche hier, oder was? Und zwar würde ich gerne Spiele aus dem Deep Rock Kosmos nennen. Oh, schön.
Da ist auch eine neue Erscheinung dabei, und zwar ist das Deep Rock Galactic Survivor. Das ist ein Vampire Survivor-ähnliches Spiel, ein Spiel, was sich mehr oder weniger automatisch spielt, wo du tatsächlich nur die Figur steuerst. Ihr kennt das sicherlich.
Ihr startet mit einer Basiswaffe, je nach Charakter, den ihr ausgewählt habt. Das heißt, das Spiel ist durchaus, ich finde es durchaus tiefgängiger, als das mit dem Vampire Survivor ist. Und du kriegst mit Level-Updates nach EP immer wieder neue Waffen, Upgrades für Waffen, und hast dann immer eine kleine Entscheidung, für welches Upgrade du dich denn beim Level-Up entscheidest.
Und das Ganze geht ähnlich wie bei, entsprechend der Metapher von Deep Rock Galactic, immer tiefer, immer schwerer, immer schwerere Missionen. Das hat unglaublich gut die Atmosphäre von Deep Rock Galactic eingefangen. Das heißt, alles, was man aus dem eigentlichen Spiel kennt, oder nahezu alles, kommt dort auch wieder vor.
Von, du musst zurück zu deiner Kapsel, um wieder hochgezogen zu werden, zu, du sammelst die verschiedenen Mineralien, die man schon aus dem Spiel kennt. Die Mineralien werden auch verwendet, um deinen Charakter upzugraden. Also Mechaniken aus Vampire Survivor, wo man die verschiedenen Bereiche reinskillen kann, werden hier mit der eigenen Gameplay-Metapher auch abgebildet.
Das ist unglaublich schlau gemacht und wirkt auch unglaublich hübsch. Habe ich mir ausgesucht, weil das wieder ein Spiel ist, was man gut auf dem Deck auf der Couch spielen kann. Ich komme auch nicht mehr so wahnsinnig viel dazu, am PC zu spielen.
Das ist ein bisschen dann die Alternative, um überhaupt ein bisschen zum Spiel zu kommen. Ich habe das wegen der Doppelcombo genannt, weil ich natürlich auch Gears of Galactic dieses Jahr wieder vermehrt gespielt habe. Das ist ein großartiges Koop-Spiel für 1-3 Spieler, zusammen in der Mine abtauchen.
Oder ich glaube sogar 4, bin mir nicht ganz sicher.
[Patrick]
Ich glaube 4 Spieler.
[Kai]
1-4 Spieler zusammen in der Mine eintauchen und die Mission machen. Ist kurz weggespielt. Die Mission dauert irgendwie 20 Minuten, eine halbe Stunde und dann kannst du in die nächste gehen.
Schwierigkeitsgrad ist fein. Lustig. Macht einfach Laune.
Mein Platz 5.
[Patrick]
Weißt du aber dazusagen Kai, Diablo Galactic Survivor ist ein Solo-Spiel, während das Diablo Galactic ein Koop-Spiel ist.
[Kai]
Genau, deswegen habe ich ja ähnlich wie Vampire Survivor, aber wer das natürlich nicht kennt, hast du recht, ist ein Solo-Spiel.
[Patrick]
Hat dich absolut unterstützt. Ich hätte es fast auch in meiner Top 5 gemacht. Also gerade das Survivor-Spiel habe ich auch sehr lange gespielt.
Es macht mega Spaß. Du kannst auch nach jeder Map, du hast glaube ich 5 Maps immer. Das ist ein Run und nach jeder Map kannst du mit den Sachen, die du verdient hast, deinen Charakter ausstatten.
Das ist quasi wie so ein Shop. Du kannst auch Sachen speichern für den nächsten Run. Das speichere ich im Shop, was man nicht leisten kann.
Mir hat das mega gut gefallen. Mega super. Auch verschiedene Klassen.
Es gibt einen, der hat einen Bohrer permanent. Anderer baut so Türme auf, wie bei Team Fortress, der Ingenieur.
[Kai]
Aber auch das ist alles in den Spiele-Plänen. Und das ist ja das, was ich relativ schlau finde. Sie haben es ja geschafft, ihr ganzes Spiel oder ihr nahezu ganzen Kosmos, inklusive der Charaktere, zum Teil der Waffen, der Gegner-Designs, alles in eine Pseudo-2D-Ansicht zu übertragen und in ein ganz anderes Spielprinzip.
Und das finde ich schon eine starke Leistung.
[Patrick]
Ja, so eine Art Boss-Fight am Schluss immer. In der Map gibt es einen Boss-Fight. Wenn du den Boss besiegst, kommt eine Kapsel an.
Und wenn du nicht früh genug in die Kapsel reingehst, geht die ohne dich weg.
[Kai]
Genau. Und das ist halt so ein krasser Dopamin-Fighter. Das heißt, du hast die ganze Zeit Belohnung, Belohnung, Belohnung.
Level-up ähnlich wie beim Vampire Survivor. Dann holt sie dir zwischendurch so Magneten und dann kommen die ganzen EPs zu dir. Das kennt man aus Vampire Survivor noch.
Und dann kriegst du so eine Bitte, noch, noch, noch. Total super.
[Alex]
Da muss ich hier wohl den destruktiven Teil spielen in diesem Podcast. Weil das Deep Rock Galactic ist ja ein Korpsspiel, wie jeder Hörer und jeder Mitpodcaster weiß, sind Korpsspiele nicht meins. Deswegen habe ich davon immer Abstand gehalten.
Aber ich bin weit davon entfernt, eure Spiele schlecht zu machen. Also nicht falsch verstehen. Aber das ist das Einzige, was ich dazu sagen kann.
Und was das Survivor angeht. Ich habe tatsächlich nie verstanden, was die Leute am Vampire Survivor gut finden. Ich finde es so dermaßen repetitiv, dass du nach kurzer Zeit schon eigentlich keine Lust mehr hast, das weiterzuspielen.
Ich habe das Deep Rock Survivor auch gespielt, tatsächlich. Ich finde es auch gut gemacht, von der Art her. Und das ist putzig, hat eine hübsche Optik und so weiter.
Aber das Spielprinzip, dieses Spielprinzip dauerhaft zu spielen, ich kann es nicht nachvollziehen, muss ich ehrlich sagen. Das ist einfach irgendwann mal, geht es doch einem tierisch auf den Keks, oder nicht?
[Kai]
Das ist ja jetzt nicht das, was du irgendwie zwei Stunden am Stück spielst. Das ist dieser kleine Happen zwischendurch. Ich warte, dass meine Tochter sich endlich fertig macht und sitzt dann 10 Minuten auf der Couch und spielt eben eine Runde.
Das kann ich weglegen, ohne irgendwie sagen, oh Gott, mein Progress oder mein Speicherstand, um Gottes Willen. Sondern das machst du halt einfach mal zwischendurch. Und das Schöne ist ja gar nicht mal, meistens ist der Anfang das Schlimmste, weil es da tatsächlich relativ träge ist und weiß ich nicht was.
Aber je mächtiger du bist, hast du eine relativ starke Progression und das Spiel arbeitet ja damit, dass du innerhalb von diesen vier Missionen, die Patrick gerne genannt hat, dass in diesen vier Missionen musst du ja bis zum Ende durchgeskillt sein oder so mächtig sein, dass du das alles schaffst und dann kriegst du ja diese Allmacht-Fantasien. Das ist ja ähnlich wie bei Vampire Survivor. Wenn der ganze Bildschirm blitzt und blinkt und die Gegner quasi in Sekundenbruchteilen irgendwie zu Staub zermahlen werden, das ist dann schon so eine Machtposition, die dann auch Spaß macht.
Auch wenn es kein aktives Gameplay ist. Das Gameplay von Diablo tatsächlich. Ja, aber Diablo ist ein ähnliches Spielprinzip.
Wenn du in Diablo 3 mit, keine Ahnung, mit dem Eisstrahl oder weiß ich nicht was von der Zauberin irgendwo in die Ecke reinknallst und das Ding ist irgendwie gerade so stark, weil du dich in deine Avatar-Gestalt verwandelt hast und alles wegbrutzelst, dann ist das das gleiche Getreat, glaube ich, wie bei diesen Spielprinzipen.
[Alex]
Ja, also ich will das jetzt wie gesagt nicht schlecht reden oder so. Für mich wäre das jetzt auf Dauer nichts, auch nicht für die Zwischenhappen, die du jetzt genannt hast, weil ja, da fehlt mir die Motivation, es immer wieder quasi weiterzumachen und neu anzufangen und noch ein Level zu machen und so. Aber, mei, das ist Geschmackssache und deswegen würde ich sagen, gehen wir zum Patrick.
[Patrick]
Gut, ich will trotzdem noch was einwerfen dazu, weil Kai hat jetzt das perfekte Spiel genannt, was auf Handheld-Gaming auch abzielt und ich finde, dass dieses Jahr war eigentlich auch so ein Handheld-Gaming-Jahr. Wir haben jetzt auch diese ganzen neuen Handheld-PCs bekommen und es gibt einfach einen Spieltyp, wo jetzt Deep Drop Galactic Survivor oder Vampire Survivors zum Beispiel dazu passt. Ich glaube, meine Top 5 ist ansonsten bis auf eine Ausnahme gar nicht so ein Handheld-Spiel, aber es gibt mittlerweile einfach genug Titel, die man mal schnell auf dem Handheld zocken kann.
Den kann man Stand-By machen und kann ihn irgendwann wieder anschalten und das finde ich schon cool, dass diese Nische langsam gefüllt wird. Und dass dieses große AAA-Story-Spiel seinen Platz auch noch hat, aber eben nicht unbedingt jederzeit. Und das ist für die Videospiele eine schöne Sache, dass man auch wieder, wie früher auch, diese Arcade-Spiele, wo man schnell Level zockt, dass bei sowas auch mal wieder Platz ist und das ist doch toll.
[Alex]
Vielleicht liegt es auch daran, dass ich kein Handheld-Spieler bin.
[Patrick]
Das glaube ich nämlich auch.
[Alex]
Vielleicht gibt es da einen Zusammenhang. Wie auch immer. Trotzdem, Patrick, würde ich jetzt überleiten zu deinem fünften Platz, wenn du möchtest.
[Patrick]
Genau, ich möchte noch nicht, denn ich habe, wie soll ich meinen fünften Platz nennen? Ich muss ja heute ein bisschen ausschweifen, das hat der Kai ja auch gemacht. Ich möchte noch zwei Titel kurz erwähnen, die es nicht ganz in meine Top 5 geschafft haben.
Aus verschiedenen Gründen. Das eine Spiel ist das Spiel, was jetzt in aller Munde ist und was ich trotzdem hier im Podcast mal nennen will, das ist Claire Obscure. Ich habe das gestern tatsächlich extra für unseren Podcast noch mal zwei Stunden gespielt.
Ich bin nicht dazu gekommen. Ich habe das vor einem halben Jahr gekauft im Sale. Wollte es mal spielen, weil ich bin ja ein großer Persona-Fan und die Persona-Spiele haben fast das gleiche Kampfsystem wie Claire Obscure mit Ausnahme von…
Bei Claire Obscure kann man quasi aktiv blocken und aktiv auch parieren und es ist logischerweise ein europäisches Spiel und kein japanisches, aber es ist schon so eine Verbeugung an den JRPGs von den Kämpfen her und es gefällt mir von der Optik und von dem Stil und auch die Musik. Ich finde das Spiel bisher wunderschön, also aus meiner Sicht durchaus ein verdienter Platz 1 bei den Game Awards, auch wenn es logischerweise nicht viel Konkurrenz dieses Jahr gab und ich gönne es auch den Franzosen total, dass wir ja so ein Double A Spiel, sag ich mal hier, als Game Award Winner haben und das Spiel ist für mich total gemacht und ich finde es schade, dass ich jetzt erst seit gestern dazu gekommen bin, das mal anzuzocken.
Es ist wahrscheinlich relativ umfangreich, 30 Stunden zu haben, aber ich werde es auf jeden Fall spielen und ich freue mich drauf, aber das hat es in meiner Top 5 nicht geschafft aus Zeitgründen, weil ich einfach noch genug andere tolle Spiele gehabt habe und das zweite Spiel, was es logischerweise aus Zeitgründen nicht reingeschafft hat, ist Urban Universales 5 von Paradox und an der Stelle muss ich mal sagen, Lob an Paradox, dass sie dieses Spiel eben nicht einfach nur als neuer Aufguss von Urban Universales 4 gemacht haben, sondern dass da ganz viele neue Sachen drin stecken.
Es ist ein komplett neues Spielsystem, es gibt so viele neue Dinge, dass ich nach 4 Stunden Spielzeit immer nicht weiß, was ich da überhaupt mache, aber das ist ja bei Paradox normal und ich freue mich total, das Spiel zu erkunden und mich mit dem Spiel zu befassen, mich darin zu verlieren, aber auch das, jeder kennt das, wenn viel Arbeit da ist und viel zu tun ist privat, dann kann man sich in so ein Spiel nicht mehr so arg reinsteigern wie vor 20 Jahren oder vor 10 Jahren und deswegen, wie gesagt, tolles Spiel Urban Universales 5, aber es braucht Zeit, um damit warm zu werden, deswegen würde ich das nie in den Top 5 reinstecken nach 4 Stunden.
[Alex]
Darf ich da ganz kurz reingrätschen? Ja klar. Zu beiden Spielen ganz kurz, weil Claire Obscure habe ich tatsächlich auch schon gespielt, vor ich weiß nicht genau 2 Monaten, das war ja auch im Game Pass drin, ich bin jetzt nicht völlig tot.
[Patrick]
Genau, das kam auch Tag 1 in den Game Pass, soweit ich weiß.
[Alex]
Genau, und ich muss sagen, so die erste halbe Stunde, Stunde, wo man noch so wie in so einem Walking Simulator noch durch die Gegend da läuft und mit den Leuten redet und so, also das sieht so dermaßen schön aus, es ist dermaßen atmosphärisch und das Art Design ist so getroffen, also da habe ich gedacht, das ist ja wirklich mal was anderes und wirklich sehr viel Arbeit investiert, sehr viel Kreativität, das hat mir sehr gut gefallen.
Es hat aufgehört mir zu gefallen, als das Spiel dann anfing, insbesondere meine ich, dass mir der Kampf überhaupt nicht getaugt hat, der war wie du schon sagst, sehr JRPG mäßig und ich habe den auch glaube ich nicht so wirklich gerafft, der war irgendwie ein bisschen komisch. Also ab dem Zeitpunkt hat mich das Spiel dann verloren und ich glaube ich habe es dann tatsächlich so nach 2-3 Stunden so ein bisschen genervt und enttäuscht wieder deinstalliert. Es hat etwas mehr versprochen für mich, als es dann im Endeffekt gehalten hat.
Also das mal dazu und bei Europa Universalis 5 habe ich natürlich nicht gespielt, aber die GameStar ist ja nicht ganz so begeistert von dem Spiel, so wie ich das rausgelesen habe. Da ist wohl noch ein bisschen Luft nach oben, kann das sein?
[Patrick]
Ja, die KI ist auch anscheinend noch nicht so toll und es ist mega verbuggt, aber das war bei Europa Universalis 4 genauso. Also wenn du bei den Tests Europa Universalis 4 googelst von der GameStar, da haben sie damals 70% gegeben nach dem Motto nur für Genre-Fans. Also außer Crusader Kings 3 hat bis jetzt jedes Paradox-Spiel erstmal einen sehr schlechten Test abgekriegt.
[Kai]
Ich bin mir nicht sicher, ob ich das als Qualitätsmerkmal hinnehmen sollte. Ich würde zu Paradox einen Satz sagen und den sage ich nur in der Kürze, weil Benni nicht da ist, sonst hätte ich daraus ein größeres Thema gemacht unter meinen Enttäuschungen. Ich habe relativ viel Geld in Stellaris ausgegeben an verschiedenen DLCs, weil ich tatsächlich es nochmal versuchen wollte, damit nochmal tiefer reinzukommen.
Das hat aber dem Spiel eher weniger gut getan und ich halte Stellaris in der Ausprägung mit den Add-ons für klinisch tot und ich würde das gerne mal mit dem Benni bei Gelegenheit challengen, weil das ist grauenvoll.
[Alex]
Abletzterst können wir challengen, weil ich habe im Juni eine ausgiebige Stellaris-Partie gemacht mit allen Add-ons und ein Add-on habe ich tatsächlich abgeschaltet, weil das totaler Humbug ist. Das ist das mit diesen kosmischen Stürmen. Das macht das Spiel nur kaputt.
Das ist totaler Kack. Aber ansonsten hat mir Stellaris in dieser Partie schon durchaus nochmal Spaß gemacht.
[Kai]
Ich weiß natürlich nicht, welches Add-on das war. Ich hatte ja natürlich, ich kaufe Add-ons und dann würde ich gerne auch, und ehrlicherweise finde ich, wäre mein Anspruch auch, das Spiel soll darauf skaliert sein oder balanciert sein, was an Add-ons dann da ist. Und finde ich, auch da habe ich relativ wenig Toleranz, dass du sagst, ja, aber das in der Kombination kannst du nicht machen.
Weiß nicht. Ich hatte kein gutes Spielerlebnis. Ich finde Stellaris in dem aktuellen Zustand, das war ja auch mit diesem 4.0-Update oder weiß ich nicht was, massiv intransparent, was die innere Mechanik angeht, also auch was Forschung angeht und in welcher Form Forschung angeboten werden. Das geht aber glaube ich jetzt viel zu sehr ins Detail. Ich hatte da ein sehr krudes Erlebnis.
[Patrick]
Ich glaube, Paradox-Spiele, da musst du halt dafür gemacht sein. Ich habe mein erster Kontakt zu Oberuniversals 4, war auf einem Kneipenabend, wo jemand, also ein Kumpel von einem Kumpel quasi, hat gemeint, Oberuniversals 4, spiel das mal. Ich habe gehört, das soll furchtbar sein.
Du findest es am Anfang total furchtbar und irgendwann findest du es toll und dann liebst du das und dann willst du auch nichts mehr anderes spielen. Und er hatte schon recht. Gut, Stellaris ist so ein eigenes Spiel für sich.
Nehmen wir mal das Prokursetter Kingston, Oberuniversals. Wenn du da mal durchgestiegen bist, dann findest du jedes Spiel, was in dem Bereich ist, nicht komplex genug.
[Kai]
Also Komplexität ist ja eine Sache, intransparent ist ja eine andere.
[Patrick]
Das stimmt.
[Kai]
Und das mit dem Vergleich, wenn ich lang genug spiele, kann auch ein Stockholm-Syndrom sein.
[Patrick]
Ja, gebe ich dir recht. In manchen Sachen, zum Beispiel in Rosenhaus 4 gab es damals DLC, wenn du den gekauft hast, konntest du die Truppen auf dem Schiff verladen. Ansonsten war es mega direkt.
Aber du hast schon recht, was die Addon-Politik betrifft, oder DLC von Paradox. Aber nur ein Beispiel, weil ja auch das neue Anno dieses Jahr kam. Wenn ich Oberuniversales gespielt habe und wirklich alles gecheckt habe, dann spiele ich danach ein Anno.
Anno wirkt für mich halt wie ein Kinderspiel. Keine Ahnung, sieht doch vom Katan im Vergleich zu Twilight Imperium. Das ist für mich halt einfach dann von der Komplizität her kein…
Ähnlich wie Alex vorhin mit Two-Bit Museum gesagt hat. Es ist mir einfach zu simpel, was das alles kann. Dann spiele ich lieber was Komplexeres.
[Alex]
Gut, Patrick. Ich frage dich jetzt ein letztes Mal. Das dritte Mal nach deinem Platz 5.
Möchtest du ihn nennen?
[Patrick]
Natürlich möchte ich ihn nennen. Und jetzt, da ich so viel geredet habe, mache ich es jetzt ganz kurz. Denn dazu gibt es einen Podcast mit Kai und mir.
Mein Platz 5 ist Monster Under Wilds. Aus meiner Sicht das beste Monster-Under-Spiel für Einsteiger. Es gibt eine super Auswahl von Waffen.
Es gibt alte und neue Monster. Ich fand es schön, dass es eine Story gab diesmal. Die gab es bei anderen Spielen nicht unbedingt.
Die Story ist schnell durchgespielt. Danach geht quasi das Endgame los, was sehr lange ist. Ich habe es 20 Stunden in der Story gespielt.
Danach noch weiter. Kai und ich haben sogar mal zusammen gezockt. Das war einmal, Kai, wo wir es geschafft haben.
Wir haben es leider nicht mehr geschafft. Die Technik ist weiterhin nicht so die beste. Gerade auf NPCs läuft es immer noch nicht gut.
Trotzdem finde ich, wer Monster Hunter generell mal spielen will und jetzt dieses Spiel zu einem Preis findet, wo es ihm gefällt, das Spiel ist auf jeden Fall besser als Einstieg wie zum Beispiel Rise oder World. Aber wie gesagt, das war es von mir schon. Es gibt noch einen Podcast dazu.
Hört ihn euch an, wenn ihr mehr über das Spiel wissen wollt.
[Alex]
Da möchte ich gleich reingrätschen, nämlich die SVP74, Spielwiese Podcast 74 vom April. Da habt ihr Monster Hunter Wilds gemacht. Da kann ich nur sagen, klickt drauf, hört rein.
Sehr guter Podcast geworden. Hat auch Spaß gemacht.
[Kai]
Ich möchte nur noch mal ergänzen, wer reinsteigen will, Monster Hunter World ist genauso gut geeignet und hat tatsächlich noch mehr Content als Monster Hunter Wilds Stand jetzt. Ich habe zwar seit 2-3 Monaten jetzt auch nicht mehr reingeschaut, aber ich Monster Hunter World hatte mit dem Add-on unglaublich viel Content, den man erstmal durchschaffen muss. Da ist Monster Hunter Wild wahrscheinlich noch Hand und Fern.
[Patrick]
Und ist halt oft ganz günstig im Sale. Für einen 10er kriegst du das ohne Add-on zumindest. Mit Add-on glaube ich 20, ne?
World.
[Kai]
Ja. Und bei mir, also bei älteren Karten, Grafikkartengenerationen lief Wilds echt gut. Also bei mir mit meiner 30-70 war eigentlich alles fein.
Aber ich habe auch gehört, mit den 40er-Modellen soll es relativ schwierig gewesen sein.
[Patrick]
Ja, aber das ist halt Capcom. Also diese komplette Engine. Ich bin auch gespannt, dass Resident Evil nächstes Jahr kommt.
Diese Engine von Capcom. Dragon’s Dogma ist ja auch so ein Spiel. Capcom kriegt es auf dem PC irgendwie nicht hin.
Aber nicht auf dem PC, auf der PS5, nicht Pro, liefen die Spiele ja auch nicht flüssig. Also, ist halt immer schwierig. Die Engine ist halt ein Problem.
[Alex]
Nun denn, dann würde ich sagen, gehen wir weiter. Und damit wären wir wieder beim Flo, der mir seine 5. Platzierung geschickt hat.
Und da werdet ihr niemals drauf kommen. Flo hat ja dieses Jahr echt viel Zeug gespielt, auch durchgespielt. Aber dass ausgerechnet dieses Spiel auf Platz 5 gekommen ist, das hat mich jetzt sehr gewundert.
Ich muss doch erst nochmal googeln, was das überhaupt ist. Bis mir eingefallen ist, ach Alex, das hast du ja selber schon mal gespielt. Und zwar, Flo’s Platz 5 ist Per Aspera.
Wer kennt das?
[Patrick]
Das hat Flo beworben bei uns im Discord, aber ich hab’s nicht gespielt. Aber einer von euch hat’s, glaube ich, gespielt.
[Kai]
Der Alex war’s. Ich weiß nämlich auch nicht.
[Alex]
Hab ich doch grad gesagt, dass ich’s war. Hat mir nicht zugehört. Ja, genau.
Ich hab’s auch gespielt. Und ich hab’s dann wieder weggelegt. Es war mir so ein bisschen zu klinisch rein.
Irgendwie hat’s mir nicht so gepasst, obwohl ich ganz gerne solche Spiele spiele. Also, im Endeffekt ist es ja ein City Builder. Es spielt auf dem Mars.
Also, wir bauen auf dem Mars eine Basis auf. Ich weiß aber, ich kann gar nicht mehr ganz genau sagen, was mir nicht gepasst hat. Ich bin nur vollkommen überrascht, dass der Flo dann daran hängen geblieben ist.
Das Spiel muss was haben, was ich in ihm nicht gesehen hab in der kurzen Anspielzeit. Wahrscheinlich war ich einfach nicht hartnäckig genug dabei.
[Patrick]
Hat Flo nicht gesagt, dass das eine Art Story hat, wo ein Erzähler ihm auf die Story erzählt und es das irgendwie so gepackt hat?
[Alex]
Stimmt, ja. Da wird was erzählt. Genau, das ist so ein narratives Strategie-Spiel.
So was hier wie dieses Frost-Spiel.
[Kai]
Frostpunk.
[Alex]
Aber gut, ich lass das jetzt mal so stehen. Ich würde sagen, wir nehmen das so an und sagen, ja, ein sehr gutes Spiel. Platz 5 verdient.
Und gehen weiter zu meinem Platz 5. Und jetzt wird’s wild. Achtung.
Ich hab ja eingangs gesagt, dass wir hier Spiele nennen, die auch ein bisschen älter sein können. Mein Spiel, das ich auf Platz 5 gewählt habe, das geht weit zurück. Das geht sehr weit zurück.
Es geht zurück ins Jahr 1991 und hört auf den schönen Namen Might & Magic 3 The Isles of Terror. Ich weiß nicht, gibt es irgendjemanden hier von euch beiden, der Might & Magic irgendwann mal gespielt hat und vielleicht sogar Teil 3?
[Kai]
Nur Heroes.
[Alex]
Nur Heroes. Das ist ja traurig. Jeder Kenner der Materie weiß natürlich, dass Heroes nur ein Ableger ist.
Ein seichter Ableger der original Might & Magic-Reihe, die natürlich ein Computerrollenspiel ist und einer der großen drei Spiele ist, die dieses Hack & Slay in den 80er, 90er Jahren, dieses Hack & Slay-Genre mitbegründet und mit weiterentwickelt haben. Konkurrenten, wahrscheinlich der größte Konkurrent zu Might & Magic 3 war ja Wizardry. Das hat es ja dann auf insgesamt 8 Teile gebracht.
Might & Magic 3, Might & Magic als Serie hat es ja tatsächlich auf 10 Teile gebracht. Da kam ja 2014 noch zuletzt Teil 10 raus von den Limic Entertainment Studios, heißen sie glaube ich. Das waren Hessen, also Deutsche.
Habe ich auch gespielt, das war ganz gut. Aber meine Liebe zu Might & Magic ist tatsächlich mit dem dritten Teil damals etabliert worden, den ich natürlich bei meinem Onkel gesehen habe am PC und hin und weg gewesen war, weil ich ja wie soll ich sagen, ich hatte sowas vorher noch nie gesehen und das hat mich wirklich weggeblasen. Und dann später habe ich natürlich die weiteren Teile 4.5 gespielt und Teil 6 und naja, so ein paar Stück davon kenne ich schon. Und auch die ersten beiden Teile habe ich dann später mal nachgeholt, weil das natürlich so ein bisschen auch zum CRPG History Podcast gehört. Hatte ich auch damals mit dem Benni zusammen besprochen. Was hat mich dazu getrieben, Might & Magic 3 zu spielen und was ist auch das, was Might & Magic 3 ausmacht, zum Beispiel im Vergleich zu den Vorgängern.
Ich hole mal ein bisschen aus, ihr habt ja Zeit, oder?
[Patrick]
Oh mein Gott, screenshots zu den Spielern, während du redest, das ist sehr spannend.
[Alex]
Es hat eine wunderschöne Pixelgrafik finde ich, also mir gefällt sie immer noch. Ich habe mir die GOG-Version geholt, also damit auch die PC-Version. Ich habe es tatsächlich damals bei meinem Onkel gesehen, aber gespielt selber, hatte ich es auf dem Amiga, weil ich damals nur ein Amiga hatte und das war eine absolute Qual.
Also das Ding hatte glaube ich 8 Disketten oder so, also knapp unter 10. Also es war quasi fast nicht spielbar. Es sah trotzdem schön aus, aber natürlich nicht so schön wie die VGA-Grafik mit den 256 Farben, die die PC-Version hatte und vielleicht ein paar Eckdaten.
Also was ist besonders an Might & Magic 3 zum Beispiel im Vergleich zum Vorgänger? Zum einen ist das Spiel nicht mehr auf dem Apple II entwickelt worden, das ist gleich auf dem PC entwickelt worden und das hat ein paar Vorteile gehabt. Unter anderem zum Beispiel, dass das Spiel komplett in Maussteuerung war.
Man muss sich ja immer so ein bisschen zurückversetzen in die Zeit von damals. Da wurde ja noch vieles so mit Tastaturen so gemacht. Die ersten Rechner usw.
hatten ja noch nicht mal eine Maus. Die hat sich ja erst später etabliert und das wurde dann quasi mit einem komplett neuen Interface. Viele Sachen wurden ins Interface reingepackt.
Zum Beispiel hat man plötzlich Effekte und Buffs, die man sich gegeben hat im Interface gesehen. Ein kleines Beispiel, wenn man sich so ein Levitierungszauber gegeben hat, hat dann plötzlich im Interface so ein Gargoyle mit seinen Flügeln geschlagen. Da wusste man, okay, man ist gerade levitiert.
Also solche Sachen wurden im Interface abgebildet. Es hat einen tollen Soundtrack gehabt. Ein phänomenales Intro für die damalige Zeit, also 1991.
So ein digitalisiertes Intro mit einer englischen Sprachausgabe, die mich damals auf den Socken gehauen hat. Dann eine tolle Sache, das hatten auch keine, also die Konkurrenten, die ich meinte, war Wizardry und Bard’s Tale, das hatten die zum Beispiel auch nicht, 1991, nämlich, dass man die Gegner von Weitem gesehen hat. Früher ist man in Bard’s Tale ständig in irgendwelche Zufallskämpfe reingeraufen.
Das war teilweise ätzend, weil man dann auf der letzten Rille irgendwo noch sein Gasthaus wollte und dann kam der nächste Zufallskampf. Hier sieht man die Gegner tatsächlich von Weitem, kann die von Weitem auch angreifen und besiegen und die sind endlich. Also die kommen nicht dauernd wieder neu und nicht per Zufall, sondern wenn man sie besiegt hat, kommen sie in der Regel nicht mehr.
Es gibt zwar so einen Monstergenerator, aber wenn man den zerstört hat, kommen sie auch nicht mehr. Das ist auch im Prinzip für die damalige Zeit was Neues. Laden und speichern konnte man überall.
Ging ja früher auch nicht, da musste man teilweise in die Gasthäuser rein und so weiter. Und ich hatte, also wir klammern mal Ultima aus, weil Ultima ist nochmal eine eigene Kategorie, aber von diesen 3D-Rollenspielen, Computerrollenspielen der damaligen Zeit ist Might & Magic 3 das erste für mich, das eine richtige Open World hatte, in dem Sinne, wie ich eine Open World begreife, mit einer Optik, die auch nach Open World aussieht und so weiter. Die Vorgänger hatten auch schon sowas mit Biomen und so, aber das Spiel hat das zum ersten Mal so visualisiert, wo ich mir dachte, okay, diese Welt ist tatsächlich offen.
Man kann fast überall hinlaufen. Das war schon ziemlich cool. Letzte Eckdaten dazu, 300 Monster, über 100 Zaubersprüche, 70 Dungeons, das Spiel war damals eine echte Wonne.
Und ich hab das jetzt nochmal angefangen, ähm, find’s auch immer noch gut. Es ist natürlich, wie es in der Nostalgie immer so ist, ein bisschen verklärt. Vor allen Dingen ist es unheimlich schwierig, ein so bockschweres Spiel.
Dagegen war Elden Ring ein Spaziergang, muss ich sagen. Ich bin so oft schon gestorben in dem Spiel und hab neu geladen. Es ist wirklich krass, was man damals alles auch so mitgemacht hat, muss ich ehrlich sagen.
[Patrick]
Ja, glaub ich.
[Alex]
Aber ist trotzdem schön. Also wirklich ein schöner Nostalgie-Trip in die Vergangenheit und die GOG-Version kann man auch heutzutage noch sehr gut spielen.
[Patrick]
Ah, ich seh grad die GOG-Version, also Teil 1 bis 6 zusammen als Paket 5 Euro, gerade im Sale. Ansonsten 10 ist ja echt ein super Preis.
[Alex]
Ja, das ist, wo man natürlich nicht alle Spiele spielen kann. Also Teil 1 und 2 würde ich nicht mehr spielen, beispielsweise. Aber 4, 5 und Teil 3 sind durchaus gute Spiele.
Teil 6 ist schon so das erste, die erste, erste Schritt in dieses Doom-Zeitalter, so mit 360-Grad-Drehung und so. Und wenn man dann so rangeht, dann sieht man die ganzen Einheiten verpixelt. Ist schon nicht mehr ganz so schön gealtert.
Aber Teil 3, 4, 5 würde ich heute noch jederzeit empfehlen. Schönes Spiel.
[Patrick]
Ja, es gibt auch noch 7, 8, 9, seh ich gerade. Die sind auch ganz schick.
[Alex]
Ja, 9 ist leider der Ausreißer nach unten.
[Patrick]
Tatsächlich, 9 ist richtig schlecht. Aber cool, danke. Also mich, ich bin jemand, wenn ich sowas höre, auch aktiv, wenn ich hier mitmache, guck ich immer gleich im Internet, wie sieht’s aus, ne?
Weil, show, don’t tell. Und zweitens, sowas klicke ich mir immer gleich auf die Mundschlüssel. Sau cool.
[Kai]
Ja, wenn mir jemand beide Hände abhackt und ich sonst nichts zu tun hätte, dann vielleicht.
[Alex]
Kai, ich wollte nur mal sagen, ich bin der destruktive Teil dieses Podcasts.
[Kai]
Ich dachte, irgendjemand muss ja, wenn du himmelhoch jauchzens bist, muss ja jemand deine Rolle auswählen.
[Alex]
Ja, kann ich verstehen. Es ist natürlich sehr speziell und da muss man schon auch das Spiel von damals noch kennen.
[Kai]
Ja, ich glaube, ich hab seit Schwarzer Auge Schicksalsklinge kein Rollenspiel mehr angefasst. Ich bin auch nicht der Rollenspielexperte. Insofern, fein bei mir.
Alles gut.
[Alex]
Alles gut. Gut, dann lassen wir uns das Thema auch sein. Das ist wahrscheinlich sehr, sehr speziell gewesen.
Jetzt kommen wir doch wieder zum Kai und beim Kai auf seinen Platz 4.
[Kai]
Oh ja, wo wir gerade bei speziell sind. Ich habe vorher schon angekündigt, meinen lieben Podcast-Kollegen, dass ich dieses Jahr noch umtriebiger war in anderen Gefilden, als ich es auch die letzten Jahre schon war. Was heißt, ich hab unglaublich viele Brettspiele gespielt.
Jetzt sind wir natürlich in der, so hoffe ich zumindest, wir sind ja alle nerdig genug, um auch Brettspiele cool zu finden und nicht zu sagen, um Gottes Willen, der macht ja irgendwas mit echtem Material und am Tisch und mit anderen Leuten. Gut, das finde ich für alle was. Ich habe auf jeden Fall relativ viele Brettspiele gespielt und war auch auf das Spiel dieses Jahr wieder vertreten und würde gerne ein Spiel rauskratzen.
Das habe ich, glaube ich, schon bei unserem Brettspiel-Podcast damals auch angepriesen. Und zwar ist das Terraforming Mars. Das bin ich mir ziemlich sicher, dass ich das auch besprochen habe.
Ein tolles Spiel. Hat ein bisschen das mittlerweile das Stellaris-Problem, dass die auch Atoms und Atoms und Atoms rausbringen. Ich habe mittlerweile tatsächlich alles, was man dafür haben kann.
Das zieht die Spiele unglaublich in Länge. Das heißt, ich habe so ein Spiel Terraforming Mars mit drei, vier Leuten, geht so auf die vier Stunden zu. Macht immer noch irrsinnig Spaß, ist aber durch die Anzahl der Mechaniken, die sie da mittlerweile verbaut haben, partiell massiv überfordernd.
Also gerade, wenn du nach drei, vier Stunden Spielzeit dann noch ausklemmern willst, was alle deine Karten da gerade tun oder tun sollten, ist das schon echt anstrengend. Aber es ist in seiner Komplexität ein Spiel, was echt seinesgleichen sucht. In der ganzen Bildermechanik.
Man hat ja ein asynchrones Spiel, weil man unterschiedliche Konzerne spielt. Man hat ein sehr unterschiedliches Gameplay und man hat unterschiedliche Ausrichtungen und trotzdem hat man die gleichen Ziele und kann sich gegenseitig stören und gegenseitig auch beeinflussen. Das ist in seiner Gesamtheit immer noch ein wahnsinnig gutes Spiel.
Ich glaube, jetzt ist es wahrscheinlich auch langsam gut mit den Addons. Ich werde mir jetzt keine mehr holen, wenn noch welche rauskommen. Auf dem Stand, wo ich es jetzt habe, würde ich es jetzt auch einfrieren und das ist schon ganz cool.
[Patrick]
Ist da ein Nachfolger geplant, Kai? Also ähnliches Spielprinzip, nur anders und neu?
[Kai]
Was der Verlag mittlerweile macht, das ist ein schwedischer Verlag, die gehen ein bisschen auch in andere Gefilden. Es gibt Ableger, auch von Terra Formel Mars, die tatsächlich ein bisschen seichtere Spiellevel gehen und nicht auf dieses Profi-Niveau. Und es gibt auch neue Spiele, die dort erscheinen.
Ich denke, auch die sehen, dass Terra Formel Mars, also das ursprüngliche Spiel, so ein bisschen an die Grenzen gekommen ist, was das Spielsystem verträgt. Ich glaube, sonst müsste man anfangen, das Spiel mechanisch inhaltlich zu ändern. Was, glaube ich, echt schwierig ist in dem bestehenden System.
Ich finde, Stellaris ist da immer noch ein gutes Beispiel, wo immer mehr Addons tatsächlich auch anfangen, Mechaniken zu brechen, die im Ursprung eigentlich gut funktioniert haben. Oder in die Länge zu ziehen. Das gleiche Problem bei Terra Formel Mars oder ganz viele Spiele, die ganz viele Addons haben und wo es immer weiter drangeflanscht wird.
Aber es ist ein Spiel, wo ich sage, es ist das Beste seiner Art, wenn man von diesen Building-Mechanismen ausgeht.
[Patrick]
Da kann ich unterstützen. Ich kenne nur das Spiel mit dem einen Addon, diesem Preludium-Addon, wo man quasi einen Kickstart bekommt durch mehr Karten.
[Kai]
Genau, das ist der No-Brainer. Den kann man immer dabei nehmen. Die anderen bringen halt komplett neue Mechaniken und auch ganz neue Richtungen rein.
Das sorgt natürlich für viel mehr Wiederspielbarkeit. Aber wie gesagt, bringt halt auch viel mehr Spieltiefe und viel mehr Komplexität mit rein. Muss man mögen.
Ich liebe es, aber je nachdem, was man da ausgespielt hat, kann das nach drei Stunden echt anstrengend werden.
[Patrick]
Ich würde trotzdem gerne meinen Senf noch dazugeben. Ich habe hier stehen, die Ares-Expedition. Das ist ja, Terra Formel Mars Ares-Expedition ist ein Kartenspiel.
[Kai]
Das ist eine seichtere Variante.
[Patrick]
Genau, was kürzer ist. Es ist vom Spielprinzip fast das Gleiche. Man hat halt nur viele Karten, hat trotzdem ein kleines Brett.
Aber ich finde, der Vorteil ist, es ist in einer Stunde gespielt.
[Kai]
Das ist ein bisschen der Vergleich zwischen Deep Rock Galactic und Deep Rock Galactic Survivor. Die haben es gut hingekriegt, die ganzen Metaphern aus dem Ursprungsspiel zu übernehmen und in ein leichteres Spielprinzip zu übernehmen, was auch eine reduzierte Spielzeit hat. Aber natürlich dann auch nicht diese Komplexität und Verzahnungsmechanismen.
[Patrick]
Und ich finde an der Stelle, was man ganz richtig erwähnen muss bei beiden Spielen, das Gameplay-Zeugs ist mega hübsch. Also auch diese ganzen Tokens, die man hat. Dann hat man mittlerweile Bretter, die eingestanzt sind, ein Spielerboard, wo eingestanzte Löcher sind, für die ganzen Tokens, die man reinlegen kann.
Da macht man sich heute sehr viel Arbeit, finde ich, bei Brettspielgenerationen, was mir unheimlich gut gefällt, weil es ist einfach viel wertiger als alte Brettspiele.
[Kai]
Ja, aber, das ist ja hier in Deutschland, ist das der Schwerkraft Verlag, der das herstellt. Und das ist, jetzt kommt mal ein Rand, das Spiel ist in der Ursprungsfassung unspielbar. Es ist eine absolut lächerliche Qualität.
Die Kartenqualität sind ungesleeft einfach nicht tragbar. Die Boards, die dabei sind, sind nicht benutzbar. Das heißt, du brauchst diese eingestanzten Boards, die wirklich dann überhaupt mal das Spiel nutzbar machen, weil sonst andauernd deine Sachen verrutschen.
Dafür bist du aber schon 15 Euro los, damit das einmal für alle Spieler hast. Also immerhin dann 5 Stück, aber die muss ja immer ausbrechen. Dann hast du ein paar Token, die nicht besonders hübsch sind.
Es gibt auch hübsche Sachen. Ich bin all in. Ich habe alles, was man kaufen kann, habe ich.
Du gibst ein Schweinegeld aus. Das sieht wahnsinnig beeindruckend aus. Ich habe die gedruckten Community-Matten.
Ich habe die 3D-Tokens für die Areas. Ich habe mir selber per 3D-Drucken Sachen gedruckt und angemalt und alles drum und dran. Ich bin da wirklich massiv involviert, aber ich will auch gar nicht zusammenrechnen, was mich das gekostet hat.
Das zahlst du unglaublich und das Basispiel kostet, Originalpreis glaube ich, immer noch 70 Euro. Und das ist das Material, was da drin ist, nicht wert.
[Alex]
Ich hatte ja für einen Augenblick gehofft, dass du vielleicht Bossfighter QR sagst. Dann hätte ich wenigstens mitspielen oder mitsprechen können. Aber so bin ich leider ein bisschen raus.
Vielleicht nur kurz der Hinweis, der Brettspiel-Cast, von dem Kai gesprochen hat, war der Spielwiese Podcast 62. Im November 2023 kam der raus. Da war unter anderem auch dieses Spiel mit dabei.
Und ansonsten darf ich sagen, dass ich unheimlich Respekt davor habe, wenn jemand sagt, ich habe dieses Jahr viele Brettspiele gespielt, weil für mich ist das echt ein Struggle, sich durch die Anleitung zu kämpfen. Ich habe dieses Jahr zwei Spiele, zwei Brettspiele durchgelesen, wo ich ganz stolz auf mich bin, dass ich die einigermaßen beherrsche. Und bei zwei Spielen bin ich gescheitert, hab die sozusagen beim Lesen wieder eingepackt und hab mir gedacht, leck mich doch am Arsch.
Hab keinen Bock mehr. Und wenn einer sagt, er hat viele Brettspiele gespielt, dann muss ja auch viel Anleitunglesen dabei gewesen sein, sich das merken und so weiter. Also hab ich großen Respekt davor, muss ich wirklich sagen.
[Patrick]
Ja, es macht auch echt Spaß. Aber cool, Kai, dass ihr so oft gespielt habt. Wir haben dieses Jahr kaum gespielt, aber ich finde, Brettspielrunden sind einfach unbezahlbar.
Auch wenn es in deinem Fall sowieso wirklich teuer war. Aber ich finde es unheimlich toll, mit Freunden sich zu treffen, dann erstmal zu quatschen, was zu essen zu bestellen, dann was zu zocken. Man zählt ja noch bis in die Nacht meistens miteinander.
Ich finde das einfach ein tolles Erlebnis und das sollten Videospiele hoffentlich nie ersetzen. Weil sich persönlich treffen mit analogen Spielen, das ist einfach was Schönes.
[Alex]
Absolut, unterstreiche ich. Okay, das war die einzige Brettspielnennung, Kai. Oder kommt da noch was später?
[Kai]
Vielleicht wurde das andere Spiel schon mal von jemand anderem genannt.
[Alex]
Okay, dann bin ich gespannt. Okay, gut. Dann gehen wir weiter.
Platz 4 vom Patrick.
[Patrick]
Das hab ich vorhin ganz viel über der Switch 2 geschimpft. Was aber auf der Switch 2 wirklich super war, war die Umsetzung von Cyberpunk 2077. Das hatte ich mir mit der Switch 2 direkt zum Start als Launch-Titel geholt.
Und es war auch ein sehr, sehr heißer Sommer dieses Jahr. Ich hab echt geschwitzt. Und die Switch 2 hat Cyberpunk recht gut als Spiel geportet.
Und vor allem, was mir super gefällt bei CD Projekt, es gibt tatsächlich ein Cross-Save, ein Cross-Play. Das heißt, ich kann meinen Spielstand vom PC auf der Switch spielen und umgekehrt. Übrigens auch auf Xbox und Playstation.
Und ich hab Cyberpunk ja damals ich glaub mal kurz benannt, als es rausgekommen ist. Und Kai hat das glaube ich sogar als Enttäuschung. Und jetzt mittlerweile Cyberpunk hat ein komplett neues Skillsystem, seit das Add-On rausgekommen ist.
Es ist komplett durchgepatcht worden. Sie haben jetzt vor kurzem auch noch einen Patch gebracht. Und das Spiel ist jetzt fünf Jahre alt.
Es gab vor kurzem ein Jubiläumsvideo. Es hat mir unheimlich Spaß gemacht, im Sommer dieses Spiel zu spielen. Ich hab das teilweise wirklich hoch und runter.
Ich bin heimgekommen, hab entweder die Switch angeschaltet oder den PC, hab mich da durchgespielt. Diese Story von V, die hat mich einfach gepackt. Ich hab’s im Switch-Podcast ganz kurz erzählt.
Im Prinzip hat V, ohne jetzt die Story zu spoilern, ja ein Problem, das er lösen will. Für sich. Er will ja eigentlich nur geheilt werden.
Aber er schlittert da quasi in eine Weltrettungs-Story rein. Und jeder, den er trifft, hilft ihm ja nicht so wirklich. Sondern im Gegenteil.
Nachdem eine Quest abgeschossen ist, lassen sie den immer nix liegen. Und das hat mich so, ich will sagen, mitgenommen ist das falsche Wort, aber es hat mich so gepackt. Es ist einfach glaubhaft, was bei Cyberpunk passiert und wie die Welt aufgebaut ist und wie die Stadt auch auf dich reagiert.
Und das Skillsystem hat mir gefallen. Mir hat auch diese dreckige Art gefallen, mit den Autos da rumfahren, dieses Zukunftsszenario, was sehr düster ist. Was aber durchaus in ein paar Jahren natürlich nicht ganz so von der Technik her, aber von der Art, wie die Leute dann umgehen, durchaus eine Zukunftsvision sein kann.
Und ich war da echt begeistert. Ich hab’s wirklich lange gespielt, bin nicht zum Add-on gekommen. Aber es ist ein tolles Spiel, was man auf jeden Fall spielen sollte.
[Alex]
Und du hast es auf der Switch gespielt, unter anderem.
[Patrick]
Ja.
[Alex]
Also, ich hab ja vor Jahren, das Spiel ist ja auch schon fünf Jahre alt, wenn ich mich jetzt nicht völlig täusche, ich hab ja vor Jahren mir, glaub ich, die Xbox-Version gekauft, und ich fand das auf Konsole ein bisschen zu kleinteilig, ich glaube. Und ich hatte immer das Gefühl, dass dieses Spiel eher ein PC-Spiel ist. Jetzt bin ich ein bisschen verwundert, dass du das auf der Switch gespielt hast, bei der ja noch alles kleiner und kleinteiliger ist.
[Patrick]
Beim Handheld-Modus.
[Alex]
Ja, okay. Also, das ist ja total krass. Also, tatsächlich ist Cyberpunk einer der Spiele, bei denen ich bedauere, dass ich das nicht irgendwie weitergespielt hab.
Wahrscheinlich kam da irgendwie wieder ein anderes Spiel dazwischen. Oder die Kinder oder sonst irgendwas. Und ich bin dann weg davon.
Weil ich glaube, dass das tatsächlich ein richtig geiles Spiel ist. Aber ich habe, wie auch bei zum Beispiel Witcher 3 oder so, ich bin nicht dran geblieben. Und das ist wahrscheinlich echt schade.
Aber wenn ich es nochmal spiele, tatsächlich auf dem PC spielen, jetzt auch mit der neuen Grafikkarte, da geht ja sicherlich einiges dann, was die Optik angeht. Aber auf der Switch im Handheld-Modus, das kann ich mir echt nicht vorstellen. Das ist krass.
[Patrick]
Ja gut, es hat auch diesen Gyroskop-Modus, den auch Splatoon hat. Du kannst quasi, wenn du zielst, kannst du die Konsole hin und her bewegen und du hast quasi die Maus. Es geht sogar so weit, dass du mit den Pointern schießen kannst.
Wie gesagt, CD Projekt ist einer der wenigen, die das einfach dann benutzt haben, auch diese Steuerung. Die Pointer-Steuerung fand ich furchtbar. Aber du kannst wirklich, wenn du jetzt zielst, also wenn du LT gedrückt hältst, kannst du mit dem Handheld dich hin und her bewegen und kannst deinem Gegner eben nachfahren.
Dadurch triffst du recht gut. Du kannst gut Headshots machen mit dieser Steuerung.
[Alex]
Mir geht’s gar nicht so um die Steuerung. Mir geht’s zum Beispiel so Sachen wie Inventarübersicht in dem Spiel. Das war mir alles echt ein bisschen zu überladen, so kleinteilig.
Oder hab ich das falsch in Erinnerung?
[Patrick]
Vielleicht ist auch durch den Patch jetzt alles ein bisschen anders sortiert. Du hast auf jeden Fall auf dem linken Stick einen Maus-Cursor, wo du nicht alles konsolenmäßig durchklicken musst. Du hast einen Maus-Cursor, wo du auch Sachen einklicken kannst.
Ah, und du hast auch das Touchscreen. Das funktioniert auch, ne?
[Kai]
Ich hab das dieses Jahr tatsächlich auch noch mal angefangen auf dem Steam Deck. Ich find tatsächlich, dass das, gerade weil es so kleinteilig ist, wie du sagst, Alex, eigentlich auch echt gut im Handheld-Modus geht, weil du dann eben mal zwischendurch eine Mission weiterverfolgen kannst. Es ist nicht so wahnsinnig so massiv storygetrieben, finde ich, wie ein Witcher, sondern es lebt viel mehr von den ganzen Nebenmissionen, von denen es ja auch, glaube ich, noch viel mehr hat und auch viel interessantere als der Witcher damals.
Und das hat wirklich gut funktioniert, wie der Patrick gerade sagt.
[Patrick]
Ja, auch dieses Sightseeing. Wie gesagt, ich muss jetzt einfach ein bisschen schwärmen. Du fährst auf dem Motorrad oder auf dem Auto durch die Pampa, nicht nur durch die Stadt.
Du kannst ja auch diesen Außenbezirk da entlangfahren. Ich hab da wirklich, das ist so, man könnte da so ein YouTube-Video draus machen, wie du da einfach, du liegst im Sommer draußen auf dem Sessel und spielst im Handheld-Modus, fährst du mit dem Auto durch die Wüste bei Cyberpunk und handelst, entdeckst Dinge, machst Nebenquests. Also da gibt’s auch wirklich so ein bisschen Borderlands- humormäßige Nebenquests da.
Und das hat mir echt Spaß gemacht. Aber du entscheidest dann auch, wenn ich jetzt ein bisschen gammeln will, spiel ich eine kleine Nebenquest. Wenn ich die Story weiter erleben will, dann geh ich vielleicht doch besser an einen großen Bildschirm, weil ich die ganzen Cutscenes sehen will.
Das Spiel ist sehr umfangreich geworden und es ist sehr gut gepflegt worden. Das hatte am Anfang auch keinen guten Ruf gehabt. Deswegen auf jeden Fall spielen.
Vielleicht kauf ich mir mal die PC-Version, mal gucken. Mach das, ne? GOG oder Steam.
[Kai]
Ich hatte es damals auf der Xbox One gekauft, damals noch. Also auf der klassischen Xbox One, ehrlicherweise. Und ich weiß gar nicht, ob die Series X schon raus war oder ich die nur noch nicht hatte, weiß ich nicht genau.
Aber da lief das halt wie Gülle. Das war ja auch das, womit sie tatsächlich überall durchgefallen sind. In der damals noch ehrlicherweise up-to-date PS4- und Xbox One-Area ging das Ding halt gar nicht.
[Alex]
Ja, bei der PS4 ja auch.
[Kai]
Das war nicht spielbar. Da kann ich mich ganz genau dran erinnern. Es sah nicht nur schlecht aus, das hätte ich ja neulich auch verkraftet, aber es war tatsächlich nicht spielbar.
Und das fand ich tatsächlich eine Frechheit. Und da haben sie zurecht dran gearbeitet. Deswegen hat ihr Ruf wahrscheinlich auch nicht nachhaltig gelitten.
Aber ich glaube, wenn sie nicht dran gearbeitet hätten, hätte der Ruf gelitten.
[Patrick]
Ja, das war eine Game-Breaking-Bug-Szene. Ich hab ja damals im Podcast erzählt, es gibt ganz am Anfang eine Nebenquest. Du willst in dein Auto einsteigen und jemand fährt in dein Auto rein, dein Auto ist kaputt.
Dann kommt die Meldung, tut mir leid, dein Auto ist geschrottet worden. Bitte geh da und dahin das reparieren. Und dann laufe ich weiter.
In dem Moment spornt mein Auto wieder. Und dann konnte ich die Quest nicht abschließen, weil ich das Auto wieder hatte. Das sind so Dinge, die dürfen nicht passieren.
Und das ist damals passiert.
[Kai]
Ich wollte nur einen negativen Punkt dagegensetzen, gegen den Lobpreisungen, dass das Spiel total super geworden ist. Man hat ja auch einen langen Weg gemacht.
[Patrick]
Trotzdem Respekt, die patchen das immer noch. Sie wollen keinen Aufpreis, außer im Add-on. Und selbst das komplette Skillsystem wurde umgeworfen.
Und die haben das auch trotzdem als Patch rausgebracht, ohne dass du das Add-on kaufen musst.
[Alex]
Gehen wir mal zu Flo’s Platz vier. Und da kann ich tatsächlich auch nicht viel zu sagen. Ich habe es zwar auch mal kurz angespielt, aber ich habe dem Spiel keine Chance gegeben.
Wahrscheinlich kann Patrick da ein bisschen was dazu erzählen. Flo’s Platz vier ist Ark Raiders.
[Patrick]
Das ist mega cool. Das habe ich auch immer in der Liste. Das kommt später bei mir noch.
Ich glaube, da sage ich später noch was dazu.
[Alex]
Okay, dann schieben wir das doch ein bisschen und dann lassen wir dich dann gleich zu Wort kommen. Ja gut, dann können wir ja gleich weitermachen. Und jetzt kommen wir zu einem Spiel, das ja tatsächlich den Kai interessieren könnte.
Denn es war letztes Jahr auf seiner Wunschliste oder auf seinem Jahresausblick für 2025. Ich habe nämlich ja so im Juni ungefähr relativ ausgiebig Dune Awakening gespielt. Und das ist ein Survival-Crafting-Spiel von Funcom, die ja die Dune Lizenz haben.
Und tatsächlich ist das ja alles so im Fahrwasser von Conan Exiles. Also Funcom hat ja relativ viel Erfahrung gesammelt mit Conan Exiles. Da gibt es auch etliche Add-ons und viele Jahre das Spiel schon in Entwicklung und weiterentwickelt und so weiter.
Und es ist auch ein gutes Spiel, weil es ja auch eine Kopie ist von Ark, ehrlich gesagt. Aber mit dieser Erfahrung sind sie dann in eine Lizenz, eine weitere Lizenz hineingekommen. Conan ist ja im Endeffekt auch eine Lizenz, auch wenn es wahrscheinlich schon gemeinfrei ist mittlerweile.
Aber jedenfalls haben sie mit Dune Awakening das gleiche Spiel, nur mit Dune Atmosphäre, mit Dune Umwelt, alles was mit Dune zu tun hat, umgesetzt. Und jetzt ganz kurz bevor ich in das Spiel reinspringe, Kai, hast du das eigentlich gespielt? Nee, das gibt’s doch nicht.
[Kai]
Jetzt muss man erklären, warum hast du es nicht gespielt? Ich weiß nicht, weil es nie im Sale war, weil ich gescheut habe, da so viel Geld reinzuschmeißen und weil ich unschüssig war. Ich hatte die Kritiken gesehen und die Kritiken waren durchaus positiv.
Dann habe ich mich aber gefragt, wie lange mich das Spiel denn alleine trägt, weil ich normalerweise bei solchen Spielen jetzt auch nicht der große Singleplayer-Variante Spieler bin und weil die Leute, die ich normalerweise so für Freundeslöscher hatte, da alle keinen Bock drauf hatten. Das sind so die Gründe.
[Alex]
Ja, okay. Das ist genau der Punkt, tatsächlich der springende Punkt, warum ich es dann wieder aufgehört habe. Also ich habe Dune Awakening tatsächlich, ich würde mal sagen, so 10 Stunden ungefähr echt gerne gespielt.
Es hat eine tolle Atmosphäre. Es hat aber auch das, was ich vorher schon damals im Podcast gesagt habe, das sieht ein bisschen steril aus, das Spiel. Und das ist tatsächlich auch so und das ist so ein bisschen natürlich dem Szenario geschuldet, weil es halt überall Sand ist und die Gebäude an sich sind halt auch nicht besonders, ich würde sagen mal ausgestattet mit Stuckwerk oder sonst was.
Es sind halt einfach alles nur ganz sterile, harte, kantige Gebäude. Aber trotzdem ist es interessant, wie die Leute sich da austoben. Also was ich da an Gebäuden, an Monolithen gesehen habe, also was die da hingestellt haben, was für Paläste, also es ist ja so, man fängt ja am Anfang so im Anfängergebiet an, da kommt man erstmal die ersten paar Stunden gar nicht raus und macht da so sein Zeug, macht so die Questen und so weiter und später lässt einen das Spiel ja dann ins nächste Gebiet und wenn man da reingeht, denkt man sich, Alter, was ist hier los? Was sind das hier für Gebäude?
Wie haben die das überhaupt geschafft? Und ich muss sagen, genau an dem Punkt hat mich das Spiel dann verloren, weil ich da erkannt habe, dass dieses Spiel alleine im Grunde genommen gar nicht machbar ist. Du musst, um da effektiv irgendwas zu schaffen, in so einer Art Clan-Struktur sein oder zumindest mit ein paar Leuten spielen, mit denen du regelmäßig unterwegs bist, um diese ganzen Sachen zu farmen, die du brauchst, um das alles bauen zu können, um nur annähernd so in diese Richtung zu kommen, weil in dem ersten Gebiet suggeriert dir das Spiel, ach guck mal, da ist ein kleines Gebäude, ach das habe ich auch ganz gut hingebaut, das kriege ich auch ungefähr hin und dann denkt man sich so, ja man ist so Pari-Pari mit dem Rest, aber das löst sich dann auf in dem Moment, wo man merkt, das Spiel, das erwartet mehr von einem. Das Spiel erwartet von einem, dass man grindet, dass man sich in einem Clan engagiert, dass man regelmäßig online ist, damit man mal so ein Ornithopter fliegen kann und sonst irgendwas und ab dem Zeitpunkt eben habe ich festgestellt, nee Alex, diese Zeit kannst du, willst du nicht und kannst du nicht in das Spiel investieren. Aber bis dahin, also diese 10, 12 Stunden, wie lange ich da gespielt habe, hat mich das Spiel sehr gut unterhalten, hat eine tolle Atmosphäre gehabt, war sehr gut auf Dune abgestimmt, möchte ich mal sagen und man merkt schon, dass sich Funcom da sehr viel Zeit genommen hat, da in dieses Thema einzusteigen.
Ist im Endeffekt schon eine Empfehlung von mir und weil ich es vergleichsweise zu anderen Spielen ausgiebig gespielt habe, ist es auf meinen Platz 4 gekommen. Es ist aber sicherlich auch nicht für jeden etwas und wie gesagt, wenn ihr nicht vorhabt, mit anderen Leuten zu spielen, so wie Kai zum Beispiel es nicht hingekriegt hat, weil ihm keiner mitspielen wollte, würde ich sagen, lasst ihr ja die Finger davon, weil ihr könnt nur nach einer gewissen Spielzeit enttäuscht sein. Es wird irgendwann mal ein Moment kommen, wo ihr denkt, okay, ich bin jetzt hier abgehängt, was soll ich jetzt hier eigentlich noch machen?
[Patrick]
Ich habe mit dem Benny ja damals da dieses Conan Exiles Spiel gespielt, das ist ja auch von Funcom und da ging es mir ähnlich, dass du allein oder zu zweit denkst, du hast es geschafft, dann siehst du mal, was andere machen und vor allem, wie lange andere Leute hier Zeit investieren in dieses Spiel und du kommst von der Arbeit heim, du willst dich da einloggen, dann siehst du, dass neben dir jemand die letzten 20 Stunden in diesem Spiel verbracht hat und hat da mega die Ressourcen gehortet.
Es sind sogar manchmal sehr nette Leute, die sagen, willst du was abhaben? Du denkst dir so, ey, der Typ, der hat so viel Sachen, die werde ich in einem Monat nicht farmen, warum soll ich weiterspielen? Der hat eh schon alles.
Das hat mich immer so abgeschreckt, wenn es ein Survival-Spiel mit anderen Leuten ist.
[Alex]
Manchmal denkt man sich, so ein Spiel ist besser, wenn es gar nicht online wäre, oder?
[Patrick]
Ja, also lieber Singleplayer.
[Kai]
Oder sowas, wo du auf Servern spielst, sowas wie Minecraft oder Ark oder sonst irgendwie, was nicht Internet-gebunden oder vom Hersteller gehosteten Servern läuft.
[Patrick]
Ja, ich glaube, das ist aber auch was, wo wir jetzt spezieller sagen, das ist nichts für uns. Ich kenne ganz viele Menschen, die sowas jeden Abend spielen, mit Headset auf und unterhalten sich um die Welt. Das ist ja auch toll.
Also es gibt ein Publikum für solche Spiele, mehr als man denkt. Für die ist es einfach jeden Abend so ein bisschen runterkommen. Das ist ja auch cool dafür.
[Kai]
Ist ja auch vollkommen fein. Ich glaube, ich hätte da auch durchaus Spaß dran gehabt. Aber wahrscheinlich auch nur meine 20, 30 Stunden oder weiß ich nicht was.
Das wäre für den Preis wahrscheinlich auch fair gewesen, wenn ich da… Und man muss ja… Man muss dem einem ja gewahr sein, dass man das nicht schafft.
Ich wäre wahrscheinlich nicht raus gewesen, wenn ich irgendwie in der Woche nicht online bin und meine ganze Basis kaputt ist, weil irgendjemand keine Schilder aufgefüllt hat oder sonst irgendwelche Klamotten. Das liest man ja auch in den Kommentaren von dem Spiel zu Genüge, dass es halt die Lebenszeit überhaupt nicht beachtet. Realismus hin oder her.
Also, dass es da keinen Urlaubsmodus gibt oder keine Ahnung was. Urlaubsmodus? Auf dem Markt ist der Urlaubsmodus.
Ja, kennst du doch. Machst du beim Kühlschrank ja auch an, dann verbrauchst du weniger Spaß. Ja, ich kann nicht gehen in den Urlaubsmodus.
[Patrick]
Ja, genau. Du kannst auch im Urlaub dann spielen. Du musst halt einfach in einem Hotel die Flat bezahlen.
[Kai]
Ja, weißt du, was ich meine? Das hätte mich dann wahrscheinlich spätestens… Dann hätte mich das Spiel wahrscheinlich auch verloren.
Weil ich bin einfach nicht bereit, meine Lebenszeit da zu opfern und mir vom Spiel diktieren zu lassen. Meine W-Zeit ist lange zurück. Das mache ich nie mehr.
[Alex]
Aber was man im Spiel auf jeden Fall so gut halten kann, es ist relativ questgebunden, also man kann Missionen annehmen. Erinnert mich so ein bisschen an Anarchy Online tatsächlich. Weil das ist ja auch von Funcom und das haben die sich da nochmal irgendwie rausgeholt so mit Missions Terminals, wo man sich das Zeug da so rausholt und dann Missionen macht.
Das Gunplay ist ziemlich gut, finde ich. Das haben sie echt spannend und gut umgesetzt. Also ich habe die Mission auch gerne gemacht, wenn ich da irgendwo in so einem kleinen Gebäude komplex war, Dungeon war, das war schon ganz gut.
Und man muss vielleicht sagen, soweit ich das mitbekommen habe, war Dune Awakening als es rauskam echt sehr erfolgreich. Hatte echt hohe Spielerzahlen und Käufe. Ist dann aber irgendwann mal so ein bisschen abgeflacht.
Also der Reiz hat sich dann nach so einem Monat oder so, glaube ich, relativ schnell verflogen. Ich weiß gar nicht, wie die Spielerzahlen momentan sind, aber man hört von dem Spiel auch nicht mehr so viel tatsächlich. Ich meine, ich hätte mal im Hinterkopf irgendwie so, dass sie ein Add-on rausbringen wollen.
Vielleicht täusche ich mich auch da. Aber ich höre von dem Spiel so gut wie nichts mehr. Auch so in der Presse oder so bei GameStar oder sonst irgendwo höre ich nichts von.
Komplett tot.
[Patrick]
Hat viel gelesen am Anfang, aber jetzt irgendwie nicht mehr. Es liegt vielleicht daran, dass es in netter Weise auch gekommen ist, dass der zweite Film gerade im Kino war. Da haben sie auch einen guten Zeitpunkt erwischt für den Launch.
[Alex]
War das echt so? War da der zweite Film?
[Kai]
Nee, der war viel früher. Da war der zweite Film, glaube ich, schon im Streaming. Aber nein, so funktioniert der Journalismus.
Du ziehst halt die Halbwelle vor dir her und danach ist sie halt weg. Entweder erträgt das Spiel nach dem Anfang Euphorismus oder halt nicht.
[Alex]
Okay. Na gut, lass uns doch einfach zum Nächsten übergehen, beziehungsweise wir haben nichts mehr Nächstes für heute. Fällt mir gerade auf.
Wir sind durch. Platz 5, Platz 4, die Enttäuschung.
[Patrick]
Stimmt, da war es noch kürzer als gedacht. Wir haben uns echt zurückgehalten.
[Alex]
Das stimmt, ja. Das bedeutet, liebe Freunde, da draußen, die den Podcast hier hören, wir sind jetzt heute fertig mit der Aufnahme und ich hoffe, ihr habt heute einen wunderschönen heiligen Abend, bekommt tolle Geschenke, gutes Essen. Ich hoffe, ihr konntet den Podcast beim Baum schmücken hören oder beim Essen machen hören oder beim Aufräumen oder was auch immer.
Wir hören uns spätestens morgen zum ersten Weihnachtsfeiertag. Da geht es dann weiter mit den Plätzen 3, 2 und 1. Erstmal sage ich danke an den Patrick und danke an den Kai, dass ihr dabei wart.
[Patrick]
Ja, danke auch, dass wir dabei sein durften. Also nicht alleine gemacht hast.
[Kai]
Hätte ich auch machen können. Ich habe ja mittlerweile Erfahrung. Dankeschön und ich wünsche den Hörern da draußen, dass sie keine Enttäuschung unter dem Baum haben wie wir.
Heute im Podcast. In dem Sinne, bis morgen, macht’s gut und Tschüss.

