Transkript zu Christopher Nolans Die Odyssee
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[Alex]
Hallo Steff.
[Steph]
Hallo Alex.
[Alex]
Liebe Steff, zuerst möchte ich sagen, ich freue mich wahnsinnig, dass wir nach über einem Jahr endlich mal wieder zusammen einen Podcast aufnehmen.
Meinst du, dass du mich überredet hast?
Ich habe dich überredet.
Du warst dir nicht sicher, ob du nochmal hier…
Vorstellig werden möchtest, aber ich habe dich ein bisschen gezwungen fast.
Und ja, bin sehr froh, weil wir waren gestern mal wieder im Kino und wir reden ja eigentlich nur über Kinothemen.
Soweit ich mich jetzt erinnere, hatten wir bis jetzt nur Podcasts zu Kinofilmen aufgenommen.
Der letzte war übrigens zu Thunderbolts.
Und jetzt waren wir gestern ganz frisch im aktuellen Gassenhauer, nämlich Christopher Nolans Die Odyssee.
[Alex]
Ein Film, zu dem ich dich auch zwingen musste.
Wie so oft.
Wobei ich ganz oft gesagt habe, du musst nicht mit, ich gehe auch alleine.
Und ich, wie so oft, das Gefühl hatte, das ist nichts für dich.
Und du dann im Endeffekt aber gesagt hast, na ja, war ja doch nicht so schlecht.
Ich erinnere mich zum Beispiel an Dune.
Das stimmt.
Wo du von vornherein gesagt hast, das ist gar nichts für mich, habe ich null Ahnung von, ist gar nicht mein Genre.
Und du dann aber gesagt hast am Ende, der war ja richtig cool.
Ja, das stimmt.
Der war sehr gut.
Haben wir da eigentlich auch einen Podcast zu gemacht?
Ja.
Echt?
Zu Dune?
Glaube ich schon.
Ich weiß es nicht mehr.
Naja.
Genau, jetzt aber die Odyssey, das ist nochmal irgendwie eine andere Hausnummer, ein bisschen…
härtere Kost, würde ich fast sagen.
Und da wäre natürlich jetzt so meine Einstiegsfrage an dich.
Hast du irgendwas mit griechischer Mythologie am Hut?
Null.
Das wäre die beste Voraussetzung gewesen.
[Steph]
Ja, das war auch genau der Grund, warum ich gesagt habe, ich möchte eigentlich da gar nicht mit, weil ich mich in meinem Leben viel zu wenig mit griechischer Mythologie beschäftigt habe und auch
viel die Zusammenhänge nicht verstehen wollte, weil ich mich einfach nie damit auseinandergesetzt habe.
Habe ich aber gestern, bevor wir in den Film sind, damit ich nicht ganz dumm sterbe.
Und ich muss tatsächlich sagen, dass mir das sehr, sehr, sehr viel besser gefallen hat, als ich eigentlich gedacht habe.
Zumal, wenn du keine Vorkenntnisse hast, auch Omer nicht gelesen hast und auch die älteren Filme nicht kennst.
Dann lässt du den Film…
besser dastehen.
[Alex]
Heißt es Omer oder Homer?
[Steph]
Das ist eine sehr gute Frage.
Es ist ja kein Spanier, oder?
Naja, es ist wie meine Hermes-Tasche.
Die spricht man ja auch nicht Hermes aus.
Auf Französisch.
Aber Hermes, der Götterbote, ja schon.
Also ich habe keine Ahnung.
[Alex]
Also ich sage Homer.
Falls ihr wisst, wie es genau ausgesprochen wird, schreibt es uns in die Kommentare.
Und da fällt mir im Übrigen ein, wir haben noch einen Namen, da ist nicht ganz klar, wie der ausgesprochen wird, denn ich kenne die Zauberin aus der Odyssee als Zirze.
Sie wird aber offensichtlich auch gerne, oder ist vielleicht sogar die richtige Version, als Kirke ausgesprochen.
Hast du das gewusst?
Nein.
Das habe ich auch nicht gewusst.
Gestern ein Video gesehen von einem YouTuber, der hat es Kirke ausgesprochen.
Da habe ich mir gedacht, das kann doch nicht richtig sein.
Aber wenn man zum Beispiel auf Wikipedia schaut, da wird es auch Kirke geschrieben.
[Steph]
Ich glaube, das war auch in einem Film so.
[Alex]
Echt?
Hat die den Namen genannt?
Einmal hat sie, glaube ich, den Namen genannt, wie sie heißt.
Ja, also ich habe griechische Mythologie schon ein bisschen mehr im Blut.
Habe auch, was jetzt die Odyssee betrifft, zwei Referenzen.
Das eine, als ich ein Kind war, hatte ich eine Langspielplatte.
So ein Hörbuch, so ein Hörspiel.
Gab es bei dir noch Platten?
Ja, bei mir gab es noch Platten.
Ja, okay.
So alt muss man erst mal sein.
Entschuldigung.
Ich habe den Film mit Kirk Douglas gesehen, wo er auch die Odyssey spielt, den ich sehr gut fand im Übrigen.
Und genau, das ist so meine Vorbildung und so griechische Mythologie habe ich schon ein bisschen Ahnung.
Und natürlich habe ich Troja gesehen, den kennt ja auch so gut jeder mit Brad Pitt.
Den habe ich auch gesehen.
Und das ist ja sozusagen so ein bisschen die Vorgeschichte zur Odyssee, wenn man das so nennen möchte oder etwas degradieren möchte.
[Steph]
Stimmt, fällt mir gerade ein.
Achilles hat so gar keine Rolle mehr gespielt.
Stimmt, der kam gar nicht vor in der Odyssey.
Der kam überhaupt gar nicht vor.
Den habe ich ein bisschen, habe ich mir zwischenzeitlich gedacht.
Wo ist der eigentlich?
[Alex]
Jetzt ist es natürlich so, wir haben beide nicht das Buch gelesen.
Also ich kenne das Original überhaupt nicht.
Ich weiß auch nicht, ob man das heutzutage überhaupt noch einigermaßen lesen kann.
Ich habe keine Ahnung.
Aber ich habe es nicht gelesen, deswegen weiß ich zum Beispiel nicht, ob Achilles in dem Buch nochmal vorkäme.
in der Odyssee, in der Geschichte.
Aber der Film, der referenziert ja ständig auf Troja.
Und deswegen im Film selber hätte Achilles schon durchaus eine Rolle spielen können.
Zumindest ein paar Sekunden.
Genau, der Film ist ziemlich lang.
172 Minuten, also fast drei Stunden.
Kam mir jetzt gestern gar nicht so lang vor.
[Steph]
Das stimmt, ja.
Was das betraf, habe ich mir auch erst gedacht, es langweilt mich bestimmt zwischenzeitlich.
Aber als er dann vorbei war, habe ich mir gedacht, ach wie, schon vorbei.
Also er war dann doch eher kurzweilig.
[Alex]
Ja, komisch, wenn ein Film so lang ist.
Und ich kann das schon mal vorausschicken, für mich war der Film relativ highlightlos, sag ich mal.
Da würde man sagen, okay, das zieht sich wie Kaugummi und so.
Aber ja, ich sehe das auch so.
Die Zeit, die verging schon relativ flott.
Und ja, also kann man sich…
anschauen, aber ich sage es auch gleich, ich nehme ein Fazit so ein bisschen vorweg, ich würde den mir erstmal kein zweites Mal mehr anschauen wollen, also einmal ehrlich gesagt reicht und, aber da kommen wir nachher vielleicht noch im Fazit so ein bisschen drauf zu sprechen.
Ich weiß nicht, wie es dir ging, würdest du den nochmal schauen?
[Steph]
Kann ich jetzt so spontan gar nicht sagen, weil ich stehe da so gerade dazwischen.
Also ich sehe es nicht positiv, nicht negativ.
Dadurch, dass wenn du keine Vorkenntnisse hast, war er schon gut.
Aber wie ich auch gestern schon gesagt habe, es gab so zwei, drei Sachen, die mich brutal gestört haben.
Aber natürlich muss man sagen, dass Nolan einfach ein fantastischer Regisseur ist.
Das muss man einfach sagen.
Und der kann schon was.
Wobei der Film tatsächlich ein paar Hacken hatte.
Und das habe sogar ich erkannt.
[Alex]
Also ganz prinzipiell ist der Film ja, also technisch gesehen, irgendwie sehr…
Umständlich entstanden?
Bodenständig würde ich sagen.
Bodenständig?
Ja, bodenständig würde ich sogar sagen.
Technisch gesehen, weil die Kamera, mit der er das gedreht hat, sind solche IMAX-Kameras, 70mm IMAX-Kameras.
Und da gehen, soweit ich das gehört habe, nur drei Minuten Film drauf.
Und dann muss das gewechselt werden.
Das bedeutet, und die Kamera ist unheimlich schwer, irgendwie 130 Kilo.
Also ich weiß nicht, und das kannst du ja dann auch digital nicht mehr so richtig bearbeiten, nehme ich mal an.
Also ich weiß nicht, warum er sich sozusagen diese Bürde auferlegt hat.
Das hat sicherlich auch Qualitätsgründe, aber …
[Steph]
Ich finde, man sieht das.
Ja?
Ja.
Weil mich in den neuen Filmen tatsächlich echt so ein bisschen ancast, dass das so sehr CGI-mäßig ist und man es echt oft sieht.
Und das gestern hatte so ein bisschen was von Gladiator.
Also von vor, wie alt ist der Film?
20, 25 Jahre oder so?
Ja, kann sein.
Und das hatte so was Ursprüngliches, fand ich, so was Wildes.
Ja.
Also das fand ich schon gut gemacht.
Zumal auch die Landschaftsaufnahmen und das Meer und so.
Also es war ja wirklich an realen Drehorten gemacht und das fand ich wirklich gut.
[Alex]
Ja, wobei ich sagen muss, möchte ich gleich mal thematisieren.
Also alle haben ja gesagt, das ist ein Film, den musst du im Kino schauen, das ist ein Film, der hat die ganz großen Bilder.
Ein Film, der dich überwältigt von der Bildgewalt und so weiter.
Überwältigt von der Bildgewalt.
Ich muss sagen, ich war etwas unterwältigt.
Also nach den ganzen großen Ankündigungen
So episch und toll waren die Einstellungen nicht.
Also ich sage mal so, in Herr der Ringe, da war ich überwältigt, als ich im Kino war und die Schlacht um Helms Klamm gesehen habe.
Da war ich überwältigt.
Hier habe ich mir gedacht, ja, sieht ganz okay aus, ganz gut.
Aber das, was so im Vorfeld versprochen worden ist von Kritikern und was vielleicht auch so mit dieser IMAX-Kamera und so…
quasi intendiert ist, das konnte ich nicht erkennen so richtig oder habe ich nicht erkannt.
Und zum anderen, und das ist eine Sache, die hat mich ehrlich gesagt ziemlich gestört, der Film ist dermaßen entsättigt, der ist dermaßen grauschleierig, blauschleierig.
[Steph]
Das wollte ich gerade sagen.
Wahrscheinlich liegt es da dran, weil das ist sehr düster insgesamt, also sehr fad.
Von Licht zum Beispiel.
Aber das ist auch das, was, glaube ich, Nolan wollte.
Das habe ich ja gestern so oft gesagt, auch so die paar Interpretationen, die er gestern gebracht hat, die, wenn man es aus der Sicht sieht, gar nicht so verkehrt sind.
Aber ich weiß, was du meinst, kann ich nachvollziehen.
[Alex]
Ja, dass er das so wollte, das steht ja außer Frage.
Die Frage ist nur, ob das die richtige Entscheidung war.
[Steph]
Das ist ja immer so eine Geschmackssache.
[Alex]
Also weil auch so Gegenden wie Itaka zum Beispiel.
Also ich verstehe, dass der hartes Grau im Grau ist, wobei der auch nicht geil aussah.
Das hätte man bestimmt auch besser machen können.
[Steph]
Der übrigens in Island gedreht worden ist.
[Alex]
Dass du alles weißt, Wahnsinn.
[Steph]
Ich sage ja, ich habe tatsächlich, ich habe wirklich, also wenn ich sage, ich beschäftige mich damit, dann tue ich das dann auch.
[Alex]
Aber zum Beispiel Ithaka, Griechenland, da muss man natürlich dazu sagen, da sind ja viele Kulissen, die wiederholen sich ja die ganze Zeit.
Also Ithaka siehst du ja zu 80 Prozent nur innerhalb dieser Palastmauern, dieses großen Feierraumes.
Es gibt aber auch Bilder von der Außenwelt.
Die könnten schöner sein.
Und auch andere Gegenden, wo ich mir denke, das könnte schon ein bisschen schöner sein.
Also wenn man da gegen einen Troja zum Beispiel hält, was ja auch so ein Monumentalfilm ist in gewissem Sinne.
Der ist ja viel farbenfroher und der hat auch so ganz andere… Also zum Beispiel der sieht auch viel bildgewaltiger aus in manchen Einstellungen, wenn es da zum Kampf kommt und so.
Aber Kampf ist ein gutes Stichwort.
Ich war ein bisschen irritiert.
Ich weiß nicht, die Odyssee müssen wir jetzt nicht groß beschreiben.
Die meisten werden ja wahrscheinlich ungefähr wissen, dass Odysseus nach dem Troja-Krieg versucht hat, nach Hause zu kommen und dann sozusagen, ich sag mal in Anführungszeichen, verschiedene Prüfungen machen musste, weil er da von Poseidon oder von irgendwelchen Göttern auf Irrwegen geschickt worden ist.
Und es sind aber alles Kriegsveteranen, die zehn Jahre im Troja-Krieg gedient haben, am Ende auch gewonnen haben, durch Odysseus List.
[Steph]
Wollen wir kurz mal mit der List anfangen?
[Alex]
Ich wollte den einen Punkt noch schnell sagen, weil ich da jetzt schon so eingestiegen bin.
Und ich habe mich gewundert in diesem Film,
sind die Kämpfe weitgehend chaotisch.
Und man hat nicht das Gefühl, mit gestandenen Kriegsveteranen zu tun zu haben.
Also es gibt ja diese eine Szene, wo sie auf der Insel landen und gegen diese, die haben einen bestimmten Namen, aber der fällt mir jetzt gerade nicht ein, gegen diese Riesen in Ritterrüstungen kämpfen.
Und da wie die verscheuchten Hühner rumlaufen,
Und ich mir so denke, macht doch mal eine Formation, fangt doch mal an, euch zu wehren.
Und dann sind das auch so viele Griechen, das sind ja drei Schiffe, das sind ja, keine Ahnung, 50 Griechen.
Alles gestandene Soldaten, aber macht der nicht mal irgendwas?
Der Einzige, der sich da offensichtlich wehrt, ist so ein bisschen Odysseus, aber der kriegt, glaube ich, einen abgeschossen mit seinem Bogen.
Aber trotzdem ist es ein bisschen… Formation und Ordnung.
Also ein bisschen schwach, was ich da am Kämpfen gesehen habe.
Das hätte ich mir ein bisschen anders vorgestellt.
Na gut, aber du wolltest woanders beginnen.
Beim Pferd.
[Steph]
Naja, weil es um das trojanische Pferd ging mit der List des Odysseus, wo die ja dann Troja besiegt haben, musste ich gestern tatsächlich auch ein bisschen schmunzeln, weil das Pferd wirklich ein bisschen lustig war.
Ich habe mir gedacht, kein Mensch…
setzt so ein Pferd in Szene.
Auf der anderen Seite war das wieder so ein Nolan-Ding, wo ich mir gedacht habe, ja, warum eigentlich nicht?
Aber da haben sie sich alle in diesem Pferd versteckt, das nicht auf allen Vieren steht, sondern das mussten die dann schieben, ziehen in irgendeiner Weise und alle…
Soldaten liegen aufeinander, kugeln ineinander, verharren da über mehrere Tage und dieses Pferd hätte man auch anders gestalten können, wobei es jetzt im Nachhinein, wenn es da so steht, ist es schon cool.
Aber im Realen hätte es wahrscheinlich nicht so funktioniert, da fand ich Troja tatsächlich sehr viel besser.
Wobei es, wenn es da so steht, ist schon cool.
[Alex]
Also dein Punkt ist, dass das Pferd nicht auf allen Vieren steht und deswegen die Leute da drin ganz komisch ineinander kugeln.
Ja, verharren und auch leiden sozusagen.
Dann steht es ja im Wasser drin, die ertrinken ja zum Teil dann im Pferd.
Die Frage ist, ob das hätte unbedingt sein müssen.
Aber was dich stört ist sozusagen, dass es auf den Hinterbeinen steht.
[Steph]
Richtig.
Und wie kam das Pferd überhaupt dahin?
Wohin?
Na, in das Meer.
[Alex]
Gut, das haben die Griechen dahingestellt.
[Steph]
Ins Meer.
Es soll ja so eine Art Geschenk sein.
[Alex]
Opfergabel.
[Steph]
Opfergabel für Helena.
[Alex]
Ein Geschenk von irgendeiner Gottheit.
Und die sehen das als Geschenk von Athena oder sonst wem an.
Und deswegen ziehen sie es ja nach Troja, weil sie denken, das ist das große Göttergeschenk.
Man muss dazu sagen, der Film hat für mich so ein bisschen drei Handlungsstränge.
Zwei offensichtliche und einen unterschwelligen, der aber den ganzen Film trägt.
Der eine Handlungsstrang ist der von seinem Sohn, Telemachos, und seiner Frau, Penelope,
Die in Ithaka versuchen, sich den ganzen Freiern da zu erwehren und diese ganzen Menschen da durchfüttern müssen jeden Abend.
[Steph]
Die warten praktisch darauf, dass sie den Thron besteigen können, weil sie nicht davon ausgehen, dass Odysseus zurückkommt.
Und sie warten darauf, dass irgendjemand von den Freiern, vornehmlich der Anhänger, jetzt Penelope heiraten kann.
um den Thron zu besteigen.
Da ist aber noch der Sohn, der eigentlich rechtmäßige Erbe ist.
Und es gestaltet sich etwas schwierig.
Also warten alle auf Odysseus und die Freier warten auf die Heirat.
Also darum geht es dann.
[Alex]
Genau.
Und das ist sozusagen ein eigener Handlungslang.
So beginnt auch der Film.
wenn man so möchte.
Also so ein eigener Akt eigentlich für sich, so die ersten, ich weiß nicht, 30 Minuten, 45 Minuten vielleicht, geht es mehr oder weniger um Penelope Telemachus und natürlich Antinous, der sozusagen der Penelope ständig den Hof macht, aber auf so eine aggressive Art und Weise.
[Steph]
Der übrigens von Robert Pattinson gespielt wird.
wo ich eigentlich nicht so der große Fan davon bin, gestern den aber sehr gut fand.
Also der hat mir sehr gut gefallen.
[Alex]
Lass uns mal später zum Cast vielleicht kommen, weil die müssen ja die ganzen Leute mal so ein bisschen durchsprechen.
Der zweite Strang ist ja sozusagen Odysseus, wie er die Odyssee durchläuft, also quasi seine einzelnen Stationen da anfährt und versuchen muss,
zu überleben.
Und der dritte Strang, der aber so unterschwellig ist, ist ja eigentlich der Troja-Strang.
Also quasi kann man sagen, dass Odysseus sehr darunter leidet, was damals in Troja passiert ist.
Und den ganzen Film, das ist das Grundthema eigentlich des Films, den ganzen Film eigentlich darunter leidet.
Bis hin dazu, dass er sogar sagt, er ist sich gar nicht sicher, ob er zurück nach Ithaka möchte.
Und diese Schuld mit sich herumträgt.
[Steph]
Er wirkt so ein bisschen wie ein gebrochener Mann.
Ja, genau.
[Alex]
Und das ist eigentlich ein sehr starkes Thema.
Also ich weiß nicht, wie es in der Original-Odyssey ist, aber in dem Film bestimmt das sozusagen vieles von dem, was Odysseus macht und tut und wie er so ist von der Art her.
Ich weiß nicht, welchen Strang du da am stärksten fandst.
Ich persönlich…
war von der eigentlichen Odyssee ein bisschen enttäuscht.
Das ist so relativ highlightlos durchgelaufen.
Also wir haben ja die erste Anlaufstelle ist der Zyklop, der offensichtlich auch nicht so funktioniert, wie man das normalerweise gewohnt ist.
Also in den alten Filmen redet der Zyklop ja mit Odysseus.
Und ich glaube auch im Buch ist das so, in der Originalgeschichte.
In Nolans Variante sagt er quasi nichts oder prabbelt nur so vor sich hin und ist einfach nur ein Monster.
Im Übrigen, vielleicht so im Hintergrund, es ist ja eigentlich ein Sohn von Poseidon.
Deswegen ist es ja auch so, als dann die Mannschaft diesen Zyklopen blendet, um da aus der Höhle zu entkommen und ihn auch noch verhöhnt.
Ich glaube, im Original wird er, oder in den Filmen zumindest, die früher mit Kurt Douglas und so, da wurde er ausgelacht oder verhöhnt.
Hier ist es ja so, dass er ihm nochmal ein Pfeil ins Auge schießt oder irgendwas.
[Steph]
Ja, ja.
[Alex]
Und die Mannschaft daraufhin sagt, ja, du hast Poseidon erzürnt, das hättest du nicht machen sollen.
Und dann ab dem Zeitpunkt glauben ja die ganzen Mitveteranen, dass sie verflucht sind.
Das passt auch gar nicht zu ihm, habe ich mir in dem Film noch gedacht.
Ja, das stimmt.
[Steph]
Das passt gar nicht zu ihm, ihm dann nochmal auf der Flucht nochmal einen Pfeil zu geben.
Also das war ein bisschen unglücklich inszeniert.
[Alex]
Das ist ja ein Punkt von Eitelkeit eigentlich.
Also in dem alten Film ist es ja sozusagen seine Eitelkeit, die das verursacht.
Und das passt deswegen nicht, weil Odysseus in diesem Film 0,0 eitel ist.
Ja, genau.
Er ist ja eher so ein bisschen passiv, eher so ein bisschen fast schon depressiv, würde ich sagen.
Ist auch nicht so der krasse Anführer.
Also in diesem Film ist schon relativ schnell übernimmt er sein erster Mat, oder wie der heißt, dieser Eurylokos.
Mhm.
das Handeln.
Man merkt auch, dass die Mannschaft dann gar nicht mehr wo du sollst hört.
Ich meine, ich glaube auch im Original ist es so, dass die Mannschaft sich irgendwann gegengewendet.
Aber das passiert hier in dem Film schon relativ schnell, dass du das Gefühl hast, der hat gar nicht hier das Sagen.
Und ja.
Naja.
Die zweite Anlaufstelle, die sie dann haben, ist glaube ich schon diese Insel mit den Riesenrittern.
Und auf derselben Insel treffen sie dann auf
Kirke?
Zirze?
[Steph]
Auf derselben Insel?
[Alex]
Ja, weil er sagt doch… Ah ja, dass wir hinten rumgehen.
[Steph]
Sie sollen nochmal die Insel absuchen für Proviant, gell?
[Alex]
Genau.
[Steph]
Ja, genau, richtig.
[Alex]
Und sowas zum Beispiel, das hätte mich mal interessiert.
Das hätte ich zum Beispiel gefragt.
Ich hätte mal die Kirke gefragt.
Was sind denn das eigentlich für welche, die uns angegriffen haben?
Weil auch dieser kleine Junge da ganz komisch war.
Hätte mich total interessiert, mehr über die Insel zu erfahren tatsächlich.
Aber da ist ja in der Hinsicht gar nichts passiert.
[Steph]
Tiefgründig war er jetzt nicht.
[Alex]
Und Kirke hat einen ziemlich guten Job gemacht.
Da können wir ja mal auf die Schauspielerin eingehen, die Samantha Morton.
Ich weiß nicht, ob du die aus irgendeinem anderen Film kennst.
Gar nicht.
[Steph]
Gar nicht.
Also ich habe, wie gesagt, ich habe jetzt vorher so ein bisschen mich informiert und Zirze oder Kirke…
ist ja eigentlich in Homers Geschichte eine Verführerin.
In der Variante jetzt war es im Gegenteil.
Also, ich meine, sie ist ein hübsches Mädel, aber in dem Film wirkt sie eher so als Bauernsmarkt und Bauernsfrau, nichtssagend.
Und da habe ich mir auch gedacht, na ja, also Verführerin in dem Sinn ist sie jetzt nicht.
Aber in einem anderen Sinne.
Das fand ich zum Beispiel auch sehr, sehr gut von ihm gemacht.
Weil die Soldaten ja dann zu ihr kommen und um Essen bitten und die Kirche sagt, legt bitte eure Sachen hinten raus, also die ganzen Waffen und alles, dann mache ich euch was zu essen und ihr kriegt was zu essen.
Und in dieser Szene…
Das war was für mich.
Die haben nämlich wirklich gefressen wie Schweine, im wahrsten Sinne.
Ja, und das war eine ziemlich coole Szene, weil die Kirche dann angefangen hat, bei einem, war echt ein bisschen eklig, das Gesicht zu verschieben.
Und bei dem einen in den Rachen gelangt hat und das so ein bisschen verschoben hat.
Und irgendwann hat sie praktisch die Soldaten in Schweine verwandelt.
[Alex]
Ja.
[Steph]
Fand ich gut gemacht.
Es war halt eine andere Verführung mit Essen und nicht immer der klassische Sinn.
Das fand ich gar nicht so schlecht umgesetzt, weil es einfach mal was anderes war.
[Alex]
Wenn man den Kirk Douglas Film kennt, dann ist jetzt eine Schönheit, sag ich mal, wirklich eine Verführerin.
Und das ist ja genau das Gegenteil gewesen.
Ja, genau.
Aber auch diese…
Prüfung kann man sagen, meistert ja Odysseus, befreit seine Leute wieder und dann geht es ja zu diesem zu diesem Blinden da im Hades.
glaube ich, oder?
[Steph]
Ja, weil sie sagt, du musst in Hades und da wirst du erfahren von den Toten, wie es weitergeht.
[Alex]
Wie fandst du den Hades inszeniert?
[Steph]
Naja, ich nehme den Nolan da so ein bisschen in Schutz.
Also Hades würde man sich ja wirklich noch düster, gefährlich, mit Feuer, mit allem drum und dran vorstellen.
Ein richtiges düsteres
Und das war gar nicht, das war, also in dem Sinn war es sehr langweilig, weil es ja wirklich nur dunkel und grau und neblig war und die Toten dann aus diesem Sand auferstanden sind.
Also ja, ich hätte es mir anders vorgestellt, ich fand es aber trotzdem nicht so schlecht, wie es inszeniert hat, weil da war ja praktisch, im Endeffekt war ja da nichts.
Und du weißt ja im Grunde genommen nicht, wie hart es ist.
Du stellst es dir nur mit Feuer und gefährlich vor und da war halt nichts, da war dunkel, da war neblig.
Da war sehr viel schwarz.
Ja, also spontan würde ich sagen langweilig, hintergründig würde ich sagen gar nicht so schlecht.
Also ich versuche praktisch immer so ein bisschen den Neuen zu verstehen, was er eigentlich damit machen wollte.
Ich meine, dass in dem Film insgesamt dann zu wenig los war, habe ich ja gestern schon mal gesagt und vielleicht kommen wir da später nochmal drauf, dass mich der Film insgesamt einfach nicht sehr gepackt hat.
Ich bin ja jemand, der sehr nah am Wasser gebaut ist.
Aber das ging mir gestern nicht einmal so, dass ich gedacht hätte, oh.
Also auch Hades, wirklich diese Trauer, diese ganzen Toten, die da sind, das kam irgendwie nicht so richtig rüber.
Er hat seine Informationen gekriegt, er hat gekriegt, was er wollte und dann ist er wieder gegangen.
Also wie in dem ganzen Film.
Also er kriegt das, was er will und dann läuft es halt so weiter.
Und mir waren insgesamt einfach auch bei Hades zu wenig Emotionen dabei und zu wenig …
was mich gepackt hätte.
Aber du hast auch gesagt, das ist nichts für dich, dieser Hades, das hast du auch.
[Alex]
Ich fand den einfach echt langweilig inszeniert.
Also der war wirklich nichts fürs Auge.
Und auch sonst hat mich das überhaupt nicht angesprochen, was ich da gesehen habe.
Hätte man…
irgendwie packender machen müssen oder vielleicht auch mal schönere Bilder oder ich weiß es nicht genau.
Aber es war insgesamt so eine Szene, die möchte ich zum Beispiel nicht mehr wiedersehen.
Und dann dieser lange Dialog mit diesem Sinon.
Ja, also keine Ahnung.
Machen wir noch ganz kurz die nächsten Etappen.
Dann kommt er an den Sirenen vorbei, wird schnell abgehandelt.
[Steph]
Das ist richtig, ja.
[Alex]
Dann kommt er an diesem Strudel.
[Steph]
Was war denn Sirene nochmal schnell?
Also ich weiß es, aber wollen wir das den Zuhörern noch schnell sagen?
[Alex]
Nein, die sitzen auf so einer Insel, die Sirenen.
[Steph]
Nackig, wohlgemerkt.
[Alex]
Das kann ich so genau nicht sehen.
[Steph]
Natürlich.
[Alex]
Aber der Punkt ist, worauf ich eigentlich hinaus wollte.
Ich finde, die Sirene, als auch diesen Strudel, dieses Kryptis, als auch das Monster Skylla,
Das wird ja innerhalb von wenigen Minuten abgehandelt.
Der Strudel macht auf mich, und das ist zum Beispiel auch so ein Punkt, wo es heißt, der Film ist so bildgewaltig.
Also bildgewaltig war Interstellar.
Das war bildgewaltig, als die auf dem einen Planeten gelandet sind und von hinten sich so eine riesige Welle herangeschoben hat und die Leute dachten, das ist ein Berg, dabei war es eine Welle.
Da habe ich gedacht, ach du Scheiße.
Ja.
Hier, wenn ich mir diesen Strudel angeguckt habe, der hat mich 0,0,0 beeindruckt und ich saß im Kino vor einer riesigen Leinwand.
[Steph]
Ja, das stimmt, der war ein bisschen schmächtig.
[Alex]
Ja, also das war jetzt nichts Tolles.
Und dafür habt ihr jetzt eine IMAX-Kamera gebraucht und dafür muss man ins Kino jetzt gehen?
[Steph]
Ich war enttäuscht von dem Monster.
[Alex]
Und das Monster genauso?
[Steph]
Also das war so, das war schlecht.
Das war wirklich schlecht.
Ja, dieses, nach diesem Strudel.
Das war wirklich, wo ich mir dachte, hä?
Was war denn das jetzt?
Zu mir hat es auch nicht gereicht.
[Alex]
Ja, genau.
Und das haben sie richtig schnell abgehandelt tatsächlich.
Und dann haben wir eigentlich als letzte Geschichte nur noch das mit der Insel, wo sie Rinder geschlachtet haben.
Oder so es ja auch von den Blinden vorausgesagt bekommen hat, die werden auf der Insel die Rinder des Sonnengottes, glaube ich,
Apollo oder so.
Ja, und werden dann alle sterben.
Und das wird sie verfluchen und er wird sie alle umbringen.
Und er hat sie nicht davon abhalten können, das zu machen.
Die haben es gemacht, weil sie am Verhungern waren.
Und dann wird er von ihnen getrennt.
Sie ertrinken alle.
Er landet auf einer Insel und wird davon der Nymphe Kalypso gerettet.
Mei.
Ja.
Genau.
Und die verpflegt ihn, hält ihn aber auch so ein bisschen im gedanklichen Trüben, kann man sagen.
Verfüttert an diesen Lotus, der ihm irgendwie die Verinnerung nimmt.
Und aber aus irgendeinem Grund…
Aus irgendeinem Grund möchte sie dann doch, dass er sich wieder erinnert.
Ich weiß gar nicht genau, warum das so war.
[Steph]
Doch, weil sie spürt, dass er zwar glücklich ist, aber immer mit dem Herzen woanders.
Und das hat sehr lange gedauert, bis er das eingesehen hat.
Aber nach der langen Zeit hat sie für sich beschlossen, dass sie merkt, dass das nicht das ist, was er wollte, sondern er möchte einfach nur nach Hause zu seiner Frau.
Er erinnert sich bloß einfach nicht mehr daran.
Deswegen.
[Alex]
Ja, genau und sie hilft ihm sozusagen sich zu erinnern und hilft ihm auch von der Insel zu entkommen, kann man nicht sagen, aber ein Floß zu bauen, wegzukommen, gibt ihm noch ein paar Tipps auf den Weg, er landet dann auch in Itaka, gibt sich dann erstmal als Bettler aus.
der als Veteran mal mit Odysseus gedient hat, rettet seinen eigenen Sohn, der von diesen Freiern umgebracht werden soll.
Und ja, seinen Sohn, vielleicht kann man das noch kurz sagen, dieser Telemachus, der reist in der Zwischenzeit nach Sparta, versucht da Informationen über seinen Vater herauszubekommen, bei Menelaus, dem König von Sparta, der ja quasi der Auslöser war für diesen Krieg, weil ihm ja Helena gestohlen worden ist.
[Steph]
Aber im Grunde genommen war es ja sein Bruder, oder?
[Alex]
Sein Bruder Agamemnon hat den Krieg dann begonnen, weil er der Herrführer ist von allen Griechen, aber Agamemnon hat das als Vorwand eigentlich genommen, um Troja zu überfallen, wenn man ehrlich ist.
Genau, und dann kehrt Odysseus zurück, macht dann sein Odysseus-Ding, spannt den Bogen, schießt es durch, bekämpft da alle.
Und alle sind glücklich.
Wie fandest du den Kampf von Odysseus eigentlich gegen diese ganzen Anwärter, die in dem Raum waren?
[Steph]
Ich habe sehr gelacht, als er da an die Axt geschwungen hat.
[Alex]
Echt?
[Steph]
Ja, da habe ich sehr gelacht.
Ich habe mir gedacht, oh Gott.
Ja, also ja…
Das war, wo ich mir, also wo ich gestern auch gedacht habe, das sind die zwei Dinge, die mich so ein bisschen gestört haben, diese Emotionslosigkeit oder diese wenigen Gefühle und dann auch noch manche Kampfszenen oder manche Dinge, wo ich mir gedacht habe, ja, das kann so eigentlich nicht gewesen sein.
Also diese eine Szene, wo diese…
Tausenden von Menschen, von den Soldaten mit auf das Schiff wollten, als die von der Insel geflohen sind.
Wo ich mir gedacht habe, Moment mal, so viele passen gar nicht auf diese drei Schiffe.
Das war so ein bisschen unrealistisch.
Tausende?
Naja, mindestens.
Wenn nicht 10.000.
Mindestens.
Und dann gab es eben noch so ein paar Szenen, eben gerade bei diesem Kampf da, wo ich mir gedacht habe, ja, jetzt jemand, der schon eh auch…
mit 500 Mann das aufnimmt und alles totschlägt und dann mit dieser Axt und dann kriegt er noch zwei Pfeile und alles ist super und ich denke mir, hä?
Ich meine, er ist ja ein Gott, aber ich weiß nicht, ob der unsterblich ist, das wusste ich, also das weiß ich wieder nicht.
Aber auch sein Sohn, der bei diesem Kampf sehr, sehr, sehr schwer verletzt worden ist, habe ich mir gedacht, also der hat es auch überlebt.
Manche Dinge waren so ein bisschen, ja.
Aber gut, das ist halt, glaube ich, so in manchen Kampfszenen.
Er ist brutal.
Das ist mir gestern auch noch aufgefallen.
Ich habe extra nochmal geguckt, der ist ab zwölf.
Und der ist sehr, sehr, sehr brutal.
[Alex]
Der hat so ein bisschen Buddy-Horror.
Also das mit den Schweinen zum Beispiel, würde ich jetzt einem elf- oder zwölfjährigen nicht unbedingt zeigen wollen.
Ja.
Auch der Zyklop ist ein bisschen…
[Steph]
Ja, auch so.
Ich weiß nicht, wie viele Kehlen da gestern durchgeschlitzt worden sind.
[Alex]
Aber das hat man nicht so explizit gesehen.
[Steph]
Naja, aber… Also Blut ist nicht viel gespritzt oder geflossen.
[Alex]
Es gibt ja Kampfszenen oder Aufschlitzszenen, wo du so richtig siehst, wie die Kehle aufgeht und so.
Blut, ja, nee, das nicht.
Sondern du hast nur gesehen, die haben halt geschlitzt.
Das kommt mir so ein bisschen vor wie die alten Rambo-Filme, wo der zwar alle Menschen Leute umbringt, aber du siehst nie so richtig explizit, was da passiert.
Ja.
[Steph]
Ja, das war schon, also das stimmt.
Aber ich habe gerade auch überlegt, ob ich das meinem zwölfjährigen Sohn oder Tochter zeigen würde.
Also weiß ich nicht.
Eher nicht.
[Alex]
Aber gut.
Ja.
Aber der Kampf selber, den fand ich jetzt zum Beispiel auch nicht so geil inszeniert irgendwie.
Genau.
[Steph]
Und, entschuldige, wenn ich dich jetzt unterbreche, was ich mir auch noch vorher gedacht habe, also bevor die ja kämpfen, schleicht sich ja Odysseus als Bettler zu seiner Frau und setzt sich nach dem Essen, also die Königin möchte immer die Bettler begrüßen, weil es gibt ein Gesetz, dass du Bettler oder
Fremde begrüßen sollst und behandeln sollst wie Familie.
Also die nehmen jeden Fremden einfach auf, geben dem was zu essen, weil das Gesetz so möchte und die Königin möchte nach dem Essen die Bettler immer noch sehen.
Also setzt sich nach dem Essen Odysseus zu ihr und unterhält sich mit ihr.
[Alex]
Jetzt weiß ich, was kommt.
Du hast dir gedacht, warum hat sie die Stimme nicht erkannt?
[Steph]
Also sorry.
Das ist auch wieder so, wo ich mir gedacht habe, die unterhalten sich da fünf oder zehn Minuten und ihr fällt nicht auf, dass es ihr Mann ist.
[Alex]
Das ist bestimmt der Vorlage geschuldet.
[Steph]
Mag sein, aber das war wieder sowas, wo ich mir gedacht habe, ja.
Aber gut, ich sage ja.
[Alex]
Ja, gut.
Am Ende gut, alles gut.
Wobei Odysseus muss dann ins Exil gehen, weil er sozusagen unter dem Gastfreundschaftsrecht diese ganzen Menschen abgeschlachtet hat.
Nimmt seine Frau mit.
Ich weiß gar nicht, ob das auch gemäß der Vorlage ist.
Und der Telemachus wird neuer König.
So, und dann würde ich sagen, kommen wir doch mal zum Cast.
Weil ich glaube, ein Großteil des Budgets ist in diesem Film auf jeden Fall auch auf die Darsteller entfallen.
Denn wir haben hier ein Who is Who von Hollywood, würde ich sagen.
Ich kann ja mal kurz vorlesen, wen wir alles hier mit drin haben.
Also das ist einmal Matt Damon, der den Odysseus spielt.
Tom Holland, der den Telemachus spielt.
Anne Hathaway, die Penelope.
Zendaya spielt mit als Athena.
Dann haben wir Robert Pattinson, der spielt diesen Antinous, also diesen Freier, der so aufdringlich ist.
Charlotte Saren spielt mit, sie ist die Calypso.
John Bernthal, ich weiß gar nicht, wie er ausgesprochen wird, ist der Menelaus, also der König von Sparta und den kennt man natürlich als Punisher hauptsächlich.
Und dann haben wir noch so ein paar…
Elliot Page kennt man noch.
Genau, zum Beispiel, genau, so ein paar kleinere.
Und dann die kleineren noch, ja.
Aber das ist ja schon ein ziemlich großer Cast und wir können ja mal kurz durchgehen, was uns gefallen hat und was weniger gut war.
Ich sag gleich vorweg, ich bin kein großer Matt Damon Fan, aber Matt Damon spielt ja
Gerne mal in Nolan-Filmen mit, also zumindest bei Interstellar hat er eine große Rolle gehabt, wenn ich mich jetzt nicht völlig vermische.
Ja, der hat den einen Professor da gespielt, der die ganzen, der die verarschen wollte und die zurücklassen wollte.
Weiß ich gar nicht mehr.
Also ja, die Interpretation von Odysseus, irgendwie war er nicht schlecht, aber
Eigentlich ist das eine Metapher so ein bisschen, mit Daemons Odysseus war es so, wie der ganze Film eigentlich war.
Das stimmt.
Ziemlich highlightlos und ziemlich blass irgendwie, oder?
[Steph]
Ja, das stimmt schon.
Also wie gesagt, ich als Newbie kann eigentlich nur sagen, wenn du es so jetzt dich nicht genau weißt …
dann war das schon geil.
Aber ein Odysseus hätte schon noch mal so ein, eins, zwei, drei mehr Muskelpakete brauchen können, fand ich.
Also er war jetzt, der war okay, aber ein Odysseus hat für mich, ist noch herrschaftlicher, noch
noch aussagekräftiger.
Wobei ich mir gestern noch gedacht habe, also ich mag Matt Damon schon, aber nachdem tut das Alter total gut.
Fand ich besser als zu früheren Zeiten, wo er dann so Milchbubi-mäßig war.
Da war er gestern echt, da hat er echt sehr gut ausgesehen, fand ich.
[Alex]
Also ich glaube, du verwechselst ihn ein bisschen mit König Leonidas aus 300.
Gerard Wattler mit seinem Sixpack.
Also finde ich jetzt persönlich nicht…
Weil es ist ja gerade der Punkt von Odysseus, dass er sagt, Kraft, Stärke…
also Stärke im Sinne von Muskelkraft und so weiter, Brutalität und so, das sind Dinge, die braucht er nicht.
Er geht über den Kopf.
Ja, das stimmt schon.
Er ist der schlaue Kerl.
[Steph]
Das stimmt schon.
Und dafür war es dann aber wieder okay.
[Alex]
Ja, dafür war Matt Damon eigentlich ganz gut sogar trainiert, fand ich.
Also der sah nicht schlecht aus.
Der ist ja auch nicht mehr der Jüngste jetzt eigentlich.
Aber das Lustige ist, so schlau war Odysseus in dem Film gar nicht.
Nee, das stimmt.
Das stimmt.
Und der war auch nicht besonders energiegeladen.
Also der Kirk Douglas in seiner Version aus den 50ern, das war so ein richtiges Energiebündel, sag ich mal, hier, der war so abgeschlafft irgendwie, so völlig…
wie gesagt, ein bisschen gut depressiv, ja, vielleicht durch seine Sachen in Troja, die er erlebt hat, aber so entscheidungsschwach so ein bisschen, jetzt auch nicht so besonders clever, das mit dem Zyklopen war jetzt nicht clever, ehrlich gesagt, und ich weiß nicht, also, das habe ich mir ein bisschen anders vorgestellt, wenn ich ehrlich bin.
[Steph]
Dafür fand ich Anne Hathaway total gut.
Die fand ich auch gut, ja.
Die mag ich grundsätzlich sehr, sehr gerne.
Und die hat richtig gut gespielt, fand ich.
Und den ich, es gibt noch so zwei, drei, die ich auch ganz gut fand.
Soll ich das?
Ja, sag doch mal.
Also den, seinen ersten Kommandanten oder seinen Kumpel, hier den, wie hieß der nochmal schnell?
Rylokos.
Rylokos.
Ich sag jetzt mal, der schwarze erste Mann nach ihm, der war richtig gut, fand ich.
Der hat toll gespielt, toller Schauspieler.
Ich bin kein großer Fan von …
Charlize Theron, wenn ich ehrlich bin.
Schauspieltechnisch in dem Film.
Es tut mir leid, wenn ich da in deine Grätsche.
Aber ich fand sie ganz gut.
Natürlich.
Also ich fand sie ein bisschen blass.
Das war nicht ihre Beste.
Also, ja.
Dann Zendaya.
Da habe ich gestern auch mal geguckt und es stimmt.
Die ist ja im Moment gerade omnipräsent überall.
Und die ist ja immer nur als Athene da, die Odysseus immer nur zur Seite springt, wenn er so Rückblicke hat oder wenn er in einem schwachen Moment ist.
Die steht ihm dann beiseite und gibt ihm Tipps und spricht mit ihm.
Und da habe ich mir gedacht, naja, die war auch okay.
Also das war alles so okay.
Wer mir noch gut gefallen hat, war eben, das habe ich eben schon gesagt, Robert Pattinson.
Den fand ich richtig gut, weil er eben mal keine so schönlingen…
Ich bin Everybody’s Darling gespielt hat, den fand ich gut.
[Alex]
Das macht er ehrlich gesagt, das ist so immer dieses Manko, was an ihm heftet, seitdem er diese Vampirfilme gemacht hat, aber der macht eigentlich schon seit längerer Zeit.
[Steph]
Ja, Batman war ja auch richtig gut.
[Alex]
Ja, also so Charakterfilme eigentlich und Batman war ein sehr guter Film, hat auch sehr gut gespielt.
[Steph]
Und wo ich auch kein Fan bin, aber noch nie, das ist einfach Tom Holland.
Ich weiß immer nicht, was alle an dem finden.
Ich kann mit dem weder aussehens- noch schauspielerisch noch der
[Alex]
Ja, also ich sag auch mal ganz kurz, ich fand den Robert Pattinson auch sehr gut.
Ich fand die Kalypso mit Shelley Saron okay.
Das war eine der besseren schauspielerischen Leistungen in dem Film, fand ich jetzt.
Ich fand Anne Hathaway auch ganz cool.
Wie gesagt, mit dem bin ich nicht so der große Fan.
Das hätte man vielleicht anders besetzen können.
Tom Holland, ja, sehe ich genauso wie du.
Der
Weiß ich nicht.
Also er passt als Spider-Man, aber ich sehe in denen immer den Spider-Man irgendwie.
Ich weiß auch nicht.
Immer so diesen Jüngling, der das Leben so ein bisschen auf die lockere Schulter nimmt.
Und…
[Steph]
Die Rolle hat auch so gar keine Tiefe gehabt, fand ich.
Keine… Ja, keine Tiefe.
[Alex]
Er gibt der Rolle auch keine Tiefe, tatsächlich.
Also er kann das nicht so richtig.
[Steph]
Ja, genau.
Das habe ich mir gestern eben gedacht.
Er kann es nicht.
Und da waren eben gestern so ein paar Sachen dabei, wo ich mir gedacht habe…
Die Tiefe, wo ich gut fand, die kurzen Auftritte von Elliot Page, diesen Sinon, die fand ich ganz gut.
Da waren zwei, drei Szenen dabei.
Sinon wird ja sozusagen geopfert.
Das ist ja ein ganz kleiner Junge, der mit in den Krieg ziehen soll, der den Platz getauscht hat mit dem, lass mich kurz gucken, mit dem Artinos.
damit er in den Krieg zieht und Artinus zu Hause bleiben kann und der dann später sozusagen geopfert wird, gespielt von Elliot Page, den fand ich auch gut.
[Alex]
Ja, fand ich mittelmäßig.
Hat jetzt keinen großen Impact auf mich gemacht.
Dann haben wir noch Zendaya, muss ich sagen.
Bei Zendaya ist es immer so ein bisschen Hit und Miss.
Ich finde sie gut in Spider-Man als MJ.
Und sehr gut in Dune als… Oh Gott, wie heißt sie in Dune nochmal?
[Steph]
Keine Ahnung.
[Alex]
Ich weiß es nicht.
Ich würde vergessen.
In Dune macht sie einen sehr guten Job.
Hier, finde ich, macht sie auf mich überhaupt keinen Eindruck.
Also…
So nichtssagend.
Komplett, also wirklich komplett.
Hat keine Mystik, weil es müsste ja so ein bisschen mystik geworden sein, wenn so eine Göttin auftaucht.
Beziehungsweise ist es ja gar nicht klar, ob das ein Hirngespinst ist von Odysseus oder ob sie wirklich erscheint.
Das ist eigentlich gar nicht so richtig klar.
Aber das müsste so ein bisschen intensiver gespielt sein.
Und sie spielt diese Rolle so dermaßen schlab, also so dermaßen ohne Eindruck.
Ich finde, das ist eine Fehlbesetzung zum Beispiel.
Robert Pattinson sehe ich genauso wie du.
Dann haben wir noch den John Bernthal.
Ich weiß nicht, Bernthal oder Berntal?
Bernthal wahrscheinlich.
Der spielt sich immer selber.
Der spielt immer den Punisher.
Der hat immer die gleichen Gesten drauf, immer die gleiche Art und Weise…
Mimik und so weiter, immer das Gleiche.
Und so spielt er auch den Menelaus.
Und ehrlich gesagt, das hätte man auch anders.
Ich meine, ich mag ihn.
Als Punisher mag ich ihn.
Aber hier in der Rolle, da hätte man auch jemand anderes nehmen können.
[Steph]
Ja, und ich kenne ja weder das eine noch das andere.
Und ich habe mir gestern gedacht, das ist mal ein König, der nach Grieche ausschaut, der das ausstrahlt.
Den fand ich zum Beispiel wieder gut.
Aber weil ich ihn halt vorher nicht kenne.
Ich kenne Punisher nicht.
[Alex]
Kennst du Walking Dead?
[Steph]
Nein.
Doch, also eine, zwei Folgen habe ich da mal gesehen.
Aber nicht so, dass man es erwähnen könnte.
Aber da habe ich mir gestern gedacht, der stellt mal was dar.
[Alex]
Hat mich nicht so überzeugt.
[Steph]
Aber gut, das… Ich merke schon, wir zwei in einem Kinofilm, das funktioniert immer super.
[Alex]
Also ich würde sagen, vom Cast her ist das so, die Hälfte des Casts hat funktioniert und die andere nicht so.
Kann man so, glaube ich, unterm Strich zusammenfassen.
Ja, und dann der Film an sich…
Ich habe es jetzt schon ein paar Mal angeteasert, aber was mir an dem Film, und ich muss auch gleich sagen, wir kommen jetzt noch zum Fazit mal, was ich gleich sagen muss, ich finde, die Odyssey ist einer der schwächeren Nolan-Filme.
Also wenn ich das so vergleiche mit den Batman-Filmen, die Batman-Filme gefallen mir wesentlich besser, mir gefällt wesentlich besser Inception, mir gefällt wesentlich besser Interstellar.
Prestige und Interstellar ist eben mein Lieblings-Nolan-Film.
Es sind alles bessere Filme.
Ich habe Tenet nicht geschaut, deswegen kann ich da nicht mitreden, das soll ja auch nicht so gut sein, aber ich würde den eher im unteren Drittel oder im ersten Drittel an, also es sind sehr viele Nolenfilme, die besser sind auf jeden Fall und das liegt einfach daran, dass dieser Film zum einen überhaupt nicht gut aussieht, also wie gesagt, total entsättigt, die ganze Filmüber ist ja entsättigt.
Ich finde, er hat nicht so viele schöne Einstellungen, was ich eigentlich erwartet hätte.
Also der macht gar nicht viel Spaß anzuschauen.
Es beeindruckt einen nicht und es macht auch nicht viel Spaß, den überhaupt anzuschauen.
Im Sinne von, man schaut die Bilder gerne an.
Und das Zweite ist, der Film ist so highlightlos.
Der fesselt einen nicht, der packt.
einen ganz selten mal irgendwie an einer gewissen Stelle… Gut, es hat auch damit zu tun, dass man natürlich weiß, dass so Dösser es jede Prüfung schaffen wird, sonst ist die Geschichte ja Quatsch, aber…
Es ist so, da fehlt so der Impact auf einen und der säuselt so vor sich hin.
[Steph]
Das stimmt.
[Alex]
Der gletschert so vor sich hin und dann ist er irgendwann vorbei und du denkst dir so, was hat der jetzt eigentlich mir so gegeben?
Willst du den nochmal schauen?
Und dann denke ich mir so, ich möchte den nicht nochmal schauen.
Okay, einmal kann man den schon mal gucken, aber das war es dann eigentlich auch.
Wie hat das denn auf dich gewirkt, so unterm Strich?
[Steph]
Also dadurch, dass ich unvoreingenommen dahin bin, fand ich ihn nicht so schlecht.
Schlecht findest du ja auch nicht, aber ich fand ihn gut.
Ich fand ihn gut.
Das, was mir im Nachhinein eben aufgefallen ist.
[Alex]
Du hast gestern gesagt, der Film ist sehr, sehr, sehr gut.
Ich zitiere dich.
[Steph]
Ja, war auch.
Für jemanden, der unvoreingenommen wäre.
Und falls du mich nochmal zitieren wollen würdest, habe ich gesagt, ich muss da nochmal drüber nachdenken und das wirken lassen.
Und dann habe ich das nochmal wirken lassen und nachgedacht.
Und dann ist mir aufgefallen, dass die emotionalste Szene tatsächlich die war, wo der Hund dann gestorben ist.
Und ich habe mir gedacht, also wenn das eine Szene ist in einem Nolan-Film, die mich am meisten emotional berührt hat, dann ist das irgendwie komisch.
Und das war, ist ein netter Film und der ist sehr, sehr gut gemacht und das sage ich auch immer noch, aber er plätschert halt vor sich hin, das stimmt, da hast du vollkommen recht und es ist halt wirklich diese Emotionalität fehlt komplett und die Tiefe auch, aber er ist zum Schauen gut, sehr, sehr gut sogar.
[Alex]
Von einem Nolan-Film erwartet man halt so ein bisschen mehr.
Ich meine, was ihm ja oft nachsagt, ist, dass er keine Emotionen kann.
Das hat er ja mit Interstellar eigentlich, oder viele sagen ja Interstellar.
Ich weiß gar nicht, wie es so richtig ist.
Ich sage immer Interstellar.
Aber das hat er mit Interstellar ja widerlegt.
Das ist ja einer der emotionalsten Filme, die ich je im Kino gesehen habe.
Ich war da zweimal drin, ich habe da Rotz und Wasser geheult.
Als Vater oder als Mutter hast du da sicherlich nochmal eine andere Perspektive drauf.
Aber das war total emotional.
Also er kann es schon, er konnte es nur nicht in der Odyssee jetzt zeigen.
Da gebe ich dir vollkommen recht, da hast du kaum eine Bindung mit den Leuten da.
Du hast wieder mit Odysseus eine große Bindung.
Noch mit dem, was passiert zwischen Odysseus und Penelope.
Ja, so ein bisschen habe ich da schon mich reinversetzt gefühlt, aber irgendwie da fehlt was.
[Steph]
Die Tiefe, ja, das ist richtig.
Aber Fazit von mir, ich glaube schon, dass ich nochmal schaue.
zu gegebener Zeit.
Aber ich finde ihn nicht so schlecht wie du.
[Alex]
Ich finde ihn auch nicht schlecht.
Wieso finde ich ihn schlecht?
Also,
Wir können ja mal in eine Sternchenwertung gehen.
Jawohl.
Und ich finde den Film überdurchschnittlich, also mehr als zweieinhalb Sterne.
Ich finde ihn überdurchschnittlich.
Er hat ein hohes Production Value.
Du merkst schon, teurer Schauspieler.
Ich fand zum Beispiel die Rüstung und so weiter, die sie angehabt haben, die fand ich ganz gut gemacht.
Man muss dem Film auch, ich sag mal, so ein bisschen zugutehalten, dass da wenig CGI drin ist, dass da viel handwerklich ist, also dass da viel mit der Hand gemacht ist und so weiter.
Das merkst du im Film auch zum Teil an.
Und bei mir hat Christopher Nolan sowieso einen kleinen Bonus.
Ich hab deswegen zwischen drei Sternen und dreieinhalb
überlegt.
Und ich muss dazu sagen, die meisten Nolenfilme bekommen bei mir vier Sterne.
So um die Drehung.
Sowas wie Prestige oder Inception, das sind alles vier Sterne Filme.
Und da kommt der Film eben nicht dran, also er ist drunter.
Aber wie viel drunter ist er denn?
Und ich habe für mich entschieden, ich gebe einen kleinen Nolenbonus.
Also
So aus dem Bauch raus hätte ich gesagt, der Film hat mich für drei Sterne unterhalten, war okay, war ganz gut, aber nichts Besonderes.
Aber wenn ich jetzt überlege, wie viel Arbeit hat er reingesteckt mit seiner IMAX-Kamera und was hat er da probiert und
Und wie gesagt, Nolan ist auch ein sehr guter Regisseur im Großen und Ganzen.
Ich gebe deswegen unterm Strich mit einem kleinen Nolan-Bonus 3,5 Sterne.
[Steph]
Das ist ja gut.
[Alex]
Das ist weit über Durchschnitt, ja.
[Steph]
Also ich habe gestern spontan gesagt vier, ich tendiere aber zu dreieinhalb.
Gestern habe ich das gesagt und ich bin ja jemand, ich bin jetzt nicht der große Filmeschauer und eben ganz anders als du.
Und ich bin da so ein bisschen immer grundsätzlich ein bisschen unvoreingenommen, weil ich nicht die große Ahnung habe von diesen großen Filmen.
Und ich fand ihn schon gut und deswegen bleibe ich bei vier, weil ich das wertschätze, wie er bestimmte Dinge umgesetzt hat, weil ich grundsätzlich jemand bin, der das gerne mag, wenn man nicht alles so macht wie alle anderen auch.
Und das kann ich wertschätzen und deswegen bleibe ich bei vier.
[Alex]
Und das bedeutet jetzt unterm Strich, dass ich dich in einen Film geschleppt habe, den du gar nicht schauen wolltest, den du dann am Ende besser gefunden hast als ich.
Habe ich das jetzt richtig verstanden?
[Steph]
Ja, das ist ja meistens so, dass ich die Filme dann besser finde als du.
Gut, bis auf den Astronauten.
Aber ja, doch.
[Alex]
Den Film, den fand ich auch nicht gut.
Der war ja echt mega kacke.
Also den fand ich auch nicht mäßig.
Egal.
Übrigens hat der Film hier 250 Millionen Dollar gekostet, also schon ein Big Budget Film.
Eine Frage habe ich noch, wie fandst du den Score?
Ich frage deswegen, weil der Score, also die Musik war ja bei Interstellar einer der wichtigsten Punkte.
Und auch bei Inception zum Beispiel, einer der wichtigsten Punkte.
[Steph]
Wie, erinnerst du dich überhaupt noch an die Musik von dem Film?
Ja, tu ich.
Echt?
Es gab so manche Szenen richtig gut und zum Beispiel, dann gab es wieder andere Szenen, wo ich mir dachte, hä, das passt überhaupt gar nicht.
Der Abspann gestern auch, das passte überhaupt gar nicht.
Das war so ein bisschen Hip-Hop, ne?
Also das war, das hat, also grundsätzlich sehr, sehr gut und an manchen Stellen habe ich mir gedacht, hä?
Aber ja, weil Musik ist mir zum Beispiel unheimlich wichtig und das ist mir gestern aufgefallen, dass ganz viele Sachen toll waren, Teile…
[Alex]
Kacke.
Also mir ist die Musik absolut nicht in Erinnerung geblieben.
Ich habe jetzt nochmal gerade drüber nachgedacht.
Ich könnte nichts mehr für mich herbeisummen oder sonst irgendwas.
Und das, nehmen wir mal einen anderen Sandalen- oder Monumentalfilm von der Art, ist ja Gladiator.
Und wenn du jetzt mal Gladiator nimmst, die Musik…
[Steph]
Ich lache jetzt bloß deswegen, weil du jetzt Gott sei Dank genau den rausgesucht hast, den ich gesehen habe, weil ich sonst gar nichts anderes kenne.
[Alex]
Aber die Musik von Gladiator ist doch eine Musik, die musst du immer im Kopf behalten, oder?
[Steph]
Aber das ist auch ein ganz anderes Level, finde ich.
[Alex]
Wie ein ganz anderes Level?
[Steph]
Naja, der Film Gladiator ist ja schon…
[Alex]
Ja, aber Nolan will ja gerne auf dieser High-Class-Ebene schon mitschwimmen.
[Steph]
Naja, manchmal hat er es ja auch geschafft, diesmal halt jetzt nicht unbedingt, muss man einfach sagen.
Und ja, da hat die Musik nicht gereicht.
Das ist ja auch sowas.
Musik ist ja auch was, was Emotionen überträgt, was dich beschäftigt.
Und das fehlt toujours in diesem ganzen Film.
Mhm.
Da hat auch die Musik nichts mehr dazu beigetragen, um Emotionalität rüberzubringen.
[Alex]
Ich würde sagen, das ist doch ein super Schlusswort.
Und in diesem Sinne, danke, dass du dich nochmal hast breitschlagen lassen für einen kleinen Podcast.
Wir haben den Film am 25.07. gesehen.
Jetzt kann ich aber diesen Podcast nicht direkt online stellen, weil wir heute erst am 26. schon einen Nanocast veröffentlicht haben mit dem Flo und dem Patrick.
Das heißt, das wird dann eine Woche später passieren, aber dann ist das Thema Odyssee immer noch ein bisschen präsent, würde ich sagen, in den Köpfen.
Übrigens war der Film
weitgehend in allen Kinos Kinosälen ausverkauft.
[Steph]
Ja, ich habe echt Schwierigkeiten bekommen, Karten zu bekommen.
Also wirklich, wir waren gestern um 16 Uhr am Nachmittag und wir waren hier in dem größten Kino.
Da gab es 10, 12 Kinosäle, wo der Film gelaufen ist, in zwei oder drei Zeiten.
Und ich habe gerade noch so einigermaßen Plätze in diesem kleineren Deluxe-Kino bekommen, um 16 Uhr.
Alles andere war wirklich, da gibt es das Cinemagnum, das ausverkauft war.
Also das war echt, echt, echt krass.
Also ich glaube, der hat schon das eingespielt, was versprochen wurde.
Ja, da muss sich jetzt jeder selber seine Meinung bilden.
[Alex]
Also ich glaube, dass der Film ein Erfolg wird.
Ich habe jetzt noch keine Zahlen oder so gehört oder gelesen.
Doch, bestimmt.
Das wird bestimmt ein großer Erfolg.
Na gut, dann würde ich sagen, vielleicht versprechen wir uns hier in die Hand, dass wir den nächsten Podcast nicht erst wieder in einem Jahr aufnehmen.
Vielleicht ein bisschen früher.
[Steph]
Aber vielleicht auch mal mit einem Film, den ich auch gut finde.
[Alex]
Wieso?
Du fandst den noch sehr, sehr gut.
[Steph]
Ja, schon.
Aber ich will aussuchen.
[Alex]
Darum geht es.
Darum geht es.
Jetzt die Oberhand behalten.
In dem Sinne, danke fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal in diesem Theater.
Macht’s gut und ciao.
Ciao.

