Cloud-Gaming ist auf dem Vormarsch: Egal ob Sonys PS Now, die Gamepass-Xcloud von Microsoft oder der Geforce NOW-Ansatz von nVidia — alle Anbieter hoffen, dass das Spiel in der Wolke die nächste Revolution im Gaming-Markt ist und jeder möchte sein Stück vom Kuchen abhaben.

Google will mitspielen

Und dann kam Anfang 2020 auch noch der Internet-Übervater Google mit seinem Stevia Stadia dazu. Mit großen TamTam und vielen blumigen Versprechungen (bis zu 8k / 120 fps) angekündigt, rieben sich schon zu Anfang Experten und Laien ob des seltsamen Geschäftsmodells verwundert die Augen: Ein nicht übermäßig günstiges Abo im Monat bezahlen und dann trotzdem alle Spiele (bis auf ein paar Inklusiv-Spiele in Stadia Pro) zusätzlich im Stadia-Shop kaufen? Doch sei’s drum: Genug geile Exklusiv-Titel (und eine reibungslose Technik) vorausgesetzt, hätte selbst aus diesem verkorksten Ansatz etwas werden können. Und hatte Google nicht genau dafür die Stadia Gaming Studios (Stadia Games & Entertainment) ins Leben gerufen, flankiert von Branchengrößen wie Jade Raymond und Phil Harrison?

Stadias Zukunft — eher ungewiss

Doch Google wäre offenbar nicht Google, würde man nicht seinem bisherigen Motto treu bleiben und eigene Produkte aus heiterem Himmel einstampfen. Und genau das ist passiert: Wie man der jüngsten Nachrichtenlage entnehmen kann, ist Stadia Games & Entertainment bereits Geschichte — noch bevor irgendetwas Produktives je das Licht der Welt hätte erblicken können.

Und auch wenn Google nicht müde wird, zu betonen, dass ja nicht Stadia selbst, sondern eben nur die Spieleentwicklung eingestellt wurde und man sich nun auf die Technik konzentriert, so stellt sich doch die Frage: Ohne Exklusivtitel, kombiniert mit Stadias grottigem Geschäftsmodell kombiniert mit Googles Skepsis gegenüber dem eigenen Produkt kombiniert mit dieser “Macht keinen Spaß mehr, schmeiß ich weg”-Mentalität, die Google sehr schnell an den Tag legt: Wer soll sich da noch Stadia holen? Wer soll an das Produkt noch glauben, wenn es nicht mal mehr der Hersteller tut?

All’ diese Fragen, dieser schiere Irrsinn, der sich hier herauskristallisiert, treibt Alex und Flo vor die Mikrofone, um in Nanocast #25 verbal zu klären, was das alles für Stadia aus unserer Sicht bedeutet und wie der Cloud-Dienst im Vergleich zu den restlichen Konkurrenten im Feld aufgestellt ist.

Quellen / Links:

Der Nanocast ist eine kleine Subserie des Spielwiese Podcasts. Meist plaudern Alex und Flo mit Pfeife, Fluppe und einem guten Wein über Themen, die Ihnen grade auf dem Pelz brennen. Und das Nano im Cast deshalb, weil wir es kurz halten wollen: 20-30 Minuten – kurz, knackig und vor allem: gediegen soll es sein.

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